Das „Sechz’ger“: 100 Jahre Leidenschaft

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Der Gegner? Fast schon wurscht beim TSV 1860… Im Grünwalder ist immer Stimmung.

München - Am 23. April 2011 ist es genau 100 Jahre her: Das allererste Fußballspiel im Stadion an der Grünwalder Straße. Die tz hat die zehn denkwürdigsten Spiele zusammengetragen:

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Im Münchner Fußballvolksmund wird das Stadion das „Sechz’ger“ genannt. Es waren schließlich die Löwen, die am 23. April 1911 zur Stadion-Premiere baten. Mit 4:0 besiegten sie den MTV 1879, der Name des Torschützen zum 1:0 ist leider nicht überliefert, bekannt ist allerdings, dass der Ball damals auf der westlichen Seite des Stadions den Weg ins Tor fand. Dort also, wo sich viele Jahre später die Kultkurve der Löwen-Fans gebildet hat. Und obwohl auch der FC Bayern viele Jahrzehnte an der Grünwalder Straße seine fußballerische Heimat hatte, verbunden bleibt das Stadion bis heute eigentlich in erster Linie mit dem TSV 1860. Dort feierten die Löwenfans ihre einzige deutsche Meisterschaft, dort stiegen sie ab und wieder auf, dort jubelten und litten sie.

tz-Reporter Claudius Mayer, der seit Beginn der Bundesliga im Jahr 1963 Spiele der Löwen im Stadion an der Grünwalder Straße besuchte, hat seine Top Ten der zehn denkwürdigsten Spiele des TSV 1860 in ihrer Giesinger Heimat aufgestellt.

Platz 1: 29. Mai, 1966. 1860 gegen den HSV 1:1. Fußballerisch keine große Nummer, aber es war halt jene Partie, in der sich Radenkovic, Brunnenmeier & Co. am letzten Spieltag die deutsche Meisterschaft sicherten. Ein Tag, der unvergessen bleibt. Auf den Fotos sieht man übrigens wenig Ausgelassenheit bei den Spielern. Erschöpft und teilweise mit ernster Miene präsentieren sie sich nach dem Schlusspfiff, die heuteobligatorischenBierduschen, vor allem für den Trainer, gab’s schon gleich gar nicht. Rechtsaußen Fredi Heiß: „Das hätten wir uns bei Max Merkel nie getraut.“ Für mich war’s die erste deutsche Meisterschaft und höchstwahrscheinlich meine letzte…

Platz 2: 27. April 1965, 1860 – AC Turin 3:1. Das Rückspiel im Europacup der Pokalsieger. 0:2 hatten die Löwen in Italien verloren. Mit einem 3:1 in München erzwangen sie ein Entscheidungsspiel in Zürich, das sie mit 2:0 gewannen, wodurch der Weg zum Finale nach Wembley geebnet war. Für Trainer Max Merkel herrschte beim 3:1 gegen Turin, die „beste Stimmung, die ich hier je erlebt habe. Es war der pure Wahnsinn, wenn diese „Sechzig, Sechzig“-Rufe widerhallten.“

Platz 3: 25. September 1993, 1860 – Bochum 4:1. Die gerade mit Werner Lorant in die 2. Bundesliga zurückgekehrten Löwen empfingen als Zweiter den Tabellenführer. 80 000 Karten hätte 1860 verkaufen können, 29 000 Leute durften rein. Und die erlebten eine Galavorstellung ihrer Löwen, bei denen natürlich auch Publikumsliebling Peter Pacult traf. Für Werner Lorant endete der Tag sehr traurig. Nach demSchlusspfiff erfuhr er, dass sein Vater verstorben war.

