Möhlmann hat kein Problem mit dem Sportchef

"Kreuzer ist wichtig für die Außendarstellung des Vereins" 

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Benno Möhlmann.

München - Benno Möhlmann hat etwas Aufklärung in seine erste Reaktion auf die Verpflichtung von Sportdirektor Oliver Kreuzer gebracht. Er habe überhaupt kein Problem mit der Installation des neuen Mannes, sagt der Coach.

So mancher Löwen-Fan dürfte aufgehorcht haben in der vergangenen Woche, als sich Trainer Benno Möhlmann im Vorfeld des Braunschweig-Spiels auf einer Pressekonferenz über den neu verpflichteten Sportdirektor Oliver Kreuzer äußerte. "Am Tag, als es bereits in der Zeitung stand", sei Möhlmann darüber informiert worden, dass Kreuzer künftig an seiner Seite arbeiten werde. Sein erster Gedanke sei gewesen, dass er die Telefonnummer des neuen Kollegen bereits kannte. Einen zweiten Gedanken habe es nicht gegeben. Überhaupt gebe es auch keinen Grund, das jetzt schon hochzujubeln, hatte Möhlmann gesagt. Dabei war so wenig Euphorie aus seinen Worten herauszuhören, wie die Löwen in dieser Saison Tore geschossen haben.

All die Äußerungen klangen wenig enthusiastisch. Noch dazu vorgetragen in Möhlmanns norddeutsch-nüchterner Knurrigkeit, die dem einen oder anderen Beobachter möglicherweise den Eindruck vermittelte, der Sechzger-Coach sei etwas genervt über die Personalentscheidung der Vereins-Oberen.

Doch damit hat Möhlmann jetzt aufgeräumt und Klarheit in seine Sicht der Dinge gebracht. Er sei weder von der Entscheidung für Kreuzer überrumpelt worden, noch habe er sich gegen die Verpflichtung des neuen Mannes gestellt. "Markus Rejek hat mir drei Tage vorher gesagt, dass Kreuzer der große Favorit ist. Und er hat mich gefragt, ob ich etwas dagegen hätte", sagte Möhlmann jetzt der "Süddeutschen Zeitung". Hatte Möhlmann nicht. Er verneinte die Frage des Geschäftsführers. "Was denn sonst?", fragt Möhlmann.

Eine weitere Zusammenarbeit mit dem Interims-Sportdirektor Necat Aygün wäre für Möhlmann auch kein Problem gewesen. "Damit hätte ich leben können." Doch dass sich der Verein lieber einen erfahrenen Mann an Bord geholt hat, kann der Bremer gut nachvollziehen. "Ich verstehe , dass es für die Außendarstellung eines Klubs wichtig ist, dass einer da ist, der den Job schon mal woanders gemacht hat" Er habe damals lediglich zum Ausdruck bringen wollen, dass er noch nie mit Kreuzer zusammengearbeitet habe. "Und deshalb kann ich doch rein logisch gar nicht sagen: 'Das ist der beste Mann, den wir kriegen konnten.'"

Erst recht nicht, wo doch Überschwänglichkeit und Schwärmerei nicht zum Naturell des bodenständigen Löwen-Trainers gehören.

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