Interview mit Manni Schwabl

„Löwen-Komplex? Könnte man so sehen...“

Der Stachel nach der Derbypleite gegen seinen Ex-Club 1860 sitzt tief. Manni Schwabl, Präsident der SpVgg Unterhaching, fühlt sich in seinen negativsten Befürchtungen bestätigt.

Nach den letzten Derby-Niederlagen hatten Sie die Einstellung Ihrer Hachinger kritisiert. Wie fällt diesmal Ihr diesbezügliches Urteil aus?

Ich denke an der Einstellung hat es diesmal nicht gefehlt, wir sind leider vor dem Tor zu harmlos und das wird im Profifußball halt zu Recht bestraft. Dieses Manko hat uns übrigens auch schon in Saarbrücken und gegen Duisburg jeweils eine Niederlage eingebrockt. Daran gilt es jetzt extrem zu arbeiten, um dieses Problem schnellstmöglich abzustellen.

Kann man inzwischen von einem Löwen-Komplex sprechen?

Aufgrund der Ergebnisse in den letzten Spielen könnte man das so sehen. Aber es kommt ja wieder ein Derby…

Was ist Ihnen durch den Kopf gegangen, als Sie nach Spielende lippenkauend durch den Regen gelaufen sind?

Mir sind verschiedene Szenen des Spiels nochmal durch den Kopf gegangen und wie die Reaktionen auf der am Donnerstag stattfindenden außerordentlichen Aktionärsversammlung nach drei Niederlagen hintereinander wohl ausfallen werden. Und natürlich wie meine Frau mit meiner Laune zu Recht kommt, wenn ich nach Hause komme.

Muss man sich jetzt im Sportpark auf Abstiegskampf einstellen?

Ich habe vor dem ersten Spiel schon gesagt, dass diese Saison aufgrund der Begleitumstände und der starken Mannschaften in dieser Liga brutal wird und wir aufpassen müssen, nicht ganz hinten rein zu rutschen. Auf der anderen Seite habe ich vollstes Vertrauen in unser Trainerteam und Claus Schromm, dass sie das Ganze Stück für Stück nach vorne bringen.

Wiegt der Ausfall der vier Stammspieler doch schwerer als gedacht?

Ausreden gibt es bei uns nicht, weil das keinem Menschen weiterhilft.

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