Eine der wichtigsten Zugstrecken Bayerns ist gesperrt

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Ärgern und Fremdschämen über auftreten in Würzburg

Bierofka enttäuscht von seinen Spielern: „Mental nicht auf dem Platz“

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Gewürge in Würzburg: die Löwen nach dem 1:2.

Die Enttäuschung über die Leistung der Mannschaft beim Gastspiel in Würzburg ist groß. Das Entsetzen über das Auftreten einiger Münchner „Fans“ ist noch größer.

Es war ein Samstag zum Ärgern und Fremdschämen für alle, die es mit dem TSV 1860 halten. Nicht nur sportlich, da ist der Anhang das chronische Auf und Nieder der Drittliga-Mannschaft inzwischen gewohnt, sondern auch mit Blick auf die rund 80 Chaoten, die in Würzburg randalierten und u.a. die Scheibe eines Cafés einschlugen. Landfriedensbruch und Sachbeschädigung lauten die Vorwürfe, Zeugenhinweise nimmt die Polizei Würzburg unter der Telefonnummer 0931/457-2230 entgegen.

Blutarmer Auftritt bei den überlegenen Unterfranken 

Und damit zum Sport. „Das Spiel kann man relativ schnell zusammenfassen“, sagte 1860-Trainer Daniel Bierofka nach dem blutarmen Auftritt bei den in allen Belangen überlegenen Unterfranken. „Die ersten 25 Minuten haben für mich das Spiel entschieden – weil wir da körperlich und mental nicht auf dem Platz waren. Deswegen geht der Sieg auch total in Ordnung.“ 1:2 hieß es am Ende, die neunte Niederlage war zweifellos eine der verdientesten bislang in dieser Saison. „Mehr Leidenschaft und mehr Präsenz“ attestierte Bierofka dem Gegner. „Wir haben heute nicht das Gesicht der letzten Woche gezeigt, waren vom Kopf nicht da. Darüber werden wir reden müssen.“

Ob’s hilft, ist die Frage.

Sieht Redebedarf: 1860-Trainer Daniel Bierofka

Denn geredet hatte Bierofka auch schon vor der Partie. „Keinen Schritt weniger“ als zuletzt dürfe die Mannschaft machen nach den knappen Siegen in Wehen und gegen Haching. Jedes Nachlassen würden die zuletzt mehrmals unter Wert geschlagenen Würzburger bestrafen. Doch vielleicht waren die Worte des Trainers zu allgemein gehalten, vielleicht ist die Konzentrationsfähigkeit nicht ausgeprägt genug für mehr als zwei Siege am Stück. Oder es fehlt ganz allgemein an der Qualität.

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Rein konditionell vertraute Bierofka seiner siegreichen Elf vom Haching-Spiel, ließ frische Kräfte wie Benjamin Kindsvater, Aaron Berzel, Markus Ziereis, Dennis Dressel oder Nono Koussou (zunächst) auf der Bank oder wie im Falle Sandro Abruscia und Romuald Lacazette ganz zu Hause. Heraus kam eine ähnlich schwache erste Halbzeit wie bei der Heimniederlage gegen Hansa Rostock vor zwei Wochen. „Es war ganz wild bis zur 25., 30. Minute“, sagte Stefan Lex, der außer bei seinem Anschlusstor keine Pluspunkte sammeln konnte. Und nach dem Wechsel, Felix Weber? „Da waren wir nicht kreativ genug nach vorne und hinten sind wir auch ein bissl geschwommen.“ Eine ungute Kombination.

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Nun haben die Sechziger eine ganze Woche Zeit, sich zu regenerieren und auf das kommende Heimspiel gegen den SV Meppen (Samstag, 14 Uhr) einzustimmen. Die Emsländer, bis zum Wochenende punktbestes Rückrunden-Team, mussten gestern eine herbe Niederlage in Braunschweig einstecken. 0:3 hieß es am Ende, was für das Tabellenbild bedeutet, dass 1860 nun auf Relegationsplatz drei ebenso viele Punkte Rückstand aufweist (9) wie Vorsprung auf Platz 17.

Mittelmaß ohne Angst – das wird auch für die neue Spielzeit das Ziel sein. „Wir werden auch zur kommenden Saison eine schlagkräftige Truppe stellen“, meinte Sportchef Günter Gorenzel auf bange Fragen nach der Zukunft. Ambitionierter Fatalismus made in Giesing.

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