Von Christopher Schindler bis Gökhan Gümüssu: Das ist die neue Löwen-Zukunft

Auf Markus Ziereis hält Reiner Maurern große Stücke: "Ziereis bewegt sich sehr gut und hat eine unglaubliche Nase für gefährliche Situationen." © sampics
David Manga war in der vergangenen Saison der Leistungsträger bei der U23. Elf Vorlagen und fünf Tore kann der 21-Jährige vorweisen. Unter Ex-Coach Lienen trainierte Manga schon bei den Profis mit. Stevic wollte ihn nach Israel ausleihen, doch jetzt darf sich Manga in der Rückrunde im Profikader beweisen. © Sampics
Dimitry Imbongo Boele kam 2008 aus Frankreich zu den Löwen. In der vergangenen Saison schoss er in 16 Spielen sechs Tore für die zweite Mannschaft. Ex-Geschäftsführer Stoffers glaubt: Boele wird der neue Mlapa. © Sampics
Eigentlich hatte Manuel Schäffler den Sprung zum Stammspieler bereits geschafft. Doch unter Ewald Lienen war der 21-Jährige bei den Löwen nicht mehr erste Wahl. © getty
Schäffler ist für ein Jahr zum MSV Duisburg ausgeliehen, soll dort Spielpraxis sammeln. © getty
Alexander Ignjovski besticht auf dem Spielfeld mit seiner Übersicht. Der serbische U19-Nationalspieler ist im defensiven Mittelfeld gesetzt. © Sampics
Ignjovski ist auf dem Transfermarkt heiß begehrt. Wird es seine letzte Saison bei den Löwen? © getty
Sandro Kaiser hat sich in kürzester Zeit in die Herzen der Löwenfans gespielt. Unter Ex-Trainer Ewald Lienen stand Kaiser immer wieder in der Stammelf. © Sampics
Doch bei Reiner Maurer hatte Kaiser einen schweren stand. In der Rückrunde darf sich der Flügelflitzer in Bielefeld beweisen. Kaiser kam 2001 zu den Löwen. Sein Vertrag läuft noch bis 2012. © getty
Neben Sandro Kaiser durfte auch Tarik Camdal in der  vergangenen Saison immer wieder Profiluft schnuppern. © getty
Trotz seines Alters gehört das junge Talent zu den Geheimwaffen beim TSV. Nach einer schwierigen Hinrunde ist Camdal jetzt wieder auf dem Sprung in die erste Mannschaft der Löwen. Ob ihm der Durchbruch gelingt? © getty
Wer kennt ihn nicht bei den Löwen? „Das ist  doch der, der gegen den Ribéry gespielt hat“, heißt es oft. Nach dem Pokal-Auftritt von Benny Schwarz gegen den französischen Nationalspieler war der Löwe in aller Munde. © getty
Der Linksverteidiger war lange verletzt. Nach einem Streit mit Ewald Lienen stand Schwarz auf dem Abstellgleis. Nach einem halben Jahr in Unterhaching kam Schwarz zurück zu den Löwen. In der Rückrunde will Schwarz nochmal angreifen. Sein Vertrag läuft aus. © getty
Ewald Lienen holte den Deutsch-Albaner Kushtrim Lushtaku zu den Löwen. Er überzeugte im Probetraining und bekam einen Vertrag bis 2012.  © Sampics
Auf einen Einsatz in der zweiten Liga wartet Lushtaku immer noch. © getty
Christopher Schindler ist bei den Löwen ein Urgestein. Er kickt bereits seit der E-Jugend beim TSV 1860. Seit dieser Saison darf der 20-Jährige mit den Profis trainieren. Sein Vertrag wurde bis 2012 verlängert. © Sampics
Tobias Strobl (20) ist gebürtiger Münchner. Trainer Reiner Maurer hält große Stücke auf den Defensiv-Spezialisten, der auf der Position von Antonio Rukavina spielen kann. © Sampics
Björn Bussmann gilt in Deutschland als großes Torwart-Talent. Der 19-Jährige stand schon in England im Nachwuchs der Blackburn Rovers zwischen den Pfosten. © Sampics
In dieser Saison ist Bussmann hinter Gabor Kiraly und Phillipp Tschauner dritter Torwart. © Sampics
Vitus Eicher ist seit 2000 bei den Löwen. Der 19-Jährige darf sich im Spielbetrieb der U23 im Wechsel mit Björn Bussmann beweisen. © Sampics
Kevin Volland ist ein Mann für die Offensive. Doch die Löwenfans müssen sich schon bald von ihm verabschieden: Hoffenheim sicherte sich die Rechte an dem Stürmer. © sampics
Bobby Wood steht bei den Löwen kurz vor dem großen Durchbruch. Eigentlich noch für die A-Jugend spielberechtigt, warf ihn Reiner Maurer bereits ins kalte Wasser. 2011 feierte der auf Hawaii geborene Offensivmann sein Debüt in der Zweiten Liga. © sampics
Daniel Hofstetter steht auf der Liste von Reiner Maurer ganz oben: Seit der Vorbereitung auf die Rückrunde darf der 18-Jährige bei den Profis trainieren. © Sampics
Gökhan Gümüssu, dieser Name ist den meisten Löwen-Fans noch kein Begriff. Doch nach der Hinrunde der Regionalliga-Saison belegte Gümüssu in der internen Torjägerliste der U23 den zweiten Platz. © Sampics
Trainer Reiner Maurer hat den gebürtigen Bayreuther Julian Ratei für die Rückrunden-Vorbereitung aus der U 23 zu den Profis hochgezogen. Dort soll der Kapitän der Regionalliga-Mannschaft seine Tauglichkeit als Rukavina-Nachfolger unter Beweis stellen. © Sampics
Amateur-Coach Bernhard Winkler sagt über Roland Sternisko: "Ich habe viele Spieler mit Potenzial, die bald den nächsten Schritt gehen könnten. Bestes Beispiel ist Roland Sternisko. Der ist jetzt seit zweieinhalb Jahren da, bringt immer gute Leistung. Leider war er in der Vorrunde öfter verletzt. Aber bei ihm bin ich mir sicher: Wenn er gesund bleibt, könnte er es in der Zweiten Liga packen." © Sampics

