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Ex-1860- und -RB-Trainer im Interview

Pacult: Das ist für die Löwen gegen Leipzig drin

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Peter Pacult trainierte einst die Löwen und RB Leipzig. Der Wiener traut 1860 Sonntag ein 2:2 zu.

München - Beim TSV 1860 war er zwischen 1994 und 2003 Spieler, Co-Trainer und Trainer, bei RB Leipzig eine Saison lang Trainer (2011/12). Peter Pacult weiß also Bescheid über beide Klubs, die sich Sonntag in der Red-Bull-Arena duellieren. Die tz sprach mit ihm.

Herr Pacult, ist der Samstag für Sie ein Pflichttermin vor dem Fernseher?

Peter Pacult: Fernseher? Ich fahre höchstwahrscheinlich nach Leipzig. Das wird ein sehr interessantes Spiel.

Klingt so, als würden Sie den Löwen etwas zutrauen beim Tabellenführer…

Pacult: Selbstverständlich. Das haben andere Klubs ja schon bewiesen, dass Leipzig zu Hause nicht unschlagbar ist.

Wie viel Mut machen 1860 die drei Siege in Folge zuletzt?

Pacult: Ganz wichtig ist vor allem, dass die Löwen jetzt den Abstiegsplatz verlassen haben. Das baut dich auf. Wobei sie ja schon vorher ein anderes Gesicht gezeigt haben. Wie beim 0:1 gegen Nürnberg. Was sie da aber an Torchancen vergeben haben, war ja Wahnsinn.

Die Entscheidung für Benno Möhlmann als neuen Trainer war also richtig?

Pacult: Und wie! Der Benno hat alles schon erlebt, zieht seine Linie durch und hat die richtigen Schlüsse aus den Fehlern gezogen, die vor seiner Zeit gemacht wurden. Dazu der Oliver Kreuzer als Sportchef, das passt. Ich finde es gut, dass man endlich wieder einen erfahrenen Trainer geholt hat.

Wären Sie ja auch gewesen…

Pacult: Ja mei. Das ist genau so, wie wenn du einen Mittelstürmer suchst. Fünf Kandidaten stehen zur Auswahl, aber nur einen kannst du nehmen.

Pacult: "Michi kann den tödlichen Pass spielen"

Ein Landsmann von Ihnen steht derzeit bei 1860 im Mittelpunkt. Michael Liendl, der Standardkönig. Wie beurteilen Sie ihn?

Pacult: Der Michi hat einfach ein gutes Auge, kann den tödlichen Pass spielen und eben auch die Standards. Ich vergleiche ihn mit dem Calhanoglu von Leverkusen, mehr macht der auch nicht. Und zweimal einen Elfer beim Stand von 2:2 zu schießen, ist auch nicht so einfach. Da brauchst du schon gute Nerven.

Wie schlimm wäre es eigentlich, wenn 1860 doch noch absteigt?

Pacult: Ich glaube zwar nicht, dass das noch passiert, aber wenn, dann wäre es wirtschaftlich eine Katastrophe. Mal abgesehen von all den anderen Problemen, zum Beispiel der Stadionfrage.

Hegen Sie eigentlich noch Groll gegen Ralf Rangnick, der Sie vor knapp vier Jahren als Trainer in Leipzig entfernt hat?

Pacult: Nein. Er hatte als Sportdirektor damals andere Pläne für die neue Saison – das ist okay. Mir hat nur nicht gefallen, dass ich es von dritter Seite erfahren habe, und nicht von ihm selbst.

Mit Leipzig waren Sie damals Vierter, bei 1860 wurden Sie fast auf den Tag genau vor 13 Jahren als Achter in der Ersten Liga entlassen. Schon irgendwie seltsam, oder?

Pacult: Ja. Benny Lauth hat es kürzlich in einem Interview auf den Punkt gebracht, als er sagte, dass das eine völlig unverständliche Entscheidung war.

Leipzig steht vor dem Aufstieg in die Erste Liga. Wird RB in ein paar Jahren ein echter Konkurrent für den FC Bayern?

Pacult: Ich kenne ja Dietrich Mateschitz, den Red-Bull-Boss recht gut und habe mich erst im Dezember mit ihm länger unterhalten. Er ist natürlich keiner, der RB in der Tabelle, egal in welcher Liga, unten sehen will. Aber ein Konkurrent für Bayern – das ist noch weit hergeholt.

Wem drücken Sie am Sonntag die Daumen?

Pacult: 1860, ganz klar. Ich glaube an ein 2:2.

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