Zwischenzeugnisse für Mittelfeldspieler des TSV 1860

Hummels-Vater über Dennis Dressel: „Ist erst bei 30 bis 50 Prozent“

Dennis Dressel (l.) gehört zu den größten Talenten des TSV 1860 München. 
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Dennis Dressel (l.) gehört zu den größten Talenten des TSV 1860 München. 

Michael Köllner der Löwen-Trainer, hat es ja angekündigt: Er will sich bis zum Trainingswiederauftakt am 27. Dezember ncht so sehr mit Fußball beschäftigen und lieber die Akkus füllen –

  • Die Spieler des TSV 1860 München werden zum Jahreswechsel bewertet.
  • Hermann Hummels, Vater von Mats, sieht bei Dennis Dressel noch Luft nach oben.
  • Daniel Wein und Richard Neudecker überzeugen am meisten. Erik Tallig hängt hinterher.
  • München – Hier jedoch geht es weiter mit Teil zwei des Zwischenzeignisses für die Spieler des Drittligisten. Heute geht es ums Mittelfeld – defensiv wie offensiv. Voraussetzung: Zumindest drei Nominierungen für die Startelf.

    Daniel Wein:Der Mister Zuverlässig ist in seiner vierten Löwen-Saison aus der Zentrale kaum mehr wegzudenken. „Wie er in unserem Spiel die Räume schließt, als Sechser nach vorne attackiert – richtig gut“, lobt Coach Köllner den gebürtigen Münchner. Weins großes Plus: Er mundet dem Trainer nicht nur als Sechser und Achter, sondern ist auch als Rechts- und Innenverteidiger zu gebrauchen. Die neuen Arbeitspapiere über den Sommer 2021 hinaus werden gerade ausverhandelt. Wein offensiv: „Ich bin positiv gestimmt, bringe meine Leistung und denke, dass ich mir eine Vertragsverlängerung verdient hätte.“ Note: 2 minus

    Dennis Dressel: Nicht nur sein Berater Hermann Hummels bescheinigt ihm das Zeug für höhere Ligen, auch die 1860-Verantwortlichen wissen um Dressels Potenzial. Der 22-jährige Dachauer schöpfte es nur hin und wieder aus; die Schwankungen zwischen Leistungen wie gegen Halle (vier Tore) und solchen wie zuletzt beim 2:2 gegen Wehen sind zu groß, um dem Anspruch herausragend gerecht zu werden. Wie sagte Hummels im Interview: „Bei der Aktionsdichte ist Dennis erst bei 30 bis 50 Prozent.“ Viel Luft für die Restrunde. Note: 4 plus

    Erik Tallig fehlt bisher die Konstanz

    Erik Tallig: Vom Absteiger Chemnitz gekommen legte der 20-jährige „Rohdiamant“ (Köllner) einen verheißungsvollen Start hin, traf beim 1:1 gegen Magdeburg und weckte durchaus Hoffnungen, den abgewanderten Efkan Bekiroglu ersetzen zu können. Es kam anders. Bis heute hat Tallig Mühe, ins Spiel der Löwen zu finden, sein junges Alter und die Tatsache, dass er erstmals außerhalb der Heimat spielt, sind eine legitime Erklärung für die mangelnde Konstanz. Knapp ausreichend. Note: 4 minus

    Richard Neudecker: Der blaue Oszillograph zeigt beim Altöttinger die umgekehrte Formkurve zu Tallig. Nach Startschwierigkeiten riss der Rückkehrer aus Venlo das Offensivspiel der Löwen immer mehr an sich, Neudeckers Haken, Fußgelenk-Pässe und Freistöße wecken Erinnerungen an ganz große Vorbilder. Ein Schuss mehr Ruhe und Klarheit in den Aktionen, und Neudecker kann zum Navigator der Restrunde werden. Note: 2 minus

    (LUDWIG KRAMMER)

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