Appell an den Kampfgeist der Löwen

Fröhling: "Wir haben noch nichts erreicht"

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Löwen-Trainer Torsten Fröhling.

München - 1860-Trainer Torsten Fröhling appelliert an den Kampfgeist seiner Löwen. Wer beim Spiel gegen den Karlsruher SC dabei sein will, muss sich anstrengen.

Rund eine Million Euro, gut 400.000 mehr als ursprünglich kalkuliert, spülte die beinahe ausverkaufte Arena gegen Nürnberg in die Kassen der Löwen. Aus finanzieller Sicht wäre die Relegation gegen Holstein Kiel also durchaus verlockend – oder, Herr Rejek?

Markus Rejek, der kaufmännische Geschäftsführer des TSV 1860 entlockte diese Frage am Montag nicht mehr als ein gequältes Lächeln. Auch Trainer Torsten Fröhling winkte nur ächzend ab, als die Rede auf seinen Ex-Klub von der Waterkant kam. Noch lebt sie ja, die blaue Hoffnung auf die direkte Rettung. Ein Sieg in Karlsruhe – und diese Horrorsaison hätte doch noch ein Happy End gefunden.

"Ich hoffe, dass alle so auftreten, wie sich das gehört"

„Schietegal“ waren Fröhling die Debatten um den Treffer der Nürnberger zum 2:2, den Schiedsrichter Dr. Jochen Drees auf Anraten seines Assistenten Christian Gittelmann aberkannt hatte. „Das war kein Abseits, es wäre ein korrektes Tor gewesen“, räumte Drees bei Sport1 ein. „Mein Assistent saß ziemlich bedröppelt in der Kabine.“ Der verhinderte Torschütze Dave Bulthuis hatte zuvor angemerkt: „Das war doch nicht real. Vielleicht hat der Schiedsrichter auf dieses Spiel gewettet.“

Wer am kommenden Sonntag auf einen Sieg der Löwen beim Aufstiegsanwärter aus Karlsruhe wettet? „Die Situation ist nicht besser geworden“, sagte Fröhling. „Jetzt haben wir mit Glück, Leidenschaft und Disziplin zwei Siege geholt und trotzdem noch nichts erreicht.“ Auf Motivationszuckerl für den FC Heidenheim (gegen Erzgebirge Aue) und Fortuna Düsseldorf (gegen den FSV Frankfurt) wollen sie bei 1860 verzichten. Fröhling: „Ich hoffe, dass alle so auftreten, wie sich das gehört. So wie jetzt am Sonntag Nürnberg, die haben uns auch nichts geschenkt.“

Fröhling: "Ich weiß nicht, wie man so was machen kann"

„Richtig erschrocken“ war Fröhling am Montag darüber, dass der FSV Frankfurt nach elf sieglosen Spielen und dem Sturz auf Platz 16 zum letzten Strohhalm griff, Trainer Benno Möhlmann beurlaubte und Ex-FSV-Trainer Tomas Oral (42) als Feuerwehrmann zurück an den Bornheimer Hang holte. Fröhling war von Möhlmann einst als Profi beim Hamburger SV gefördert worden. „Ich werde mit Benno telefonieren. Das tut mir leid für ihn, ich weiß nicht, wie man so was machen kann.“

Erklärungsansatz aus der Presserunde: Oral habe doch schon beim Spiel gegen Sechzig auf der Tribüne gesessen. Fröhlings Anwort: „Ja, und ich möchte nicht wissen, wer bei mir alles auf der Tribüne sitzt…“

Bilder: 1860 schlägt Nürnberg - nur einer bekommt Note 2

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lk

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