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Starker Andrang am Samstag

Adventssingen im Grünwalder Stadion: Schmähgesänge werden erst beim Rausgehen angestimmt 

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Vorweihnachtlicher Frieden: Ultras und Familien mit Kindern kamen zum feierlichen Adventssingen.

Wo sonst die Emotionen schnell brodeln oder polternd gefeiert wird, wenn der Angriff Erfolg hat, ging es jetzt besinnlich zu. Im Grünwalder Stadion trafen sich Vereinsvertreter und Fans des TSV 1860 München zum Adventssingen.

München - Lange Schlangen vor dem Stadioneingang – der Anpfiff verschob sich daher um mehrere Minuten . . . Oft gehört, die Spielberichte über die Fußball-Bundesliga, die so beginnen. Nicht so oft dagegen kommt es vor, dass der Start einer Mitmachveranstaltung um eine halbe Stunde verschoben wird, weil die Menschen, Sympathisanten eines Drittligisten, noch um 18 Uhr in Scharen ins Grünwalder Stadion drängten. Das 7. Adventssingen des TSV 1860 am Samstagabend zog noch nie so viele Mitsänger an: Westkurven-Ultras ebenso wie Familien mit Kindern.

Selbst Profi-Chefcoach Michael Köllner, obwohl mit der Spielvorbereitung auf das Haching-Derby beschäftigt, schaute mit seinem Co-Trainer vorbei und schmetterte mit bei Klassikern wie „Stille Nacht“ oder „Jingle Bells“ – und bei weißblauen Klassikern wie dem „Sechzger-Marsch“ und „Löwenmut“.

Adventssingen im Grünwalder Stadion: Schießler unterhält Partyvolk mit Anekdoten

Moderiert wurde das trendige „Graswurzel“-Event von Pfarrer Rainer Maria Schießler und seinem evangelischen Pendant Rolf Wohlfahrt. Der war als Niedersachse neu im Giesinger Kosmos – und sichtlich angetan von den vielen Menschen, die mit blauen Nikolausmützen, Liedblättern und lichtspendenden Kerzlein die Gegentribüne (alias Stehhalle) füllten. Untermalt wurde die stimmungsvolle Veranstaltung wie gewohnt vom Posaunenchor Veitsbronn. Daneben hatte sich der „Bud Spenzer Heart Chor“ formiert, der passenderweise 60 Mitglieder zählt.

Video: So reagierten die Fans nach Mobbing-Vorwürfen bei 1860 München im Fall Bierofka

Wer war der beste Sechzig-Spieler in Unterhaching? Stimmen Sie ab

Zur Halbzeitpause im offiziell zwei Mal 45 Minuten dauernden Programm (28 Lieder) wurde ein Rekord vermeldet. Roman Beer, Abteilungsleiter Fußball beim veranstaltenden TSV, bedankte sich bei 1860 Zuschauern und schmunzelte, als Einheizerin Ulla Hoppen mit ihrer Reibeisenstimme korrigierend eingriff: „Ich denke, es sind sogar einige mehr da, aber 1860 ist einfach eine schöne Zahl.“ Der bekennende 60-Fan Schießler unterhielt das Partyvolk mit Anekdoten und wandte sich direkt an den Löwen-Coach, als er flehte: „Herr Köllner, ich werde nächstes Jahr 60. Bitte erlösen Sie mich, dass ich nicht jedes Jahr am Saisonende so leiden muss.“

Zum Schluss, als die Glühweinvorräte geleert waren, sprach Protestant Wohlfahrt noch einen Segen. Danach wurde der Evergreen „You’ll never walk alone“ gesungen, ehe es beim Rausgehen wieder weltlicher wurde. Licht an, hartgesottene Sechzger stimmten Schmählieder auf den zeitgleich verlierenden FC Bayern an – und auf Investor Hasan Ismaik („Sch… auf den Scheich“). Ende des vorweihnachtlichen Friedens.

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