Gytkjaer erzielt erstes Tor für Sechzig

Pleite auf der Alm: Löwen kassieren Rückschlag

Die Entscheidung: Bielefelds Fabian Klos (verdeckt hinter Lacazette) schenkt den Blauen kurz vor der Pause zum zweiten Mal ein.
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Die Entscheidung: Bielefelds Fabian Klos (verdeckt hinter Lacazette) schenkt den Blauen kurz vor der Pause zum zweiten Mal ein.

Bielefeld - Die Löwen bleiben vorerst im Tabellenkeller. Im Auswärtsspiel bei Arminia Bielefeld verliert Sechzig trotz eines Treffers eines der Zugänge.

Das war zu wenig,­ Löwen! Mit 1:2 (1:1) unterlag der TSV 1860 am Freitagabend auf der Alm der Bielefelder Arminia. Das Tor von Sturm-Zugang Christian Gytkjaer zum zwischenzeitlichen Ausgleich reichte nicht, um Zählbares aus Ostwestfalen mitzunehmen. Bielefelds Mittelstürmer Fabian Klos erwies sich mit einem Doppelpack einmal mehr als Löwen-Schreck. Mit 19 Punkten verharrt 1860 weiterhin im Tabellenkeller.

Das große Thema vor der Partie war erwartungsgemäß die Affäre Aigner. Nach dem Rücktritt des Kapitäns und seiner Nichtnominierung für den Kader herrschte erhöhter Informationsbedarf. Trainer Vitor Pereira sah das anders. „Ich beantworte nur Fragen zum Spiel und zu Spielern, die hier sind“, meinte der Trainer am Sky-Mikrofon und machte dazu eine Miene wie die Klofrau zur Spargelzeit. Zum Spiel meinte der Portugiese: „Es wird nicht alles klappen, die neuen Spieler sind erst eine Woche hier. Aber mit der technischen Qualität, die sie haben, wird eine bessere Mannschaft auf dem Platz sein als letzte Woche.“

Vier Neue in der Startelf

Es dauerte rund zehn Minuten, bis erkennbar wurde, dass der Trainer auch mit der zweiten These nicht komplett falsch lag. Im 4-4-2 mit Abdulaye Ba als Abwehrchef, Lumor als linkem Verteidiger, Amilton als Rechtsaußen und Christian Gytkjaer als Sturmpartner von Ivica Olic fehlte die Abstimmung. Individuell gab’s jedoch einige Lichtblicke. Allen voran Amilton. Der Brasilianer ist nicht nur pfeilschnell, sondern auch trickreich, wie die Bielefelder nach ihrem frühen Führungstor zu spüren bekamen.

Klos hatte nach Uduokhais unzureichendem Abwehrversuch trocken mit links eingenetzt (13.), und die Feiermusik im Stadion war kaum abgeklungen, als Amilton an der Mittellinie zum Solo ansetzte, um genau im richtigen Moment auf Lacazette abzulegen. Der Franzose leitete an der Strafraumkante direkt zu Gytkjaer weiter und der dänische Torjäger machte alles richtig, beförderte den Ball gegen die Laufrichtung von Keeper Hesl ins rechte Eck - 1:1 (14.), Prädikat wertvoll.

Löwen verlieren auf der Alm: Ein Zweier, zwei Vierer

Abwehrleistung lässt zu wünschen übrig

Die Defensivleistung: Prädikat ausbaufähig. Als 1860 die Partie einigermaßen im Griff hatte (ausgenommen der desolate Ersatzkapitän Daniel Adlung), traf Bielefeld zur erneuten Führung. Und wie schon vor dem 1:1 ging wieder ein Freistoß voraus. Die Löwen bekamen das Spielgerät nicht aus der Gefahrenzone, von Yabo flipperte die Kugel Klos vor die Füße - erneut ein humorloser Abschluss, dieses mal mit rechts: 2:1 (38.).

Mit Elan aus der Halbzeitpause? Darauf hofften die Löwenfans vergeblich. „Steeeefan Aigner“ hallte es aus dem Block. Und: „Wir sind der Verein“. Auf dem Platz tat sich wenig. Das Bemühen konnte man den Löwen nicht absprechen, wohl aber die Präzision. Auch mit Fürth-Torschütze Liendl für Adlung (57.) und Claasen für Olic (65.) fehlten Sechzig die Mittel, um die konsequent verteidigenden Bielefelder vor ernsthafte Probleme zu stellen. 

Als letzten Joker zog Pereira wie in der vergangenen Woche Ribamar (77., für Lacazette). Mehr Durchschlagskraft brachte allerdings auch der Brasilianer nicht. Liendls harmloser Freistoß nach drei Nachspielminuten war der Schlusspunkt. Am Mittwoch geht’s in Lotte um den Einzug ins Pokal-Viertelfinale, am Samstag kommt der Karlsruher SC mit Sportchef Oliver Kreuzer in die Arena.

ffu, lk

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