Kosovo holte Quali-Punkt gegen Finnland

Neu-Löwe Perdedaj: "Wir sind alle Helden"

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Fanol Perdedaj (re.) im Duell mit dem Finnen Joel Pohjanpalo.

München - Mit der kosovarischen Nationalmannschaft gelang Fanol Perdedaj etwas Historisches: Im ersten Pflichtspiel der Mannschaft holten sie gleich einen Punkt. Sein Fazit: "Wir sind alle Helden."

Löwen als Helden – da musste man in den vergangenen Jahren oft lange suchen. Kai Bülow war sicherlich einer, nachdem er im Relegationsspiel gegen Holstein Kiel in der Nachspielzeit den Klassenerhalt gesichert hatte. Aber sonst? Aufstiegshelden gibt’s schon lange nicht mehr, Titelhelden auch nicht.

Jetzt aber ist einer da, der selbst dieses heroische Wort in den Mund nahm: Fanol Perdedaj. „Wir sind alle Helden“, sagte er am Mittwoch nach der Rückkehr von der kosovarischen Nationalmannschaft, die in ihrem allerersten Pflichtspiel, WM-Quali gegen Finnland, beim 1:1 in Helsinki auch gleich den ersten Punkt mitgenommen hat.

„Für uns alle ist ein Traum in Erfüllung gegangen“, schwärmte der 25-jährige Defensivspieler, „unser Land hat ja auch lange auf diesen Tag gewartet. Wir sind sehr, sehr stolz.“ Dass sie das auch zu Recht sein können, bekräftigte hinterher noch mal Staatspräsident Hashim Thaci, der in der Kabine jeden Spieler beglückwünschte. Erst vor vier Monaten, am 13. Mai, wurde der kosovarische Fußballverband (FFK) als 210. Mitglied in die Fifa aufgenommen, damit war die Bahn frei für die Teilnahme an der WM-Qualifikation.

Und fast hätte Perdedaj dafür gesorgt, dass man die Premiere sogar mit einem Sieg hätte feiern dürfen. „Ich hatte das 2:1 auf dem Fuß“, erzählte er, „aber der finnische Torwart hat den Ball mit einer Superparade abgewehrt.“ Egal. Das gesamte kosovarische Volk war trotzdem happy. Perdedaj: „Man kann davon ausgehen, dass an diesem Abend die Leute im Kosovo alle vor den Fernsehern saßen.“ Und im Stadion von Helsinki waren auch genug. „Meine Landsleute sind ja in ganz Europa verteilt und haben uns super unterstützt. Sogar aus New York sollen welche angereist sein.“

