1860-Sportchef im Interview

Kreuzer: "Wir müssen Wolf nicht verkaufen"

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Oliver Kreuzer.

München - Oliver Kreuzer spricht im Interview über die Beziehung zu Hasan Ismaik, neue Spieler und vor allem über das Gerücht, wonach Marius Wolf in der Winterpause verkauft werden müsse.

Oliver Kreuzer, heilfroh, dass es in die Winterpause geht?

Kreuzer: So ist es. Ich bin wirklich froh, dass dieses Fußballjahr für uns zu Ende ist. Die brutal schwierige Vorsaison mit Abstiegskampf und dem unglaublichen Showdown gegen Kiel. Dann die hektische Sommerpause mit den ganzen Turbulenzen. Jetzt wieder Abstiegskampf. Wir müssen hinter 2015 einen Haken machen. Die Jungs sollen jetzt den Kopf frei kriegen und abschalten.

Zuletzt gab es vier Niederlagen in Serie, nachdem es zuvor ganz gut gelaufen war. Hat sich die Mannschaft hängen lassen?

Kreuzer: Nein. Die Mannschaft hat sich nie hängen lassen, sie war immer engagiert. Aber die vielen individuellen Fehler, die der Gegner sofort bestraft, brechen uns das Genick.

Hauptgesellschafter Hasan Ismaik drohte zuletzt mit einem Ende seiner Zuwendungen. Wie sehr beunruhigt Sie das?

Kreuzer: Seine jüngsten Aussagen waren sicher nicht hilfreich für Verhandlungen mit neuen Spielern, mehr möchte ich dazu nicht sagen, weil das Sache der Gesellschaft ist. Er ist ein Gefühlsmensch, reagiert sehr emotional. Beim 2:0 gegen St. Pauli war er euphorisiert, beim 0:2 gegen Bochum war er niedergeschlagen. Am Ende, das glaube ich einfach, steht er trotzdem zu Sechzig.

Eine Million Euro soll für Wintereinkäufe parat liegen…

Kreuzer: Darauf muss ich mich natürlich verlassen. Wir hatten ein gutes Gespräch, in dem er meinte: „Oliver, make a plan.“

Wie optimistisch sind Sie, dass Sie Verstärkungen finden werden, die 1860 weiterhelfen?

Kreuzer: Grundsätzlich muss man sagen: Wintertransfers sind immer schwierig. Wenn du im Winter viele Transfers machen musst, dann hast du im Sommer deine Hausaufgaben nicht gemacht. Oder du hast großes Verletzungspech. Oder du bist in Abstiegsnöten.

Wie schaut das Anforderungsprofil für die Zugänge aus?

Kreuzer: Wir wollen in jedem Mannschaftsteil etwas machen und dabei vor allem die Mittelachse stärken. Wir werden darauf achten, dass die Neuen eine gewisse Erfahrung mitbringen, Deutsch sprechen und die deutschen Ligen kennen.

Muss Marius Wolf verkauft werden, wie zu lesen war?

Kreuzer: Nein! Wir müssen und wollen Marius nicht verkaufen. Er ist ein junger, talentierter Spieler, auf den wir im Abstiegskampf bauen.

Das Team wirkte zuletzt stark verunsichert und wird als 17. in die noch ausstehenden 15 Spiele starten. Wie stellen Sie sich den Umschwung vor?

Kreuzer: Trainingsauftakt ist am 7. Januar, wir wollen dann mit einem ganz neuen Gefühl an die Dinge rangehen. Jetzt zählt nur noch Sechzig, jetzt starten wir durch. Die Mannschaft hat ja einen guten Charakter, und ich bin überzeugt davon, dass der Ruck kommen wird. Es wird schwer, aber es ist nicht unmöglich.

Das ausführliche Interview lesen Sie in der Heiligabend-Ausgabe des Münchner Merkur und im Laufe des Donnerstags auf merkur.de. 

Interview: Armin Gibis 

Mitarbeit: L. Krammer

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