Konkurrenzkampf der Keeper

Bonmann oder Hiller - Bierofka hat sich für einen Torwart zum Rückrundenstart entschieden

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Hendrik Bonmann (l.) und Marco Hiller

Die Löwen gehen mit argen Personalproblemen in die Rückrunde. Die Mannschaft stellt sich quasi von selbst auf. Nur im Tor musste eine Entscheidung her - die Bierofka jetzt getroffen hat.

München - Adriano Grimaldi ist weg, zu den verletzungsbedingten Ausfällen von Stefan Lex und Quirin Moll gesellte sich am Donnerstag auch noch Rechtsaußen Marius Willsch – die Löwen stellen sich am Freitag beim Restrundenstart in Lotte quasi von selbst auf.

Nur im Tor hatte Trainer Daniel Bierofka die Qual der Wahl. Und nach tz*-Informationen ist die Entscheidung zugunsten von Marco Hiller ausgefallen. Das 21-jährige Löwen-„Urgestein“ (seit 2008 im Verein) wird heute im FRIMO-Stadion zwischen den Pfosten stehen, sollte keine Verletzung mehr dazwischenkommen. Für Hendrik Bonmann (25), der wegen einer Zehenentzündung wertvolle Trainingstage in der Vorbereitung verlor, bleibt einstweilen nur der Platz auf der Ersatzbank.

„Man kann sich auf Marco verlassen“

„Marco Hiller hat es sehr ordentlich gemacht. Ich weiß, dass man sich auf ihn verlassen kann“, hatte Bierofka zum Jahresauftakt im tz*-Interview gesagt. „Als Hendrik ausgefallen ist, hab ich gewusst: Okay, jetzt ist der Marco wieder da. Da hab ich überhaupt keine Bauchschmerzen gehabt.“ Ob Hillers Status als Nummer 1 bis Saisonende gilt, wird sich zeigen. Interessant: Der Keeper hat eine Klausel in seinem Vertrag stehen, wonach bei 20 Einsätzen eine Ablöse im unteren sechsstelligen Bereich für ihn festgeschrieben wird. Zwei Einsätze fehlen noch. Die finanzschwachen Löwen müssen auf jedes Detail achten.

Marco Hiller.

Auch sportlich, schließlich liegt die Abstiegszone nur sechs Punkte entfernt. An einen Spaziergang gegen Lotte wie beim 5:1 im Hinspiel glaubt bei Sechzig niemand. „Wir wissen alle, dass das jetzt ein ganz anderes Spiel wird“, sagt Jan Mauersberger. „Lotte hat sich gefangen, gefestigt – am Ende der Hinrunde auch noch relativ viele Punkte geholt. Es ist eine ganz erfahrene Drittligamannschaft, sie wissen, worauf es ankommt. Ich erwarte ein kampfbetontes Spiel, in dem wir vor allem körperlich dagegenhalten müssen.“

Letztes Auswärtsspiel in Lotte als Warnung

Drei Punkte sind natürlich trotzdem das Ziel. Mauersberger: „Wir fahren nach Lotte, um gleich einen guten Start zu haben. Wir wissen natürlich, dass wir noch ein paar Punkte brauchen und sammeln müssen. Die wollen wir so schnell wie möglich sammeln. Und Punkte gegen die Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel sind natürlich doppelt wichtig.“

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Die Erinnerungen an das letzte Auswärtsspiel in Lotte sollten den Löwen Warnung genug sein. „Es waren sehr widrige Bedingungen: kalt, tiefer Rasen“, erinnert sich Mauersberger an das 0:2-Pokal-Aus vor zwei Jahren unter Trainer Vitor Pereira. „Wir haben einfach nicht gut gespielt und sind letztlich zurecht ausgeschieden. Auf dem Papier hätten wir uns natürlich durchsetzen müssen.“ Nächster Realitätscheck: am Freitag um 19 Uhr.

lk, ulk

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