Keine Garantie für Fröhling

Aygün: "Das ist für mich unverständlich"

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Gehen sie demnächst getrennte Wege? Löwen-Sportdirektor Necat Aygün und (Noch?-)Trainer Torsten Fröhling.

München - Bleibt Torsten Fröhling Löwen-Trainer? Zu dieser Frage musste am Samstag Sportchef Necat Aygün Stellung nehmen. Eine klare Aussage gab es erwartungsgemäß nicht.

Torsten Fröhling fehlte am Samstag beim Löwen-Auslaufen. Das hieß allerdings nicht, dass er seinen Job los ist. Denn es war bereits im Vorfeld klar, dass der Sechzig-Coach zur Trainertagung nach Leverkusen fahren würde. Dennoch drehte sich natürlich alles um ihn.

Am Vortag in Bielefeld war's das alte Spiel: eine ansprechende Leistung, aber wieder kein Sieg. 1:1 lautete das Ergebnis. Das zehnte Ligaspiel ohne Dreier, die Sechziger kleben weiterhin auf dem vorletzten Tabellenplatz fest. Kommt jetzt die Veränderung auf dem Trainerposten? Die Länderspielpause würde einem neuen Übungsleiter zwei Wochen Zeit bieten, einiges umzukrempeln.

Sportdirektor Necat Aygün nahm Stellung - und hielt sich dennoch bedeckt: "Ich bin jetzt nicht da, um irgendwelche Garantien auszustellen oder zu sagen, es gibt ein Ablaufdatum", sagte er nach dem Spiel. "Sowas gibt's nicht. Wir werden das Spiel jetzt intern analysieren – mehr gibt es dazu nicht zu sagen."

Irritiert zeigte sich Aygün vom Spielverlauf: "Der Spielverlauf war so, dass wir gut ins Spiel gekommen sind und nach dem 1:0 leider den Faden ein bisschen verloren haben, Bielefeld dann besser ins Spiel gekommen ist." Der Löwen-Sportdirektor bemängelte die Konstanz des Teams: "Ist für mich ein bisschen unverständlich, dass wir da nicht weitermachen, weiter auf das 2:0 spielen und uns zu sehr hinten reindrängen lassen."

Ob mittelfristig ein neuer Coach an der Linie stehen würde, dazu wollte er sich nicht äußern. Zum Stand der Löwen-Saison dafür aber schon: "Fakt ist, dass wir uns den Saisonverlauf anders vorgestellt haben. Sechs Punkte aus zehn Spielen sind eindeutig zu wenig."

Fröhling selbst begann mit der Analyse nach Abpfiff: "Natürlich bin ich mit dem Ergebnis nicht zufrieden", so der 49-Jährige. "Es war ein offener Schlagabtausch mit vielen Torraumszenen, in dem beide Teams unbedingt gewinnen wollten. In Sachen Willen hätten beide Mannschaften heute den Sieg verdient."

Einerseits stärkte Aygün dem Trainer den Rücken: "Ich glaube an die Mannschaft, ich glaube auch an Torsten Fröhling – er ist unser Cheftrainer." Andererseits gab der Sportchef offenbar auch keine Garantie, dass Fröhling auch in zwei Wochen noch Löwen-Coach sein würde. Die nächsten 48 Stunden dürften hier die Entscheidung bringen.

lin/ulk

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