Platz 4: 27. Februar 1965, 1860 – KSC 9:0. Der höchste Bundesligasieg der Löwen. Fünf Tore erzielte Rudi Brunnenmeier, „alle Neune“ sahen abervieleder18 000Zuschauer sowie Torhüter Radenkovic nicht. Zeitweise herrschte ein derartiger Schneesturm, das man nicht mehr von einem Tor zum anderen blicken konnte. Ich selbst sah gar kein Tor, weil ich einen Ausflug mit der Konfirmandengruppe machen musste. Nie wieder wäre ich so gern katholisch gewesen wie an diesem Tag…

Platz 5: 19. April 1984, 1860 – Fürth 6:1. Dritte Liga – 30 700 Zuschauer. Eine neue Bestmarke im Amateurbereich. Ein ausverkauftes Grünwalder und eine 6:1-Gala der Löwen. Die Stimmung an diesem Gründonnerstag – fantastisch. Bereits nach 36 Minuten stand es 5:0! Spielmacher Erich Beer, der hunderte von Bundesliga– spielen auf dem Buckel hatte und an einer WM teilgenommen hat, bezeichnet diese Partie heute noch als „eine der drei größten, an denen ich teilgenommen habe“. Die Löwen wurden danach Bayernliga-Meister, scheiterten dann aber in der Aufstiegsrunde kläglich.

Platz 6: 7. März 1964, 1860 – HSV 9:2. Ein Kantersieg der „Schneelöwen“ gegen Uwe Seeler & Co. vor 40 000 staunenden Fans. Auf weißem Untergrund präsentierten sich die Sechziger in der ersten Bundesligasaison als besonders torhungrig. Erst ein paar Wochen zuvor hatten sie Meister Borussia Dortmund mit 6:1 aus dem winterlichen Sechz’ger gefegt.

Wen bringt Ismaik als "verlängerten Arm" mit nach München?