Bilder: Die Trainer des TSV 1860 seit 1992

Werner Lorant übernahm die Löwen am 01.07.1992 in der Bayernliga.
Werner Lorant übernahm die Löwen am 01.07.1992 in der Bayernliga. Bei ihm starten wir unseren Rückblick.  © dpa
Da geht&#39s lang: Werner "Beinhart" führte die Löwen 1994 in die Bundesliga und 2000 in die Champions-League-Qualifikation. Dort scheiterte man allerdings an Leeds United (1:2, 0:1).
Da geht's lang: Werner "Beinhart" führte die Löwen 1994 in die Bundesliga und 2000 in die Champions-League-Qualifikation. Dort scheiterte man allerdings an Leeds United (1:2, 0:1). © dpa
Nach einer 1:5-Niederlage gegen den FC Bayern wurde er am 17.10.2001 etwas überraschend entlassen.
Nach einer 1:5-Niederlage gegen den FC Bayern wurde er am 17.10.2001 etwas überraschend entlassen. © dpa
Nachfolger wurde sein bisheriger Assistent und Aufstiegsheld von 1993, Peter Pacult.
Nachfolger wurde sein bisheriger Assistent und Aufstiegsheld von 1993, Peter Pacult. © dpa/d paweb
Der Österreicher sorgte für Wirbel (Degradierung Thomas Häßlers) aber nicht für den erhofften Erfolg. Die Stagnation bedeutete die Entlassung am 12.03.2003.
Der Österreicher sorgte für Wirbel (Degradierung Thomas Häßlers) aber nicht für den erhofften Erfolg. Die Stagnation bedeutete die Entlassung am 12.03.2003. © dpa/dpaweb
Nachfolger von Pacult wurde der schöne Falko Götz. Doch so jubeln wie hier sah man ihn nicht oft - im Gegenteil. Der als Erfolgstrainer geholte Götz sorgte nicht für Auf-, sondern für Abschwung. 1860 stürzte ab in die Abstiegsregion.
Nachfolger von Pacult wurde der schöne Falko Götz. Doch so jubeln wie hier sah man ihn nicht oft - im Gegenteil. Der als Erfolgstrainer geholte Götz sorgte nicht für Auf-, sondern für Abschwung. 1860 stürzte ab in die Abstiegsregion. © dpa/dpaweb
Nach etwas mehr als einem Jahr musste er seinen Hut nehmen. Am 17.04.2004 wurde er ohne vom Vorstand informiert zu werden nach der 1:2-Pleite gegen den Hamburger SV entlassen.
Nach etwas mehr als einem Jahr musste er seinen Hut nehmen. Am 17.04.2004 wurde er ohne vom Vorstand informiert zu werden nach der 1:2-Pleite gegen den Hamburger SV entlassen. © dpa/dpaweb
Das kürzeste Intermezzo auf der Löwenbank hatte Gerald Vanenburg. Er löste Götz ab, blieb nur bis zum Saison-Ende im Mai 2004 und konnte den Abstieg nicht verhindern. Sieglos verließ er die Grünwalder Straße nach knapp einem Monat wieder.
Das kürzeste Intermezzo auf der Löwenbank hatte Gerald Vanenburg. Er löste Götz ab, blieb nur bis zum Saison-Ende im Mai 2004 und konnte den Abstieg nicht verhindern. Sieglos verließ er die Grünwalder Straße nach knapp einem Monat wieder. © dpa/dpaweb
Ins erste Zweitliga-Jahr 2004/2005 startete man mit Rudi Bommer. Dieser hatte zuvor Wacker Burghausen in die 2. Liga und dort zweimal zum Klassenerhalt geführt.
Ins erste Zweitliga-Jahr 2004/2005 startete man mit Rudi Bommer. Dieser hatte zuvor Wacker Burghausen in die 2. Liga und dort zweimal zum Klassenerhalt geführt. © dpa/dpaweb
Erfolg hatte er kaum. Nach einem 1:5 in Aachen und Platz 8 in der Liga wurde er schon nach 15 Spieltagen entlassen (05.12.2004).
Erfolg hatte er kaum. Nach einem 1:5 in Aachen und Platz 8 in der Liga wurde er schon nach 15 Spieltagen entlassen (05.12.2004). © dpa/dpaweb
Nachfolger wurde der bisherige Trainer der zweiten Mannschaft, Reiner Maurer. In einer tollen Aufholjagd führte er den TSV zeitweise auf einen Aufstiegsplatz, der Aufstieg misslang aber am letzten Spieltag.
