Stadion-Frage: Stadt lehnt Löwen-Pläne ab

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Stadion-Frage: Die Stadt hat die Löwen-Pläne abgelehnt.

München - Der Traum der Sechzger-Fans ist geplatzt: Die Stadt München hat die Pläne des TSV 1860 für einen Umbau des Grünwalder Stadions abgelehnt. OB Ude begründete das Nein mit der unklaren Finanzierung.

Wunschtraum! So hätte der neue Löwen-Palast aussehen können

2001 stellte Ex-Löwe Manfred Schwabl ein Modell für das “Löwenstadion der Zukunft“ vor.  © 
Der Plan sah Platz für 33.500 Fußballfans vor - es hätte 24.500 Sitz- und 9000 Stehplätze sowie 1500 Business-Seats und 67 exklusive Logen gegeben.  © 
Durch die Absenkung des Rasens um fünf Meter hätte die neue Löwenarena die Dimension einer fünf- bis sechsgeschossigen Bebauung gehabt.  © 
"Es steht fest, dass das Stadion baulich machbar ist, jetzt sind die Stadt und der Verein am Zug", sagte Schwabl damals.  © 
Doch die Pläne haben sich nach dem Beschluss der Stadt nun erledigt.  © 
Ein neues Stadion für den TSV 1860 - es bleibt ein Traum.  © 

Löwen-Präsident Rainer Beeck zeigte sich ernüchtert über den Beschluss: „Die Enttäuschung ist im Augenblick natürlich sehr groß, vor allem da auch viele Fans die Hoffnung auf eine neue Zukunft der Löwen auf Giesings Höhen gehegt hatten. Wir haben alles Erdenkliche getan, um diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen.“

Nach monatelanger Arbeit an diesem Projekt zeigte sich Projektleiter und Aufsichtsratsmitglied Christian Waggershauser negativ überrascht: „Hätten unsere fundierten Planungen eine Chance bekommen, wäre das Stadion an der Grünwalder Straße eines der modernsten in Sachen Lärmschutz, Sicherheit und Brandschutz gewesen.“Auch wenn man das Thema „Grünwalder Stadion“ jetzt endgültig zu den Akten legen könne, sei es völlig falsch, sich durch die Enttäuschung lähmen zu lassen. „Ab sofort müssen wir uns wieder voll und ganz auf die sportliche Entwicklung und die Zukunft des Vereins konzentrieren“, so Beeck weiter.

Lesen Sie hier die Pressemitteilung der Stadt:

Nach einem zweistündigen Gespräch mit Vertretern des TSV 1860 im Rathaus, an dem von Seiten der Stadt auch der dritte Bürgermeister, der Stadtkämmerer, der Wirtschaftsreferent, der Gesundheitsreferent, der Leiter der Lokalbaukommission und der Stadtdirektor des Schulreferats teilgenommen haben, ist laut Oberbürgermeister Christian Ude deutlich geworden, dass der Verein mit großem Engagement Planungen für ein bundesligataugliches Stadion erarbeitet habe, die aber die bekannten drei Hürden nicht nehmen können:

1. Eine Entlassung aus dem Vertrag mit der Allianz Arena sei zwar, wie auch der FC Bayern bestätigt, grundsätzlich möglich, eine schriftliche Vereinbarung über Zeitpunkt und Konditionen eines Auszugs liegt aber nicht vor.

2. Für die Finanzierung des nach Vereinsangaben rund 50 Millionen Euro netto teuren Projekts sowie der zusätzlichen Aufwendungen in zweistelliger Millionenhöhe für Brückenbauwerke konnte keine Investorenzusage vorgelegt werden. Eine öffentliche Bürgschaft seitens der Stadt ist, wie Stadtkämmerer Dr. Ernst Wolowicz darlegte, schon rein rechtlich nicht möglich.

3. Die vorgelegten Planungen für das Stadion selbst mit zum Teil faszinierenden Lösungen hätten durchaus Anklang gefunden. Allerdings, darauf wiesen sowohl Cornelius Mager als Leiter der Lokalbaukommission wie auch Gesundheitsreferent Joachim Lorenz hin, seien diese Planungen keinesfalls als Umbauten im Bestand zu realisieren, sondern müssten eindeutig als Neubau bewertet werden. Die damit verbundenen planungs- und lärmschutzrechtlichen Vorschriften könne das Projekt aber keinesfalls einhalten.

Deshalb stellte der OB abschließend fest: „Die Münchner Stadtverwaltung sieht keinen Anlass, den einstimmigen Stadtratsbeschluss vom Dezember 2009, der eine drittligataugliche Sanierung des städtischen Stadions an der Grünwalder Straße vorsieht und auch von den beiden betroffenen Bezirksausschüssen einmütig mitgetragen wird, jetzt nicht zu vollziehen.“

tz

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