„Die Wampe von Giesing“ zeigt sich siegessicher

Sascha Mölders vor Derby: „Wir wollen Wiedergutmachung – das ist klar“

Trifft Sascha Mölders heute erneut artistisch für die Löwen?
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Trifft Sascha Mölders heute erneut artistisch für die Löwen?

Der TSV 1860 München ist heute zu Gast bei Türkgücü München. Sascha Mölders äußerte sich vor dem Derby im Olympiastadion - und zeigt sich siegessicher.

München – Nach dem 0:1 im Totopokal-Derby vor zweieinhalb Wochen kickte Sascha Mölders wutentbrannt eine unschuldige Werbebande durch die Luft, heute im Olympiastadion soll gegen Türkgücü im dritten Anlauf der erste Sieg her. „Wir wollen Wiedergutmachung – das ist klar“, sagte Mölders vorab im BR. Das Hinspiel am 28. November 2020 war mit einem 2:2 geendet, Torschützen: Greilinger, Mölders und zweimal Sliskovic für den Aufsteiger.

Michael Köllner: „Der Pokal stand nicht ganz oben auf unserer Prioritätenliste“

Dieser Petar Sliskovic wird Türkgücü heute wegen Problemen mit der Fußsohle fehlen, zudem pokerte Trainer Serdar Dayat noch in Sachen Spielmacher Sercan Sararer, der zuletzt angeschlagen ausfiel. Bei den Löwen kann Trainer Michael Köllner derweil bis auf den gelbgesperrten Phillipp Steinhart auf alle Stammspieler zurückgreifen. Ob Maxim Gresler eine neue Chance auf die Steinhart-Rolle bekommt, oder aus dem 4-1-4-1-System eine Formation mit Dreierkette wird, das wollte der Coach vorab nicht preisgeben. Dafür verriet Köllner, dass ihm die 0:1-Niederlage im Totopokal angesichts des engen Terminplans in der Liga durchaus zupass gekommen sei: „Der Pokal stand nicht ganz oben auf unserer Prioritätenliste.“ Schließlich könne sich 1860 auch über Platz vier (oder besser) in der Liga für den DFB-Pokal qualifizieren.

Interessant: Köllner hofft durch weiteres Wachstum seines Erfolgsbartes nicht nur auf eine Statistenrolle in Oberammergau, wie er gestern witzelte, ihm liege tatsächlich eine Anfrage als Schauspieler vor. Produzent Peter Althof wolle ihn unbedingt in den dritten Teil der Nürnberger Kultreihe „Macho Man“ locken. „Da quäle ich mich momentan rum, welche Rolle ich spielen könnte.“

Max Kothny: „Die Emotionen, die das Münchner Derby hervorruft, fehlen natürlich. Das schmerzt“

Brisant: Türkgücü-Geschäftsführer Max Kothny hofft mit Blick auf weitere Derbys, dass die Löwen den Sprung in die 2. Liga verpassen: „Ich sehe zwei, drei Mannschaften besser und wäre froh, wenn andere Mannschaften in die 2. Liga aufsteigen.“ Für Kothny wäre ein Duell gegen 60 nächste Saison im Olympiastadion vor Zuschauern „der Hammer“, beim Spiel am heutigen Samstag hätte der 24-Jährige mit 30 000 Zuschauern gerechnet: „Die Emotionen, die das Münchner Derby hervorruft, fehlen natürlich. Das schmerzt.“ Zudem bedauerte Kothny, dass durch die fehlenden Zuschauereinnahmen „die Kasse leer“ bleibt.

Türkgücü baut auf die Motivation der Ex-Löwen Kilian Jakob, Noel Niemann und Sebastian Maier. Ob es Aaron Berzel wieder in den Kader schafft, stand am Freitag noch nicht fest. Dayat erwartet gegen 1860 ein „Fightspiel“, es gehe dabei „ums Herz.“

(Ludwig Krammer, Nico-Marius Schmitz)

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