Er war schon mal 1860-Manager

Bekannter Unternehmer: „Löwen-Präsident? Ich würd’s machen“

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Frank Fleschenberg.

Nach dem Rücktritt von Löwen-Präsident Peter Cassalette stellt sich die Frage nach dem Nachfolger. Ein Name, der immer wieder fällt: Unternehmer Frank Fleschenberg. Erfahrung könnte der Mann allemal mitbringen - auch bei Sechzig.

München - Das Chaos bei den Löwen – wie soll es mit dem Traditionsverein jetzt weitergehen? Das fragen sich seit dem Abstieg nicht nur die Fans, sondern auch die Angestellten. Fakt ist: Nach Peter Cassalettes Rücktritt muss ein neuer Präsident her, der das führungslose Schiff wieder auf Kurs bringt. Wie die tz erfuhr, fällt hierbei immer wieder ein Name: Frank Fleschenberg (67). Der bekannte Münchner Unternehmer arbeitete schon eimal Ende der 1980er Jahre als Manager für die Löwen.

Die tz rief Fleschenberg an und der Immobilien-Unternehmer redete nicht um den heißen Brei herum: „Jeder, der mich kennt, weiß: Ich liebe diesen Verein. Wenn man mich fragen würde, ob ich helfen kann, dann stünde ich bereit.“ Es gibt einiges, was für den studierten Betriebswirtschaftler spricht. Fleschenberg kennt in und um München Gott und die Welt. Und was noch wichtiger ist: Gott und die Welt kennen ihn. Zum einen liegt das an seiner Funktion als Chef des Promi-Charity-Golfclubs Eagles, mit dem er schon 27 Millionen Euro sammeln konnte, um diese an notleidende Menschen weiterzureichen. Zum anderen hat Fleschenberg aber auch beste Kontakte zu den Großunternehmen in der Stadt, wie Sportartikelhersteller, Baufirmen oder Brauereien. Und um die Löwen zu retten, muss Geld her.

Fleschenberg ist bereit - ob 3. Liga oder Regionalliga

Was Fleschenberg zudem von so manchem Ex-Chef der Löwen unterscheidet: Er hat Ahnung von Fußball. Beim tz-Gespräch schimpfte er sofort: „Warum hat der Verein beispielsweise Spieler wie Dominik Stahl abgegeben? Das war falsch! “ Und er fügt an: „Einen Volland kannst du nicht halten - aber warum wurden die besten Nachwuchstalente beispielsweise an Unterhaching weitergereicht?“ Als Fleschenberg ehrenamtlich bei den Löwen tätig war, war er es, der unter anderem Roland „Magic“ Kneißl zum Verein holte. „Du brauchst Spieler, die sich mit dem Verein identifizieren. Am besten viele aus der eigenen Jugend.“ Übrigens: Fleschenberg war 1978 der jüngste Manager der Ligageschichte, als er damals für vier Jahre beim 1. FC. Nürnberg arbeitete. Der Verein schaffte den Aufstieg in die Bundesliga.

Stellt sich die Frage, ob die Fans den prominenten Münchner akzeptieren würden? Und ob Investor Ismaik nun aufhört oder bleibt? Fleschenberg würde auf jeden Fall zur Verfügung stehen - mit Ismaik zusammen, aber auch in der Regionalliga: „Es geht hier nicht um mich oder sonst um irgendwen. Es geht nur um den Verein. Und der muss jetzt wieder nach oben gebracht werden. Punkt!“

Alle Entwicklungen zu den Löwen lesen Sie in unserem News-Ticker zu 1860.

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