Verteidiger: "Geil, ein Derby zu gewinnen"

Vertrag für Basha - Bülow hat keine Eile

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Noor Basha.

München - Trainer Torsten Fröhling lässt die hitzige Debatte um eine alternative Spielstätte im Falle eines Abstiegs des TSV 1860 kalt. Auch einer Personalie will man bei den Löwen nicht zu viel Bedeutung beimessen.

Wenn's richtig brennt, dann sind halt doch vor allem die Herrschaften aus Mecklenburg-Vorpommern gefragt. Um Krisenherde in der Politik kümmern sich Kanzlerin Angela Merkel (aufgewachsen in der Uckermark) und Bundespräsident Joachim Gauck (gebürtiger Rostocker). Bei dem in schweren Abstiegsnöten befindlichen TSV 1860 mussten am Donnerstag Torsten Fröhling und Kai Bülow Stellung beziehen in der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel am Freitag in Fürth. Der eine, Bülow, ebenfalls gebürtiger Rostocker, der andere, Fröhling, gebürtig in Bützow, Landkreis Rostock. Die Leute von der Ostseeküste, ein Menschenschlag, den so schnell nichts aus der Ruhe bringt.

Auch nicht die Tatsache, dass mittlerweile bereits vom Oberbürgermeister der Stadt München mögliche Konsequenzen im Fall eines Löwen-Abstiegs öffentlich diskutiert werden. OB Dieter Reiter – sowohl politisch als auch fußballerisch ein Roter – äußerte sich in einer Fernsehsendung zu den möglichen Spielort-Alternativen Olympiastadion und Stadion an der Grünwalder Straße für den Fall, dass die Blauen den Gang nach unten antreten müssen. Trainer Torsten Fröhling schert sich wenig darum, dass dieses Thema überall schon heiß gehandelt wird und die Konzen­tration auf den Klassenerhalt möglicherweise stören könnte. „Mich interessiert das mit dem Stadion überhaupt nicht“, sagte er. „Wir haben einen Job zu erfüllen. Nämlich, dass wir auch nächstes Jahr in der Allianz Arena spielen.“

Kai Bülow, der vor knapp einem Jahr beim 2:1-Erfolg in Fürth das Siegtor in letzter Minute erzielt hatte, erinnerte noch einmal daran, „wie geil es ist, so ein Derby zu gewinnen“, fügte aber auch gleich hinzu, dass die derzeitige Spielzeit „definitiv die schwerste Saison ist, die ich bei 1860 erlebe“. Es ist bereits seine fünfte.

Ob es eine sechste oder auch mehr geben wird, steht noch in den Sternen. Zum einen, weil die Abstiegsfrage noch längst nicht geklärt ist, zum anderen, weil der Vertrag des 28-jährigen Abwehrspielers zum Saisonende ausläuft. „Was meine Person angeht, ist das erstmal hinten angestellt“, erklärte Bülow zum Thema Vertragsgespräche. Andere Personen sind da nicht ganz so sensibel in der derzeitigen Lage. Noor Basha, Cousin von Investor Hasan Ismaik, hat jetzt nach tagelangem Hickhack den erhofften Vertrag in der KGaA erhalten – als was auch immer. Eine offizielle Mitteilung ist es dem TSV 1860 nicht wert. Mediendirektor Thomas Blazek: "Wir wollen dieser Personalie nicht zu viel Bedeutung beimessen." Sagt eigentlich alles…

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tz

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