Schwarze Serie hält an

"Zu naiv!" 1860 schenkt Zwei-Tore-Führung her

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Der Augenblick der Niederlage: Die Löwen verlieren trotz Überzahl gegen Kaiserslautern.

München - Den Saisonstart hat der TSV 1860 München mehr als verpatzt. Trotz 70 Minuten Überzahl verlieren die Löwen gegen den 1. FC Kaiserslautern nach einer 2:0-Führung.

Mein Gott, die Löwen. Da führen sie am Betzenberg zur Halbzeit gegen zehn Lauterer mit 2:0, und am Ende stehen sie mit leeren Händen da. 2:3 verloren in Überzahl – das Gesicht von Ricardo Moniz nach dem Schlusspfiff sprach Bände. „Wir haben die Chance zum 3:0 ausgelassen“, sagte er, „und in der zweiten Halbzeit einfach keinen Druck mehr gemacht.“ Und er fügte hinzu: „Heute sind wir tot. Aber morgen stehen wir wieder auf!“ Daniel Adlung war auch fassungslos.“ Dieses Spiel dürfen wir nicht mehr hergeben“, stöhnte er, „wir waren einfach zu naiv.“

Moniz hatte bei der Mannschaftsaufstellung für eine deftige Überraschung gesorgt. Markus Steinhöfer und Shootingstar Maxi Wittek, die in der Vorbereitung regelmäßig als Außerverteidiger zum Zug gekommen waren, mussten auf der Bank Platz nehmen. Dafür rückte Ilie Sanchez, der wegen Muskelproblemen lange fraglich war, in die Innenverteidigung. Und außen verteidigten Gary Kagelmacher und Christopher Schindler. Und im Mittelfeld durfte Leonardo ran, nachdem Sanchez in die Abwehr gerückt war. Keine Überraschung mehr: Julian Weigl trug auch zum Zweitligaauftakt die Kapitänsbinde.

Die Löwen hatten zum Beginn etwas Mühe, mit ihrer neuformierten Abweh klar zu kommen. Schon nach zwei Minuten eröffnete sich Matmour nach einem Vallori-Fehler eine Riesenchance, und nach einer Viertelstunde ließ Kagelmacher Gaus, der ganz knapp vorbeischoss, ungeschickt vorbeiziehen.

Aber auch den Sechzigern boten sich zwei gute Möglichkeiten. Die beste vertändelte Leonardo in der 10. Minute und ein paar Minuten später scheirte Wood an Sippel. Zum gleich Duell kam es in der 20. Minute. Sippel klärte außerhalb des Strafraums mit Brust und Hand – Schiedsrichter Dankert entschied auf Rot für den Lauterer Keeper. Und die Löwen nutzten die numerische Überlegenheit. Durch Rubin Okotie, der innerhalb von sieben Minuten zweimal traf. (26. und 33.). Beim ersten Treffer wurde der Ball von Heintz abgefälscht, den zweiten hatte Bobby Wood wunderbar vorbereitet.
2:0 gegen zehn Mann - die Sache schien erledigt zu sein. Von wegen. Nach dem Wechsel gaben die ruppigen Lauterer, die vor allem den kleinen Bedia mächtig malätrierten nochmal richtig Gas. Den Anschlusstreffer allerdings erzielten sie dank gütiger Mithilfe von Schiri Dankert, der nach einer leichten Berührung von Vallori an Zimmer einen lächerlichen Elfmeter gab. Lakic verwandelte (68.) und sorgte drei Minuten später auch per Kopf für den Ausgleich. Vallori sah schlecht aus.

Und dann der Super-Gau. Der Sekunden zuvor eingewechselte Hofmann traf per Kopf nach einer Ecke zum Siegtreffer (80.). Der Betze bebte, und die Löwen waren restlos bedient. Torhüter Gabor Kiraly, der beim Siegtreffer keine gute Figur abgab, sah aber auch noch einen anderen Grunde für die Niederlage: „Wir haben nach der Pause nicht mehr nach vorn gespielt, sondern wollten das Ganze nur noch verwalten.“

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