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TSV 1860 vor Kader-Umbruch: Biankadi und Neudecker wohl weg - Köllner verspricht starke Transfers

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Von: Ludwig Krammer

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Michael Köllner: Will bei den Transfers keine Kompromisse.
Michael Köllner: Will bei den Transfers keine Kompromisse. © IMAGO/MIS

Vier Abgänge wird es beim TSV 1860 München wohl geben. Der Löwen-Kader steht vor großen Veränderungen. Köllner bekommt wohl fünf oder sechs Neue.

München - Platz vier im Visier. Der Teilnahme am DFB-Pokal wird bei den Löwen derzeit alles untergeordnet. „Unsere Spieler geben diese Woche keine Interviews, sie konzentrieren sich ausschließlich auf Samstag“, hieß es am Dienstag aus der Geschäftsstelle. Gegen Dortmund II muss im Grünwalder Stadion wohl ein Sieg her, um die Konkurrenz aus Osnabrück und Mannheim final auf Distanz zu halten. Nach dem verpassten Aufstieg ist der Pokal die einzige Möglichkeit auf außerplanmäßige Einnahmen in der kommenden, bereits fünften Drittliga-Saison.

Kaderplanung bei 1860 München: „Können nicht die Ticketpreise erhöhen und dann hier einen Kompromiss machen“

„Macht euch keine Sorgen: Auch nächstes Jahr wird wieder eine schlagkräftige Truppe im Sechzgerstadion auflaufen“, hatte 1860-Präsident Robert Reisinger nach dem Heimsieg gegen Havelse versprochen.

Am Dienstag legte Trainer Michael Köllner nach. „Ich erwarte wie unsere Fans ein starkes 1860 München und kämpfe vehement um die bestmögliche Situation. Ich muss am Ende den Kopf hinhalten. Wir können nicht die Ticketpreise erhöhen und dann hier einen Kompromiss machen und da noch einen. Der Verein tut alles dafür, dass wir nächstes Jahr gut mit dabei sind.“

Umbruch bei den Löwen: Skenderovic, Rieder und Vrenezi fix - Lakenmacher und Sorge könnten folgen

Der Kader, so viel steht fest, wird sich nicht nur in Nuancen verändern. Fix sind nach Informationen von Münchner Merkur und tz sind die Zugänge von Mittelstürmer Meris Skenderovic  (Schweinfurt), Defensiv-Allrounder Tim Rieder und Außenangreifer Albion Vrenezi (beide Ex-Türkgücü). Dazu soll Sturmtalent Fynn Lakenmacher von Absteiger Havelse kommen und eventuell Innenverteidiger Alexander Sorge (ebenfalls Ex-Türkgücü).

TSV 1860 München: Köllner will noch einen Mittelfeldmann - Dressel, Biankadi, Staude und Neudecker wohl weg

Damit nicht genug. Köllner will noch mindestens einen neuen offensiven Mittelfeldspieler. Dennis Dressel wird die Löwen aller Voraussicht nach verlassen, der Vertrag mit Keanu Staude wird nicht verlängert, wie der Coach gestern bestätigte. Dazu seien auch die Würfel bei Merveille Biankadi (zurück nach Heidenheim) und Richy Neudecker gefallen. Der Altöttiger wird seinen Ausbildungsverein nach zwei Jahren als Topverdiener wieder verlassen.

Die Nachfolgekandidaten? Drei Namen sind im Gespräch. „David Kopacz (22, Würzburger Kickers) kann das spielen, Martin Kobylanski (Braunschweig) kann das spielen und auch Moritz Leitner (FC Zürich)“, sagte Köllner am Dienstag auf Nachfrage. Speziell auf Kopacz sollen die Löwen ein Auge geworfen haben. Als einziger der genannten Kandidaten kann der in Iserlohn geborene Deutsch-Pole auf eine persönlich geglückte Saison verweisen. Beim desolaten Absteiger Würzburg stand er in 91 Prozent der Spiele in der Startelf, kam auf vier Tore und elf Vorlagen. Kobylanski hingegen saß bei Aufsteiger Braunschweig zumeist auf der Bank, Wandervogel Leitner verpasste beim Schweizer Meister aus Zürich den Großteil der Saison wegen Verletzungen. Ludwig Krammer

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