Klarheit über Finanzsituation

Cassalette reist heute zu Ismaik: Jetzt geht es um alles

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Peter Cassalette reist nach Abu Dhabi.

München - Der TSV 1860 steht am Abgrund. Am Dienstag reist Löwen-Präsident Peter Cassalette nach Abu Dhabi, um mit Investor Ismaik über die Zukunft zu sprechen.

Grünes Licht oder Alarmstufe Rot? Am heutigen Dienstag startet 1860- Präsident Peter Cassalette seine Mission in Abu Dhabi. Am Geschäftssitz von Löwen-Finanzier Hasan Ismaik in den Etihad Towers soll bis Ende der Woche geklärt werden, wie es mit dem darbenden Giesinger Zweitligisten weitergeht. „Investieren oder verkaufen“ heißen die beiden Möglichkeiten, die Ismaik nach vier Jahren Chaos und Verdruss realistischerweise bleiben – auch beides ist denkbar. Klar ist bislang nur Eines: Ein Weiterwursteln wie bisher ist von beiden Seiten nicht mehr erwünscht. „Es geht jetzt wirklich um die Existenz von Sechzig als Profiverein“, sagt einer, der es wissen muss.

Bis gestern hatte sich Ismaik weder zu den Gerüchten geäußert, dass er die DFL-Strafe in Höhe von 750 000 Euro möglicherweise selbst schultern werde, noch hatte der 39-Jährige Stellung genommen, warum die vor zwei Wochen versprochene Million für Verstärkungen immer noch nicht bei 1860 angekommen sei.

Cassalette: "Wünsche mir Spieler zu holen"

„Ich wünsche mir die Möglichkeit, Spieler zu holen, um den Klassenerhalt zu schaffen“, hatte Cassalette vor Wochenfrist geäußert. Sportchef Oliver Kreuzer legte am Sonntag einen drauf, indem er öffentlich über den Schwebezustand informierte, in dem er aktuell (nicht) arbeiten könne. Sein Hilferuf: Bitte endlich finanzielle Planungssicherheit schaffen, lieber Hasan. Ohne dein Geld gibt’s keine Zusagen von neuen Spielern!

Welche Zugeständnisse Cassalette dem Jordanier machen will, ist bislang nicht öffentlich bekannt. Auf der Hand liegt, was der Präsident in Abu Dhabi erreichen möchte: „Ich will hören, welche spürbaren Veränderungen er sich von uns wünscht.“ Ismaik solle konkret werden, welche Personen wo eingesetzt werden sollen und wo gespart werden muss. Denn von einem ausgeglichenen Haushalt sind die Löwen auch viereinhalb Jahre nach der Übernahme weit entfernt.

Zum nächsten Lizenzierungstermin in März müssen fünf Millionen Euro nachgewiesen werden, um die wirtschaftlichen Voraussetzungen für einen Liga-Erhalt zu erfüllen. Ob es sportlich reicht, ist die andere, weit weniger kalkulierbare Frage. „Ich glaube an die Chance im neuen Jahr“, hatte Ismaik vor zwei Wochen in London kundgetan. „Ich werde alles dafür tun, was in meiner Macht steht.“ Mehr als hohle Phrasen?

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