Vor dem Highlight-Match in der Dritten Liga

Ex-Münchner Yannick Stark empfängt mit Dresden die Löwen: „Gegen 1860 wird‘s hart“

Ex-Löwe Yannick Stark (l., mit Bobby Wood und Marin Tomasov) spielt mittlerweile in Dresden.
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Ex-Löwe Yannick Stark (l., mit Bobby Wood und Marin Tomasov) spielt mittlerweile in Dresden.

Beim TSV 1860 wurde er nicht glücklich, nach Comebacks in Darmstadt und beim FSV Frankfurt ist Yannick Stark nun in Dresden gelandet. Am Sonntag geht es gegen die Löwen.

Herr Stark, was kommt Ihnen in den Sinn, wenn Sie an 1860 denken?

Stark: Nach wie vor ein geiler Verein, bei dem ich auch gute Zeiten erleben durfte und echte Freunde gefunden habe. Vitus Eicher, Markus Schwabl – da ist der Kontakt immer noch ganz eng.

Was hätten Sie im Rückblick lieber anders gemacht?

Yannick Stark über seine 1860-Zeit: „Der große Cut war damals nicht nötig“

Stark: Schwer zu sagen. Es hat ja gut angefangen damals, die erste Saison war solide. Und dann kam der große Cut (unter Sportchef Poschner, d. Red.), der meiner Meinung nach nicht nötig war. Als im Winter dann noch Tony Annan für meine Position geholt wurde, da war mir klar, dass nicht mehr auf mich gesetzt wird. Das war’s.

Sie haben in München vier Trainer erlebt: Alexander Schmidt, Markus von Ahlen, Friedhelm Funkel und Ricardo Moniz. Ein Satz zu jedem?

Stark: Alex ist ein sehr guter Trainer und Typ. Schade, dass er ohne Not entlassen wurde. Zu Markus von Ahlen kann ich nicht viel sagen: akribischer Arbeiter. Friedhelm Funkel hat mit seiner Art und Erfahrung eigentlich super zu 1860 gepasst, aber auch bei ihm hatte man keine Geduld. Dass er erfolgreich sein kann, hat er danach in Düsseldorf bewiesen. Und Ricardo Moniz, das war ein Fußballverrückter, der groß gedacht hat. Das war die härteste Sommer-Vorbereitung meines Lebens.

Nach dem Weggang in der Winterpause 2015/16 kamen Sie vom Regen in die Traufe.

Stark: In Darmstadt hat alles funktioniert, die Mannschaft ist in die Bundesliga durchmarschiert, für mich war es schwer, sportlich Fuß zu fassen. Auch danach in der Bundesliga.

Yannick Stark: Abstieg aus der Dritten Liga statt Bundesliga mit Darmstadt

Statt den Traum zu leben, stiegen Sie als Leihspieler mit dem FSV Frankfurt aus der Dritten Liga ab.

Stark: Nicht das schönste Kapitel, trotzdem hab ich beim FSV wieder zur Wettkampfhärte gefunden.

Welche Rolle spielte Ihr Privatcoach Nunzio Esposito (arbeitet auch mit Nationalspieler Ridle Baku, d. Red.), den Sie 2017 engagierten?

Stark: Er hat mir enorm geholfen, nicht nur, was die Fitness angeht. Das ist das Rundum-Paket aus Körper und Kopf, die Umdeutung des Negativen in ein Geschenk, wie er es nennt. Ein Glücksfall für mich.

Trotzdem waren Sie im Sommer einer der Härtefälle in Darmstadt. Aus Corona-Spargründen wurde Ihr Vertrag nicht verlängert.

Stark: Das war im ersten Moment schon ein Schlag, aber ich hab mich nicht entmutigen lassen. Als die Anfrage aus Dresden kam, musste ich nicht lang überlegen. Der Verein ist gut aufgestellt, hat Tradition – ich wusste, das kann eine unvergessliche Zeit werden.

Yannick Stark: „1860 ist ein unangenehmes Team, die stehen zu Recht da oben“

Nach drei Niederlagen aus den jüngsten vier Spielen ist die Stimmung im Umfeld angespannt…

Stark: Wir sind auch unzufrieden, aber weit weg von Panik. So ein Umbruch dauert. Trotzdem müssen wir jetzt endlich mehr Konstanz reinbringen.

Mit 1860 kommt am Sonntag eine der punktbesten Auswärtsmannschaften. Was erwarten Sie für ein Spiel?

Stark: 1860 ist ein unangenehmes Team, die stehen zu Recht da oben. Das wird eine verdammt harte Aufgabe.

Trauen Sie den Löwen den Aufstieg zu?

Stark: Absolut! Sie waren im Sommer schon nah dran und haben sich jetzt noch mal verstärkt. Es würde mich wundern, wenn sie nicht bis zum Schluss vorne mit dabei bleiben. - Ludwig Krammer

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