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1860-Privatmuseum in der Einsteinstraße

Sigi, der Sammler: Löwen-Liebe auf 33 Quadratmetern

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Der Sammler in seinem Reich: Sigi Nagelstutz mit seinen Schätzen in der Einsteinstraße.

Sigi Nagelstutz hat sich in der Münchner Einsteinstraße sein 1860-Privatmuseum geschaffen. Im Interview spricht der 52-Jährige über die Liebe zu seinen Löwen. 

  • Auf 33 Quadratmetern hat sich Sigi Nagelstutz sein eigenes Museum über den TSV 1860 München geschaffen. 
  • Der 52-Jährige spricht über die Schätze seiner Privatsammlung. 
  • 5. Teil der Serie zum 160-jährigen Jubiläum des TSV 1860.
  • Mehr News zum TSV 1860 und viele weitere spannende Geschichten gibt es in unserer App.

München -- Den Plan eines Clubmuseums verfolgen sie beim TSV 1860 seit Jahren, Viel weiter ist da Sigi Nagelstutz (52). Der eingefleischte Löwenfan hat seine 33 Quadratmeter-Bude in der Münchner Einsteinstraße über die Jahre in ein Privatmuseum verwandelt

Eine zweite Wohnung im selben Haus nutzt er mit seiner Frau Elisabeth zum regulären Leben. Denn: Platz zum Kochen und Waschen ist im Museum längst nicht mehr.

Flohmärkte als Fundgrube für Löwen-Schätze

Sigi, wann und womit hat Deine Löwen-Sammlerei angefangen?

Losgegangen ist es als Bub mit Stadionheften, Eintrittskarten und Aufnähern. Vor den Spielen im Olympiastadion hab ich mir im Olympiabad bei den Spinden oft die liegen gelassenen Zwei-Mark-Stückl geholt. Das Geld ist direkt in Aufnäher geflossen. Mit denen hab ich mir die erste Kutte zusammengebastelt. Meine Mutter hat mir extra das Nähen beigebracht.

Wie hat sich das Angebot über die Jahre verändert?

Die Bayernliga-Zeit war nicht einfach, da gab’s nur einen Händler am Sechzger-Stadion, in der Nähe der Ostkurve. Ergiebig waren halt die Flohmärkte in und um München, da hast du immer was zu Sechzig gefunden - teilweise zu Spottpreisen. Ebay hat dann viel verändert. Die Suche ist zwar einfacher geworden, dafür wurden die interessanten Sachen teurer. Ich sammel neben 1860 auch Länderspiel-Stadionhefte Deutschland gegen britische Teams, dazu DFB-Pokal-Finals und Frauen-Länderspiele. Auf Flohmärkten findest du heutzutage nur noch selten was Brauchbares.

300 Euro für einen Wimpel vom Alpenpokalspiel 1967

Wofür hast Du über die Jahre am meisten ausgegeben?

Das müsste der Übergabe-Wimpel zum Alpenpokalspiel 1967 gegen AS Rom sein. 300 Euro waren das. Ist aber auch ein seltenes und schönes Teil.

In der Sammlung stehen auch rudelweise Jugendpokale und Merkur-Cups. Wie kommt’s?

Die hat der Hausmeister beim Umbau der Geschäftsstelle vor einigen Jahren nicht mehr untergekriegt. Ich bin gefragt worden und hab ja gesagt. Die brauchen schon einiges an Platz. Gerade räum ich ein bissl herum, damit ich die Speisekarten gscheid sortieren kann.

Die Speisekarten?

Ja, die lass ich mir von einem Spezl aus den VIP-Bereichen mitnehmen. Heim und auswärts. Aus der Zeit in der Allianz Arena hab ich alle Speisekarten bis auf eine. Heidenheim, die Saison fällt mir jetzt nicht ein. Ist aber nicht so schlimm.

Trikots von Spielern werden gewaschen: „Die Dinger fangen an zu muffeln“

Dein liebstes ungewaschenes Originaltrikot?

Originaltrikots hab ich einige. Meine Frau hat nach dem Aufstieg gegen Saarbrücken das vom Daniel Wein bekommen. Aber wir waschen die Sachen.

Ernsthaft? Damit hätte man jetzt nicht gerechnet.

Ja, die Dinger fangen zum Muffeln an. Wenn du da mehrere in der Wohnung hast, das ist kein Vergnügen.

Nagelstutz ist gegen Anti-Bayern-Aufnäher

Auch wieder wahr. Welche Fanartikel kämen Dir nie ins Haus?

Toaster und Gartenzwerge, der ganze genormte Schmarrn, den alle Vereine haben - sowas brauch ich nicht. Und was ich nie gemocht hab, sind diese Anti-Aufnäher und Anstecker. Ich will nicht, dass meinem Verein der Untergang gewünscht wird, und so halte ich das auch mit den anderen.

Nicht mal ein einziger Bayern-Aufnäher in der Sammlung?

Da hab ich einen einzigen Button, den hat mir ein HSV-Fan mal im Olympiastadion geschenkt. Aber der ist in der Schublade, nicht an der Jacke.

Interview: Ludwig Krammer

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