Qual der Wahl in der Abwehr

Von Ahlen erwartet "den Holzmichl" in Aue

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Steht vor seinem ersten Spiel als Cheftrainer der Münchner Löwen: Markus von Ahlen.

München - Zwei Wochen hatte Markus von Ahlen während der Länderspielpause Zeit, um der Mannschaft seine Spielphilosophie zu vermitteln. Er sei "gespannt, wie diese Dinge in Aue greifen."

Am Sonntag um 13.30 Uhr treffen die Münchner Löwen auf Erzgebirge Aue. Cheftrainer Markus von Ahlen erwartet "im Erzgebirge den Holzmichl, einen Gegner, der sich in ein Spiel reinbeißen kann. Dazu herrscht in Aue eine typische Zweitliga-Atmosphäre." Der Mannschaft attestiert er zudem eine deutliche spielerische Steigerung unter dem neuen Trainer Tomislav Stipić, der vor rund einem Monat das Traineramt vom glücklosen Falko Götz übernommen hat.

Neben dem Einstudieren spielerischerer Akzente, laut von Ahlen "lag der Schwerpunkt auf dem Spiel gegen den Ball", wurde vor allem an  der Mannschafts-Chemie gefeilt. So wurden gewisse Grundwerte in Bezug auf den Umgang untereinander vereinbart und festgelegt. Zusätzlich sei "entscheidend, wie sich die Spieler verhalten, die im Augenblick mit ihrer Situation nicht zufrieden sind, weil sie nicht zum Einsatz kommen oder nicht im Kader stehen." Ein deutlicher Fingerzeig in Richtung etwaiger unzufriedener Spieler. "Es geht einzig um den Erfolg - und der geht nur zusammen", lautet von Ahlens Parole für die kommenden Spiele.

Bedia fällt wohl aus - Rodri sicher nicht dabei

Verzichten muss der Cheftrainer bei der schwierigen Auswärtsaufgabe im Erzgebirge voraussichtlich auf Edu Bedia, der die gesamte Woche aufgrund von Leistenproblemen nur individuell trainieren konnte. Beim Spanier müsse man "je nach Schmerzempfinden schauen". Sicher hingegen werden die beiden Angreifer Rodri und Stephan Hain fehlen. Rodri laboriert an einer schmerzhaften Prellung am Sprunggelenk und wird erst kommende Woche wieder voll ins Training einsteigen.

Bei Stephan Hain ist nach seiner erneuten Knieoperation an Training erst mal nicht zu denken. "Wir werden ihm keinen Druck machen, ihm die Zeit geben, die er nach so einer so langen Leidenszeit braucht", so von Ahlen. Zusätzlich werden Marius Wolf und Sebastian Hertner in der Zweiten Mannschaft zum Einsatz kommen.

Schwere Entscheidung in der Innenverteidigung - neue Chance für Claasen?

Eine neue Einsatzchance könnte Daylon Claasen erhalten, der im Training und im Testspiel gegen den FC Ingolstadt überzeugen konnte. „Er hat zuletzt nachhaltig gute Leistungen gezeigt, einen Schritt nach vorne gemacht. Daylon ist mit Ball nur schwer zu packen, sehr dynamisch und schnell", so von Ahlen auf tsv1860.de über die Vorzüge des Südafrikaners.

Auf den beiden Innenverteidigerpositionen besitzt von Ahlen mehrere Optionen. Neben dem gesetzten Kapitän Christopher Schindler kämpfen Gary Kagelmacher und Kai Bülow um den verbleibenden Platz. "Kai hat gegen Fürth ein gutes Spiel gemacht, in dem wir zu Null gespielt haben", meint von Ahlen. In Aalen konnte dann der Uruguayer Kagelmacher trotz 0:2-Niederlage punkten. "Gary hatte ausgezeichnete Zweikampfwerte. Auf dieser Position habe ich die Qual der Wahl." Der ehemalige Kapitän Gui Vallori muss sich hingegen weiterhin mit dem Status als Innenverteidiger Nummer vier begnügen.

Die Marschrichtung in Aue formuliert von Ahlen nach seiner langfristigen Beförderung zum Chefcoach wie folgt: "Wir müssen den Kampf und die Atmosphäre in Aue annehmen und versuchen, spielerische Akzente zu setzen. Unsere Philosophie bleibt, die Dinge fußballerisch zu lösen." Das nötige Quäntchen zum Erfolg "müssen wir uns aber hart erarbeiten!"

ep

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