Nachfolger wurde der bisherige Trainer der zweiten Mannschaft, Reiner Maurer. In einer tollen Aufholjagd führte er den TSV zeitweise auf einen Aufstiegsplatz, der Aufstieg misslang aber am letzten Spieltag. © dpa/dpaweb
Nach einer durchwachsenen Hinserie und einem blamablen 0:0 zum Rückrunde-Auftakt gegen Ahlen in der Allianz Arena wurde er am 23.01.2006 gefeuert.
Nach einer durchwachsenen Hinserie und einem blamablen 0:0 zum Rückrunde-Auftakt gegen Ahlen in der Allianz Arena wurde er am 23.01.2006 gefeuert. © dpa/dpaweb
Der komplette Umbruch folgte prompt. Präsident Karl Auer (m) präsentierte gemeinsam mit Neu-Manager Stefan Reuter (r.) den neuen Trainer Walter Schachner (l), der kurz zuvor beim  Grazer AK beurlaubt wurde.
Der komplette Umbruch folgte prompt. Präsident Karl Auer (m) präsentierte gemeinsam mit Neu-Manager Stefan Reuter (r.) den neuen Trainer Walter Schachner (l), der kurz zuvor beim  Grazer AK beurlaubt wurde. © dpa/dpaweb
Schachner konnte 2006 mit den Löwen erst in letzter Minute den Abstieg verhindern. Der Österreicher war stets umstritten. Auch Erfolge blieben aus. Er sollte zum Saison-Ende gehen, doch eine 0:3-Pleite gegen Augsburg beschleunigte das Ganze: Entlassung schon am 18.03.2007.
Schachner konnte 2006 mit den Löwen erst in letzter Minute den Abstieg verhindern. Der Österreicher war stets umstritten. Auch Erfolge blieben aus. Er sollte zum Saison-Ende gehen, doch eine 0:3-Pleite gegen Augsburg beschleunigte das Ganze: Entlassung schon am 18.03.2007. © dpa
Mit Marco Kurz schien alles besser zu werden. Vom Amateur-Löwen-Trainer zum Chef, mit offenen Armen empfangen und anfänglich guten Resultaten überzeugte er die Löwenfamilie sehr schnell.
Mit Marco Kurz schien alles besser zu werden. Vom Amateur-Löwen-Trainer zum Chef, mit offenen Armen empfangen und anfänglich guten Resultaten überzeugte er die Löwenfamilie sehr schnell. © dpa
Zeitweise rangierten die Löwen sieben Spieltage auf Platz 1. Doch ab dem Jahr 2008 lief es nicht mehr rund. Niederlagen in Serie, Heimschwäche, beschämende Auftritte: Die Entlassung folgte am 24.02.2009.
Zeitweise rangierten die Löwen sieben Spieltage auf Platz 1. Doch ab dem Jahr 2008 lief es nicht mehr rund. Niederlagen in Serie, Heimschwäche, beschämende Auftritte: Die Entlassung folgte am 24.02.2009. © dpa
Sein Co-Trainer Uwe Wolf, der auch schon die U23 der Löwen trainierte, war nun Trainer. Großen Worten ließ er zwei Siege (5:1 gegen St. Pauli, 3:2 in Ingolstadt) zum Auftakt folgen. Mit aller Macht wollte er der neue Chef beim TSV 1860 werden. Doch danach stolperten die Löwen zurück in die alte Lethargie...
Sein Co-Trainer Uwe Wolf, der auch schon die U23 der Löwen trainierte, war nun Trainer. Großen Worten ließ er zwei Siege (5:1 gegen St. Pauli, 3:2 in Ingolstadt) zum Auftakt folgen. Mit aller Macht wollte er der neue Chef beim TSV 1860 werden. Doch danach stolperten die Löwen zurück in die alte Lethargie... © dpa
Am 13.05.2009 musste er zwei Spieltage vor Schluss nach einem blamablen 0:0 beim feststehenden Absteiger SV Wehen seine Koffer packen. Mit gewohnt deutlichen Worten verabschiedete er sich und gönnte sich noch eine Brotzeit im Löwenstüberl.
Am 13.05.2009 musste er zwei Spieltage vor Schluss nach einem blamablen 0:0 beim feststehenden Absteiger SV Wehen seine Koffer packen. Mit gewohnt deutlichen Worten verabschiedete er sich und gönnte sich noch eine Brotzeit im Löwenstüberl. © Florian Weiß
