Schlüsselspiel gegen Düsseldorf

TSV 1860 stärkt seinen Teamgeist mit Schneeschippen

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Am Freitag durften die Löwen-Profis erst einmal kräftig Schnee schippen.

München - So solidarisch wie beim Schneeschippen auf dem Trainingsplatz, will Möhlmann seine Mannschaft gegen Düsseldorf sehen. Ein Vorbericht auf das TSV-1860-Spiel. 

Schon am frühen Freitagmorgen war die Geschäftsstelle des TSV 1860 mit solidarischem Beispiel vorangegangen. Da der Trainingsplatz am Freitag von einer geschlossenen Schneedecke bedeckt war, griffen zwanzig Mitarbeiter – von der Pressesprecherin bis zum Stadionmanager – tatkräftig zur Schaufel. Noch am Vortag hatten sich die Spieler wegen des Wintereinbruchs auf Übungen in den Kraftraum beschränken müssen, dank des gemeinsamen Kraftaktes aber war das Geheimtraining gerettet. 1860-Trainer Benno Möhlmann sah in der Aktion, dem Ramadama à la 1860, ein deutliches Zeichen für interne Geschlossenheit: „Die Löwen-Familie ist intakt, wir halten eng zusammen“, sagte er vor dem Heimspiel gegen Düsseldorf (Sa. 13 Uhr).

Unentschieden gegen Bochum war „ein positiver Schritt“

Erste Ansätze für verbessertes Miteinander seiner Spieler bemerkte Möhlmann bereits beim 1:1 gegen Bochum. „Das war ein positiver Schritt.“ Zum Auftakt der Englischen Woche, dem die Partien in Kaiserslautern (Dienstag) und gegen Sandhausen (Freitag) folgen, setzt der Coach im Kellerduell (erwartet werden 17.000 Zuschauer) auf verstärkten Aufwärtstrend: „Es geht einfach darum, dass wir gewinnen.“ Wäre höchste Zeit, schließlich liegt der letzte Sieg der Münchner (2:0 gegen St. Pauli) rund drei Monate zurück. Nicht umsonst sagt Möhlmann: „Wollen uns beweisen, dass wir gewinnen können.“

Vorläufig im Abstiegskampf verzichten müssen die Löwen auf Daniel Adlung, der am Montag operiert wird. Für ihn könnte Maximilian Beister ins Team rücken. Weiter fehlen wird Neuzugang Goran Sukalo. „Er wird erst ins Mannschaftstraining einsteigen, wenn er hundertprozentig belastbar ist“, meinte Möhlmann. Wann das sein werde? „Ich habe jetzt keine Lust mehr zu sagen, der Goran fängt morgen oder übermorgen wieder an“, erklärte der Coach, „ich bin da vorsichtig geworden.“

Möhlmann: „Die Fortuna hat sich verbessert, seit Marco da ist“

Während die Löwen noch auf den großen Aufschwung warten, scheint er bei Düsseldorf bereits eingesetzt zu haben. Unter der Regie des neuen Trainers Marco Kurz, einst Spieler und Coach bei 1860, punkteten die Rheinländer sogar gegen die Spitzenteams SC Freiburg (2:1) und 1. FC Nürnberg (1:1). „Die Fortuna hat sich verbessert, seit Marco da ist“, belobigte Möhlmann, „die Mannschaft ist defensiv aggressiver, energischer, kompakter, sie attackiert auch mutig.“ Ungefähr so stellt sich Möhlmann seine Elf vor: „Wir müssen den Willen und die Bereitschaft aufbringen, läuferisch und kämpferisch alles rauszuhauen. Wir müssen als Mannschaft überzeugen.“ So wie am Freitag die Schneeschipper von der Geschäftsstelle.

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