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Trikots, Tests, Teampsychologe: Alles Infos zum Trainingslager des TSV 1860

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Von: Uli Kellner

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Schon 2021 reiste der TSV 1860 mit Köllner & Co. nach Windischgarsten
Schon 2021 reiste der TSV 1860 mit Köllner & Co. nach Windischgarsten. © Imago/MIS

Aufstiegswillige Löwen holen sich im Trainingscamp ab Freitag den letzten Feinschliff für die neue Saison. Wir erklären die Pläne des TSV 1860 für den Österreich-Trip.

München - Nach einem freien Tag, dem ersten in der vor zwei Wochen gestarteten Vorbereitung, wird es Freitag wieder ernst für Michael Köllners aufstiegswillige Löwen vom TSV 1860: Abfahrt ins Trainingslager, das der Vorjahresvierte traditionell in den Bergen Oberösterreichs aufschlägt, in der idyllisch gelegenen 2400-Seelen-Gemeinde Windischgarsten. Gastgeber ist erneut Horst Dilly, der den 40-Mann-Tross der Giesinger seit 2019 in sein gleichnamiges Hotel einlädt. Was die Löwen in der Tourismusregion Pyhrn-Priel erwartet? Natürlich kein Urlaub, wie ihn die begleitenden Fans – bis zu 150 – genießen. Köllner will sportlich am Feinschliff arbeiten, am Teamspirit – aber auch sonst ist für Abwechslung gesorgt.

TSV 1860 in der Saisonvorbereitung: Zwei Tests gegen Österreich-Klubs

Testspiele: Wie jeden Sommer werden die Löwen zwei Testspiele während ihres Sechs-Tage-Camps bestreiten, das erste direkt nach der Ankunft an diesem Freitag (17 Uhr), das zweite am Vorabend der Heimreise, Mittwoch, 18.30 Uhr. Im SV Ried übernimmt ein bewährter Sparringpartner den Part des Welcome-Gegners; der Ex-Verein des Ex-Türkgücü-Trainers Andreas Heraf schloss die zurückliegende Erstligasaison auf Platz 7 ab und forderte Red Bull Salzburg im Finale des ÖFB-Cups (0:3). Der Linzer ASK, Gegner beim Windischgarsten-Kehraus, schnitt eine Position schlechter ab als Ried (Platz 8) und hat eine bewegte Historie: 2012 Zwangsabstieg und Fastinsolvenz, 2019 Vizemeister hinter Salzburg – zumindest der erste Teil der jüngeren Geschichte dürfte bei 1860-Fans Erinnerungen wecken. Funfact: Ried und Linz waren zugleich die letzten Vereine von Oliver Glasner (47), ehe der Salzburger via Wolfsburg zum Erfolgstrainer des Frankfurter Europa-Märchens aufstieg.

1860 München vergibt erste Trikots der geplanten Aufstiegssaison

Neues Trikot: Großes Privileg für die 1860-Fans, die die 300 km bis Windischgarsten nicht scheuen: Sie werden die Ersten sein (neben Mannschaft und Mitarbeitern), die das Trikot für die geplante Aufstiegssaison zu Gesicht bekommen. Im Testspiel gegen Ried werden die Löwen erstmals im neuen Nike-Outfit auflaufen – das Design wird seit Tagen wie ein Staatsgeheimnis gehütet. Zeugwart Norbert „Steges“ Stegmann (72) ist einer der wenigen, die das Trikot bereits gesehen haben; sein Urteil am Rande des Mathäser- Besuchs lässt sich in jede Richtung interpretieren. „Interessant“ sehe es aus, so der Mann, der seit seinem Dienstantritt 1996 Löwen-Trikots aller Art gesehen, gefaltet und in Busse verladen hat.

Michael Köllner: Will bei den Transfers keine Kompromisse.
Michael Köllner fährt mit den Löwen nach Windischgarsten - wie schon 2021 (Symbolbild). © IMAGO/MIS

TSV 1860: Psychologe und Teambuilding-Maßnahmen für den Kopf

Teampsychologe: Was die Löwen sportlich in Windischgarsten vorhaben? „Es geht nicht darum, Marathonläufe zu veranstalten“, scherzte Köllner und kündigte eine gedrosselte Schlagzahl an: „Wir werden nicht hergehen und jeden Tag zweimal trainieren, sondern müssen gezielt an unserem Spiel arbeiten. Im Trainingslager hast du die Möglichkeit, individuell auf Spieler einzugehen, in kleinen Gruppen.“ Und, verriet er exklusiv: Die Löwen werden seit langer Zeit mal wieder die professionellen Dienste eines Teampsychologen in Anspruch nehmen. Köllner spricht von „externer“ Hilfe: „Das ist ein reiner Führungskräfte-Coach. Es geht darum, Teambuilding mal auf andere Art voranzutreiben – nicht indem man den Berg hochläuft und oben zusammen eine Mass Bier trinkt.“ Sein Credo: „Wir müssen als Gruppe zusammenfinden, uns klar werden, welche Ziele wir haben und wie wir während der Saison miteinander umgehen müssen. Das wird das Wichtigste sein im Trainingslager.“

Auf sinkenden Schiffen, so sagt man, geht der Kapitän immer als Letzter von Bord. Nun ist der TSV 1860 derzeit das glatte Gegenteil eines havarierten Liga-Dickschiffs. Stefan Lex hat gute Chancen.

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