Nun war es an Ewald Lienen, die Löwen vor dem Super-GAU zu retten.
Nun war es an Ewald Lienen, die Löwen vor dem Super-GAU zu retten. © sampics / Christina Pahnke
Doch nach knapp einem Jahr war auch Lienen wieder weg - aus freien Stücken. Der Coach erlag einem lukrativen Lockruf von Olympiakos Piräus und wechselte im Juni 2010 nach Griechenland.
Doch nach knapp einem Jahr war auch Lienen wieder weg - aus freien Stücken. Der Coach erlag einem lukrativen Lockruf von Olympiakos Piräus und wechselte im Juni 2010 nach Griechenland. © sampics
Einer seiner Vorgänger wurde sein Nachfolger: Reiner Maurer .
Einer seiner Vorgänger wurde sein Nachfolger: Reiner Maurer . © dpa
Maurers zweite Amtszeit bei den Löwen dauerte von 1. Juli 2010 bis 17. November 2012. Sein Nachfolger wurde U23-Trainer Alexander Schmidt.
Maurers zweite Amtszeit bei den Löwen dauerte von 1. Juli 2010 bis 17. November 2012. Sein Nachfolger wurde U23-Trainer Alexander Schmidt. © dpa
Doch auch Schmidt hat den Löwen nicht den nötigen Aufschwung geben können. Er wurde am 31.8.2013 gefeuert. Ihn löste "Aufstiegsmonster" Friedhelm Funkel ab.
Doch auch Schmidt hat den Löwen nicht den nötigen Aufschwung geben können. Er wurde am 31.8.2013 gefeuert. Ihn löste "Aufstiegsmonster" Friedhelm Funkel ab. © sampics / Stefan Matzke
Friedhelm Funkel hinterließ allerdings auch keinen bleibenden Eindruck. Am Saisonende 2014 wäre er eh gegangen, die Trennung erfolgte aber schon am 6. April. 
Friedhelm Funkel hinterließ allerdings auch keinen bleibenden Eindruck. Am Saisonende 2014 wäre er eh gegangen, die Trennung erfolgte aber schon am 6. April.  © MIS
Als Interimslösung wurde U23-Trainer Markus von Ahlen präsentiert, der die Profis bis zum Saisonende betreute. Danach rückte er auf die Position des Co-Trainers.
Als Interimslösung wurde U23-Trainer Markus von Ahlen präsentiert, der die Profis bis zum Saisonende betreute. Danach rückte er auf die Position des Co-Trainers. © dpa
Der neue Cheftrainer zur Saison 2014/2015 hieß Ricardo Moniz (l., mit Geschäftsführer Gerhard Poschner). Mit Sätzen wie "Wir werden Meister" und "Man muss sich das höchste Ziel setzen, wenn man etwas erreichen möchte" ließ er die Fans auf starke Löwen hoffen.
Der neue Cheftrainer zur Saison 2014/2015 hieß Ricardo Moniz (l., mit Geschäftsführer Gerhard Poschner). Mit Sätzen wie "Wir werden Meister" und "Man muss sich das höchste Ziel setzen, wenn man etwas erreichen möchte" ließ er die Fans auf starke Löwen hoffen. © dpa
Aber es blieb bei der Hoffnung. Nach nur einem Sieg und sechs Punkten aus den ersten acht Spielen musste Moniz am 24. September 2014 seine Koffer packen.
Aber es blieb bei der Hoffnung. Nach nur einem Sieg und sechs Punkten aus den ersten acht Spielen musste Moniz am 24. September 2014 seine Koffer packen. © dpa
Sein Nachfolger war sein Vorgänger und Co-Trainer: Markus von Ahlen rückte zurück auf den Chefsessel - diesmal als engültige Lösung.
Sein Nachfolger war sein Vorgänger und Co-Trainer: Markus von Ahlen rückte zurück auf den Chefsessel - diesmal als engültige Lösung. © Christina Pahnke / sampics
Doch an die guten Auftritte während seiner Interimszeit konnte er nicht anknüpfen. Am 17. Februar 2015 musste auch er die Grünwalder Straße verlassen.
Doch an die guten Auftritte während seiner Interimszeit konnte er nicht anknüpfen. Am 17. Februar 2015 musste auch er die Grünwalder Straße verlassen. © Christina Pahnke / sampics