Der potenzielle Löwen-Investor Hasan Ismaik hat in einem Interview mit der "SZ" angekündigt, im Falle eines Engagements bei den Löwen einen "verlängerten Arm" in München installieren zu wollen. "Ein Mann, der wirtschaftlich kompetent ist, meine Seite vertritt und eng mit dem Klub zusammenarbeitet. Er muss aber auch Ahnung von Fußball haben. Ich habe schon jemanden im Kopf, einen Deutschen, Sie werden den Namen kennen." Wen meint Hasan Abdullah Ismaik? Wir haben eine Liste mit möglichen Kandidaten zusammengestellt. © dpa
Dietmar Beiersdorfer: Der ehemalige Sportdirektor der Hamburger SV ist ein Experte par excellence auf dem wirtschaftlichen und auf dem sportlichen Sektor. Er bekam wegen seines guten Geschäftssinns in Hamburg den Spitznamen "Dukaten-Didi" verpasst. Beiersdorfer wurde zuletzt bei Red Bull Salzburg entlassen, sitzt aber bei Red Bull Leipzig noch im Vorstand. Gegenüber der tz dementierte er Kontakt zu den Löwen. © Getty
Lothar Matthäus: Warum nicht Lothar? Der Rekordnationalspieler hat zwar sportlich wesentlich mehr auf dem Kasten als wirtschaftlich, doch für Ismaik könnte es durchaus reizvoll sein, einen weltbekannten Mann an seine Seite zu stellen. Außerdem: Lothar Matthäus ist ja immer und überall ein Thema - irgendwie. Allerdings sagte er der tz wörtlich: „Ich habe als Nationaltrainer in Bulgarien einen super Job, auf den bin ich fokussiert.“ © getty
Jan Schindelmeiser: Der ehemalige Manager der TSG 1899 Hoffenheim hatte maßgeblichen Anteil am Aufstieg der Kraichgauer vom Regional- zum Bundesligisten. Er musste dann aber nach einem Kompetenzgerangel gehen. Schindelmeiser verfügt über Qualifikationen im sportlichen wie auch wirtschaftlichen Bereich. © Getty
Michael Meier: In den 90er-Jahren hatte Meier mit Borussia Dortmund großen Erfolg, musste dann aber gehen, nachdem der Verein in finanzielle Schieflage geraten war. Zuletzt wurde er beim 1. FC Köln gefeuert. Ob er der Mann des Vertrauens von Ismaik ist? © Getty
Andreas Müller: Lange Jahre arbeitete Müller als Manager von Schalke 04, derzeit ist der Schwabe als Berater aktiv. International hat Müller eigentlich keinen Namen. Daher ist es fraglich, ob er für Ismaik in Frage käme. © Getty
Dieter Hoeneß: Ein zweiter Hoeneß als Manager in der Fußball-Stadt München? Das wäre der Hammer! Allerdings war Hoeneß' letztes Engagement beim VfL Wolfsburg nicht gerade von Erfolg gekrönt. Aber vielleicht ist Uli Hoeneß' Bruder ja der Überraschungs-Coup von Hasan Ismaik ... © Getty
Christian Hochstätter: Der ehemalige Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach und Hannover 96 taucht in dieser Liste eigentlich nur auf, da er das Profil eines Managers besitzt und bereits Erfahrung im deutschen Profi-Fußball gesammelt hat. Ansonsten ist die Besetzung des Postens durch Hochstätter eher unrealistisch. © Getty
Guido Buchwald: Das selbe gilt für Guido Buchwald, der aber immerhin Weltmeister von 1990 ist und daher international einen Namen hat. Als Sportdirektor und Trainer (Alemannia Aachen, Karlsruher SC) war er allerdings wenig erfolgreich. © Getty
Christian Ziege: Nach einem ersten Versuch als Sportdirektor bei Borussia Mönchengladbach war der ehemalige Bayern-Spieler zuletzt Trainer von Arminia Bielelfeld. Beide Male war er nur unterdurchschnittlich erfolgreich. Er ist wohl eher kein Name für Ismaik. © Getty
Andreas Möller: Der ehemalige Mittelfeldspieler macht als Sportdirektor von Drittligist Kickers Offenbach einen guten Job. Ob sich das bis nach Jordanien rumgesprochen hat? Wohl eher nicht, aber wer weiß ... © Getty
Rachid Azzouzi: Der Manager der SpVgg Greuther Fürth macht seit Jahren hervorragende Arbeit in Franken. Vielleicht hat der Deutsch-Marokkaner ja einen guten Draht zum neuen Löwen-Investor. Vielleicht aber auch nicht. © Getty
Olaf Bodden: Zwei ehemalige Löwen-Spieler wollen wir hier auch noch auflisten. Da wäre einmal Olaf Bodden, der ehemalige Stürmer des Klubs. Er hat auf dem Gebiet eigentlich so gut wie keine Erfahrung. Aber er kennt und liebt den Klub, außerdem ist er ein Arbeiter - was ja Hasan Ismaik auch von sich behauptet. Vielleicht genügt das ja als vorrangige Qualifikation ... © Getty
Manfred Schwabl: Schwabl ist als Befürworter des Grünwalder Stadions als Spielstätte der Löwen bekannt. Hasan Ismaik dagegen steht total auf die Allianz Arena ("I love it"). Sehr unwahrscheinlich, dass diese Parteien da zusammenkommen. © Getty
Frank Pagelsdorf: Vielleicht kommt ja auch eine Personalie in Frage, die bereits im arabischen Raum gearbeitet und daher bei Ismaik auf sich aufmerksam gemacht hat. So einer wäre Frank Pagelsdorf, bundesligaerprobter Coach (Hansa Rostock, Hamburger SV). Pagelsdorf arbeitete bereits zwei Mal bei Al-Nasr in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Vielleicht ist er in dieser Zeit dem Löwen-"Scheich" ja mal über den Weg gelaufen!? © Getty
Wolfgang Sidka: Vielleicht eine Art Geheimtipp: Wolfgang Sidka kennt sich im arabischen Raum bestens aus UND hat Löwen-Erfahrung. Zwischen 1980 und 1982 spielte Sidka bei den Löwen (71 Spiele, 18 Tore). Seit dem Jahrtausendwechsel hatte Sidka zudem unterschiedliche Jobs im arabischen Raum. Derzeit ist er Trainer im Irak. © Getty
Uli Stielike: Auch der ehemalige Bundestrainer-Assistent (von Erich Ribbeck) arbeitet im arabischen Raum, in Doha genauer gesagt. Wahrscheinlich qualifiziert ihn das aber nicht für den Job des verlängerten Armes von Hasan Abdullah Ismaik. © Getty
Dieter Meinhold: Laut "Bild" ist Dieter Meinhold der Wunschkandidat Ismaiks. In seiner Vita steht zwar Manager des Karlsruher SC und Vorstandmitglied beim VfL Bochum, jedoch ist er dabei kaum öffentlich in Erscheidung getreten. Dafür vielmehr im arabischen Raum, wo er von 2007 bis 2009 als Sportdirektor in der Qatar Stars League, einer Fußball-Profiliga, tätig war. nnDieter Schneider dementiert: "Dieser Name war bei uns noch nie im Gespräch." “ Auch Meinhold versicherte auf Nachfrage, nicht in Kontakt mit 1860 zu stehen. © Getty
Laut des Berichts ist auch Rolf Dohmen ein "ganz heißer Kandidat. Der Namen des ehemaligen KSC-Managers ist in München nicht neu. Schon vor Miki Stevic wurde Dohmen als möglicher Mann für die Löwen gehandelt. Er ist momentan vereinslos. Ob es diesmal klappt? © 

