Sieg – sonst neue Löwen-Blamage!

Willi Bierofkas uralter 1860-Rekord steht auf dem Spiel

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Foto links: Trainer Max Merkel (hinten) und Willi ­Bierofka (vorne links). Foto rechts: Willi Bierofka kann damit leben, wenn der Makel bestehen bleibt.

München - Es ist ein Uralt-Rekord, auf den man beim TSV 1860 alles andere als stolz ist. Jetzt droht er zu fallen. Willi Bierofka, einer der Protagonisten von damals, erinnert sich.

Vor 41 Jahren, in der Saison 74/75, legten die Löwen den bisher schlechtesten blauen Zweitliga-Start aller Zeiten hin. Einen kümmerlichen Punkt hatten sie nach fünf Spieltagen auf dem Konto, einen weniger als die heutigen Löwen zum gleichen Zeitpunkt. Jetzt aber ist der „Rekord“ in Gefahr. Denn wenn die Fröhling-Truppe am Sonntag in Düsseldorf nicht gewinnt, dann hat sie den schlechtesten Saisonstart aller Zeiten hingelegt. Die 74er-Löwen gewannen nämlich am 6. Spieltag mit 1:0 gegen Heilbronn. Damals mit dabei als linker Verteidiger: Willi Bierofka, der Vater des jetzigen U21-Trainers Daniel Bierofka. Er erinnert sich an damals: „Max Merkel war im Sommer als Trainer zum TSV 1860 zurückgekehrt, und er hat uns in der Vorbereitung so brutal rangenommen, dass wir in den ersten Spielen noch total kaputt waren. Unter anderem mussten wir immer wieder im höchsten Tempo 400-m-Läufe mit zwei Medizinbällen unter den Armen machen.“

Ein Punkt nach fünf Spielen, wie groß war die Angst vor dem Abstieg, auch bei Merkel? Bierofka: „Die hatten wir nicht. Merkel war sowieso immer grantig, egal wie es lief, und wir Spieler wussten, dass wir aufgrund von Merkels Vorbereitung bald so viel Kraft haben würden wie keine andere Mannschaft in der Liga. Nur die Zuschauer wussten es nicht. Als einer nach der 1:3-Niederlage gegen Mainz Merkel mit den Worten „Habt ihr es endlich geschafft, den Verein zu ruinieren?!“ anging, packte sich der Trainer den Schreihals und verpasste ihm einen Tritt in den Hintern. Aber auch bei den Spielern lagen die Nerven blank. Nachdem Schorsch Metzger, heute eine Löwen-Legende, gefoult worden war, zog er dem Schiedsrichter die Gelbe Karte aus der Brusttasche, um sie dem Mainzer Gegenspieler zu zeigen. Die Konsequenz: Metzger sah die Rote Karte…

Am Ende der Saison belegten die Löwen Rang fünf, und Bierofka glaubt, dass sich auch dieses Mal alles zum Guten wenden wird: „Die Mannschaft wird kommen, sie hat ja schon Top-Fußball gezeigt, sie ist stabil. und wird jetzt dann Siege einfahren. Vor einem Jahr hatte ich mehr Angst. Da hatten wir zwar mehr Punkte, aber es wurde schlecht gespielt, und es war keine Mannschaft.“

Und auf eins ist der 62-Jährige wirklich nicht scharf: Den Makel zu verlieren, dem am schlechtesten in eine Zweitliga-Saison gestarteten Löwen-Team anzugehören: „Die sollen in Düsseldorf gewinnen – ich kann damit leben.“

tz

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