Auf Markus von Ahlen folgte der U23-Meistertrainer Torsten Fröhling. Dank ihm reichte es für den TSV 1860 tatsächlich zum Klassenerhalt. Stichwort Relegation gegen Kiel ...
Auf Markus von Ahlen folgte der U23-Meistertrainer Torsten Fröhling. Dank ihm reichte es für den TSV 1860 tatsächlich zum Klassenerhalt. Stichwort Relegation gegen Kiel ... © MIS
Er war beliebt, er war anerkannt, doch die Erfolge blieben aus. Torsten Fröhling rutschte mit den Löwen erneut in den Tabellenkeller. Am 6. Okotber 2015 wurde Fröhling bei 1860 beurlaubt.
Er war beliebt, er war anerkannt, doch die Erfolge blieben aus. Torsten Fröhling rutschte mit den Löwen erneut in den Tabellenkeller. Am 6. Okotber 2015 wurde Fröhling bei 1860 beurlaubt. © MIS
Benno Möhlmann, der erfahrene Trainer, übernahm das Kommando an der Grünwalder Straße. Er sollte die Löwen wieder in ruhigere Fahrwasser bringen.
Benno Möhlmann, der erfahrene Trainer, übernahm das Kommando an der Grünwalder Straße. Er sollte die Löwen wieder in ruhigere Fahrwasser bringen. © sampics / Stefan Matzke
Doch trotz zweier Zwischenhochs mit acht (13. bis 16. Spieltag), bzw. zehn Punkten aus vier Spielen (22. bis 25. Spieltag) gelang Möhlmann dies nicht. Die Konsequenz: Am 19. April, vier Spiele vor Saisonende, musste auch er gehen - nach nur 196 Tagen im Amt. © dpa
Trainer, TSV 1860 München
Sein Nachfolger ist ein Ur-Löwe: Daniel Bierofka, der bis dato die Regionalliga-Mannchaft trainierte, wurde zum Chefcoach befördert. Mit drei Siegen in Folge schaffte er tatsächlich noch den direkten Klassenerhalt. © sampics / Christina Pahnke
Trainer, TSV 1860 München
Doch da Daniel Bierofka nicht die nötige Trainerlizenz besaß und seine Sondergenehmigung nur für drei Spiele  gültig war, musste für das letzte Spiel der Saison 2015/2016 Co-Trainer Denis Bushuev den Chefcoach geben. © dpa
Trainer, TSV 1860 München
Nach einer langen Zeit der "Entscheidungsfindung" präsentierte 1860 am 7. Juni 2016 Kosta Runjaic als neuen Cheftrainer. Mit ihm gingen die Löwen in die Saison 2016/2017, im November 2016 war nach Erfolglosigkeit aber schon wieder Schluss. © M IS
Daniel Bierofka TSV 1860
Auftritt Daniel Bierofka, die Zweite: Nach der Trennung von Kosta Runjaic im November 2016 übernahm einmal mehr Bierofka das Amt des Cheftrainesr. Aber auch in diesem Fall nur vorübergehend - denn die nötige Trainerlizenz hatte er immer noch nicht. © Ruiz

Im Oktober steht das erste WM-Quali-Heimspiel gegen Kroatien an, allerdings wird wohl nicht im Kosovo gespielt, sondern im benachbarten Albanien. „Die Beschaffenheit unserer Stadien entspricht nicht den Sicherheitsvorschriften der FIFA“, weiß Perdedaj, „aber das macht nichts. Auch in Albanien werden wir ein Heimspiel haben.“ Und irgendwann wird vor ihren Spielen sicherlich auch mal eine Nationalhymne gespielt. Derzeit gibt es keine, sodass in Helsinki auf die Europahymne zurückgegriffen wurde.

In der Weltrangliste liegen die Fußballer des Kosovo derzeit auf Rang 190. „Unter die ersten 100 wollen wir kommen“, kündigt Perdedaj an, „das ist auch realistisch.“

Punkte sammeln steht für ihn aber jetzt erst mal mit dem TSV 1860 an. Am Montag geht’s zum 1. FC Nürnberg. Bis dahin wird Perdedaj wohl wieder völlig auf dem Damm sein. Am Mittwoch war er’s noch nicht so richtig: „Die Finnen gingen nämlich ganz schön auf die Knochen.“

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