Trainerwechsel bei 1860 am Montag?

Das war's wohl für von Ahlen

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Markus von Ahlen (l.) drückt Daniel Adlung nach dem Spiel.

München - Zum siebten Mal in Folge sind die Löwen ohne Sieg geblieben. Das war's dann wohl für Trainer Markus von Ahlen. Von Gerhard Poschner gab es keine Aussage pro Trainer.

Das war’s dann wohl für Markus von Ahlen. Seine Tage als Trainer beim TSV 1860 dürften gezählt sein. Das 1:1 (1:0) bei Darmstadt 98 war das siebte Spiel der Löwen in Folge ohne Dreier, und da es vor dem Spiel schon hieß, dass von Ahlen gehen müsse, egal wie die Partie ausgeht, werden die Löwen vielleicht schon am Montag den dritten Trainer in dieser Saison präsentieren. Zumal sich die Lage auch nach dem Punktgewinn beim Aufstiegsaspiranten nur minimal verbessert hat. Die Löwen stecken mitten im Abstiegskampf und könnten am Montag vom FC St. Pauli durch einen Sieg wieder vom Relegationsplatz verdrängt werden.

Sportchef Gerhard ­Poschner wollte noch keine Aussage bezüglich etwaiger Konsequenzen machen. „Es gibt keine Entscheidung aufgrund eines Ergebnisses oder aus dem Bauch heraus“, sagte er, „nach so einem Spiel bin ich erst mal geplättet. Und wir sind nur enttäuscht, dass wir nicht gewonnen haben. Denn die Mannschaft hat hier gefightet. Fußball konntest du auf diesem Platz sowieso nicht spielen.“ Eine Aussage pro von Ahlen war allerdings nicht dabei.

Die Enttäuschung bei den Löwen war deshalb so groß, weil Rubin Okotie die große Chance zur 2:0-Führung vergeben hatte. Nach einem Foul des Ex-Löwen Yannick Stark an Moritz Volz im Strafraum schoss der österreichische Torjäger den fälligen Elfer so schwach, dass Torhüter Mathenia den Ball lässig halten könnte. Das 1:0 hatte zuvor in der 26. Minute Neuzugang Jannik Bandowski in seinem allerersten Spiel für 1860 erzielt. Nach schöner Vorlage von Vallori ließ der Ex-Dortmunder Balogun stehen und traf eiskalt mit links ins kurze Eck. Aber ausgerechnet Balgun sorgte dann sieben Minuten vor Schluss auch für den Darmstädter Ausgleich.

Dennoch sprach von Ahlen von einer „unheimlich leidenschaftlichen und disziplinierten Leistung meiner Mannschaft. Mein Kollege Dirk Schuster hat mir nach dem Schlusspfiff ja auch gesagt, dass der Punktgewinn für seine Mannschaft glücklich gewesen sei. Und wenn uns hier das 2:0 durch Okoties Elfer gelungen wäre, dann wären wir auch als Sieger vom Platz gegangen.“ Was von Ahlen allerdings nicht als Vorwurf gegen Okoties Lässigkeit im Raum stehen lassen wollte: „Rubin übernimmt beim Strafstoß die Verantwortung und das ist gut.“ Ansonsten machte der Trainer noch ein bisschen Werbung in eigener Sache, indem er feststellte: „Die Mannschaft hat gezeigt, dass wir ein intaktes Verhältnis haben.“ Ob es ihm noch was hilft?

Daniel Adlung sah das Ganze auch relativ positiv: „Der Punkt hilft uns auf alle Fälle. Darmstadt hat neunzig Minuten lang keinen Weg gegen uns gefunden. Wir haben nix zugelassen.“ Na ja. Bis auf das Tor und einen Kopfball an den Pfosten kurz vor Schluss. So gesehen war dann sogar ein bisschen Glück dabei.

tz, fl

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