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Köllner: „Es geht nicht darum, dass man irgendwelchen Kumpels Jobs besorgt“

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Von: Uli Kellner

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1860-Sportchef Günther Gorenzel verabschiedet drei Spieler und zwei Trainer.
Ein fünffaches Servus: Sportchef Günther Gorenzel (3.v.r.) verteilte vor dem Spiel Abschiedsfotos. Die Empfänger (v.l.): Fitness-Coach Matthias Luginger, Herzmuskelpatient Keanu Staude, Abwehrchef Stephan Salger, Sturmtalent Tim Linsbichler und Co-Trainer Günter Brandl. © Stefan Matzke / Sampics

Für den Erfolg: Köllner will „vor nichts Halt machen“ und sein Personal verändern. Zwei Trainer gehen, ein Spielertrio bleibt dagegen in der Warteschleife.

Tränen flossen keine, aber es war durchaus ein emotionaler Moment, als Sportchef Günther Gorenzel vor dem Spiel fünf scheidende Löwen um sich scharte, drei Profis und zwei Trainer. Dass Stephan Salger, Keanu Staude und Tim Linsbichler gehen würden, stand schon länger fest. Überraschend hingegen war, wer ganz links und ganz rechts für das Abschiedsfoto posierte: Fitnesscoach Matthias Luginger, 31 – und Co-Trainer Günter Brandl, 59 ein enger Vertrauter von Michael Köllner.

Der Cheftrainer begründete die Trennungen damit, dass er bei seinem Ziel, dem Aufstieg 2023, „vor nichts Halt“ machen werde. „Es geht nicht darum, dass man irgendwelchen Kumpels Jobs besorgt“, sagte Köllner: „Ich will am Ende eine starke Mannschaft haben – und Erfolg.“ Zuvor gehe es daher um die Frage: „Wie kann im nächsten Jahr der nächste Schritt aussehen?“

 Ich will am Ende eine starke Mannschaft haben – und Erfolg.

1860-Trainer Michael Köllner.

Dass dem Neuaufbau nun Brandl und Luginger zum Opfer fallen, klingt dabei härter, als es ist. Köllner spricht von „sehr schweren Entscheidungen“, stellt sie aber als logische Schritte dar: „Der Günter wohnt draußen in der Sportschule – mit knapp 60 Jahren! Würde mich einer in so ein kleines Zimmer reinpflanzen, würde ich sagen: Habt Ihr einen Schaden?“ Und Luginger, dessen Vertrag anders als bei Brandl nicht ausläuft: „Lugi“, so Köllner, habe eh vorgehabt, sich beruflich neu zu orientieren.

Überraschend nicht verabschiedet wurden 3:2-Schütze Merv Biankadi, der zur Pause ausgewechselte Richard Neudecker und der für ihn eingewechselte Dennis Dressel. Merkur.de weiß: Bei diesem Trio ist jede Wendung denkbar. Dressel sagte: „Ich habe mich noch nicht entschieden.“ Und Neudecker flog am Sonntag mit der Mannschaft an den Ballermann. Seine Begründung: Die Malle-Reise sei kein Abschluss, sondern der Anfang einer neuen Saison. Denn: Wer wolle nicht mitreden dürfen von den lustigen Erlebnissen?

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