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Nach Schiri-Ärger in Elversberg: Lex fordert - „VAR entweder in allen Profiligen oder keiner“

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Von: Sebastian Isbaner

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Löwen-Kapitän Stefan Lex
Löwen-Kapitän Stefan Lex © IMAGO

Die Löwen stehen nach acht Spielen auf dem zweiten Tabellenplatz. Kapitän Lex spricht vor dem Spiel gegen Aue die VAR-Problematik in der 3.Liga an.

München - Der Saisonstart lief für die Löwen nach Maß. 19 Punkte stehen nach nur acht Spielen auf dem Konto der Münchner. Tabellenplatz zwei. Lediglich gegen den neuen Tabellenführer, den Aufsteiger SV Elversberg, musste sich die Köllner-Elf geschlagen geben. Am vergangenen Wochenende setzte es gegen die Saarländer eine 1:4-Auswärtsniederlage.

TSV 1860 München: Nach Topspiel-Pleite in Elversberg - „Wir haben eine sehr gute Atmosphäre“

Trotz der Niederlage hebt Löwen-Kapitän Stefan Lex im Interview mit dem Online-Portal dieblaue24 die gute Stimmung in der Mannschaft hervor. „Wir haben eine sehr gute Atmosphäre - und das auch schon die ganze Saison über. Das war von Anfang an so. Daran hat sich nichts verändert“, sagt der 32-Jährige.

Trotzdem sitzt der Ärger bei den Münchnern tief. Lex kritisiert aber auch die Leistung des Unparteiischen. „Natürlich hat auch der Schiedsrichter mit der ein oder anderen kuriosen Entscheidung dazu beigetragen, dass wir nicht sicherer geworden sind. Ich nenne nur den Elfmeter zum 0:3, der für mich keiner war. Oder wenn das reguläre 1:3 zählt, dann hätte das Spiel eine Wende finden können. Als ich den Ball aus dem Netz geholt habe und der Treffer plötzlich nicht gegeben wurde, war ich total perplex“, erklärt der Offensivmann.

Stefan Lex: Unzufriedenheit über Schiedsrichter-Leistung - Kapitän fordert einheitliche Entgscheidungsfindung

Lex kritisiert auch allgemein die Abstimmung der Schiedsrichter in den Profiligen Deutschlands und die Entscheidungsfindung der Offiziellen in Bezug auf den VAR. „Gefühlt ist es schon so, dass in der 1. und 2. Liga die Schiedsrichter nicht die letzte Entscheidung treffen wollen, weil sie es sich so oder so nach am Bildschirm anschauen können. Diese Entwicklung finde ich schade. Und für die Schiedsrichter, die einmal Bundesliga pfeifen - und dann in der 3. Liga ohne Hilfsmittel auskommen müssen, ist es eine gravierende Umstellung“, sagt Lex.

Sein Lösungsansatz wäre eine Gleichstellung der Schiedsrichter-Möglichkeiten zwischen der ersten, zweiten und dritten Liga im deutschen Profifußball. „Ich persönliche finde: Entweder spielen alle Profiligen mit VAR - oder keine!“

3. Liga: Chance zur Wiedergutmachung - Löwen empfangen Zweitliga-Absteiger Erzgebirge Aue

Doch auch trotz des Ärgers über den nicht gegebenen Treffer und des fragwürdigen Elfmeters ist sich Lex bewusst, dass er und seine Mannschaft selber eine zu schwache Vorstellung in Elversberg geboten haben. Gegen Erzgebirge Aue am Freitag im heimischen Grünwalder Stadion möchten der Kapitän und seine Mannschaft wieder ein anderes Gesicht zeigen. Doch vor dem Schlusslicht aus dem Erzgebirge sei gewarnt.

„Wir wollen den Heimsieg und in diesem Spiel auch den Ton angeben“

Stefan Lex und der TSV 1860 München möchten zuhause weiter ungeschlagen bleiben.

„Die Fallhöhe ist hoch, weil alle mit einem klaren Heimsieg von 1860 rechnen. Erzgebirge Aue hat letzte Saison noch Zweite Liga gespielt - die Qualität ist mit Sicherheit besser als das der Tabellenplatz verrät“, sagt Lex über den kommenden Gegner. Die Marschroute für die Löwen ist trotzdem klar. „Wir wollen den Heimsieg und in diesem Spiel auch den Ton angeben, aber dafür müssen wir viel richtig machen.“

Ob der Kapitän gegen den Zweitliga-Absteiger selbst auflaufen kann, ist noch unklar. Lex zog sich im Dienstags-Training eine Verletzung am Oberschenkel zu. Sein Einsatz gegen Aue bleibt weiter fraglich. Allerdings stehen den Löwen andere Personalien gegen die Veilchen wieder zur Verfügung. Anpfiff der Partie ist am Freitag um 19 Uhr. Wir berichten für euch im Live-Ticker. (Sebastian Isbaner)

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