Platz 7: 17. November 1966, 1860 – Real Madrid 1:0. Der sechsfache Europokalsieger der Landesmeister, die „Königlichen“, in den spartanischen Kabinen an der Grünwalder Straße. Gento, Grosso & Co. verloren vor 40 000 Zuschauern mit 0:1 durch ein herrliches Tor von Küppers. In Madrid aber schieden die Löwen dann mit einem 1:3 aus. Auch, weil der „Radi“ einen schlimmen Patzer machte.

Platz 8: 30. März 1968, 1860 – FC Bayern 3:2. Überragende Löwen führten nach einer knappen Stunde mit 3:0, ein grandioser Bubi Bründl spielte Franz Beckenbauer schwindlig. Die beste Leistung des TSV 1860 in einem Derby der sechziger Jahre.

Platz 9: 16. Juni 1991, 1860 – Borussia Neunkirchen 2:1. Nach neun Jahren in der Drittklassigkeit steigen die Löwen unter Trainer Karsten Wettberg wieder in die 2. Liga auf. 30 000 Fans waren außer Rand und Band – es ging zu wie beim Gewinn der Deutschen Meisterschaft.

Platz 10: 1. Mai 1990: TSV 1860 – Schweinfurt 05 3:3. Das Sechz’ger mit 35 000 Menschen zum Bersten gefüllt, es ging am letzten Spieltag um die Bayernliga-Meisterschaft. Dramatik pur. 1860 brauchte einen Sieg, führte auch mit 2:1, am Schluss aber jubelten Werner Lorants Schweinfurter. Trotzdem: Dieses Spiel bleibt für jeden Löwen- Fan unvergessen.

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