Löwen wollen Vorsprung verteidigen

Der heiße Atem der Bayern lässt Bierofka kalt - jetzt kommt Schalding

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Daniel Bierofka.

Die Tanknadel der Münchner Löwen steht auf Reserve. Bevor die Liga eine Pause macht, steht für 1860 das Heimspiel gegen Schalding-Heining an. Es gilt, den Vorsprung auf Bayern II zu verteidigen.

München - Der heiße Atem des FC Bayern kommt immer näher“, spöttelte Karl-Heinz Rummenigge unlängst in Richtung des TSV 1860. Und die Entwicklung gibt dem FC Bayern-Boss recht. Durch das 4:0 der roten U 23 im Nachholspiel gegen Buchbach beträgt der Rückstand der kleinen Bayern auf die Münchner Löwen nur noch sechs Punkte. Dünner sollte das Polster aus 1860-Sicht nicht werden, um halbwegs beruhigt in die Winterpause der Regionalliga Bayern gehen zu können. Drei Punkte im ausverkauften Heimspiel gegen den Tabellensiebten SV Schalding-Heining sind die Voraussetzung für einen entspannten Montagabend. Dann tritt Bayern II beim heimstarken 1. FC Schweinfurt an. 

Trainer Daniel Bierofka lässt der heiße Atem der Konkurrenz kalt: „Wir werden als Tabellenführer in die Winterpause gehen. Das war unser Ziel, das haben wir erreicht“, sagt der Löwen-Dompteur nicht ohne Stolz. „Es liegt nur an uns.“ Entscheidend sei ohnehin nicht das Hier und Jetzt, sondern, „wer zum Schluss nach 36 Spieltagen ganz oben steht“. Das soll am 12. Mai 2018 nach Möglichkeit der TSV 1860 München sein, um sich für die Relegation Richtung Dritte Liga zu qualifizieren. Am Freitag Abend (Anpfiff 19 Uhr) gegen mutmaßlich sehr defensiv eingestellte Schaldinger erwartet Bierofka ein Geduldsspiel. Konterstark und gut organisiert sei der Gegner, eine Führung würde vieles erleichtern. 

Bierofka: „Irgendwann siehst du den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr“

Der zuletzt leicht angeschlagene Daniel Wein ist einsatzfähig, große Änderungen in der Startelf gegenüber dem 1:1 in Rosenheim sind nicht zu erwarten. Der Appell des Trainers: „Wir müssen noch einmal alles in die Waagschale werfen und wollen uns mit einem positiven Ergebnis verabschieden.“ Ob das Totopokal-Spiel in Bayreuth am kommenden Samstag (14 Uhr) ausgetragen werden kann, soll sich am Mittwoch entscheiden. Nicht nur beim Team neigt sich die Tanknadel gen Reserve, auch Bierofka sehnt den Urlaub (in Dubai) herbei: „Ich bin jetzt seit Januar im Dauereinsatz. Irgendwann siehst du den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Es tut dem Kopf gut, mal abzuschalten und Zeit zu haben, alles zu reflektieren.“ Neben dem Rekonvaleszent Timo Gebhart könnte dem TSV 1860 dann möglicherweise auch ein aktueller Zweitliga-Kicker beim Erreichen der ambitionierten Ziele helfen.

Eine Ablenkung wäre das von den Stadionfreunden und der Fußballabteilung organisierte Adventssingen auf Giesings Höhen, das am Samstag um 19 Uhr in seine fünfte Runde geht. Daniel Bierofka hält sich einen Besuch trotz erklärtermaßen übersichtlicher Sangesqualitäten offen: „Ich finde die Aktion schön, das ist auf jeden Fall gut für das Zusammengehörigkeitsgefühl, aber wir konzentrieren uns jetzt nur auf den Freitag, auf das Spiel gegen Schalding. Alles andere werden wir dann sehen.“ In leichter Abwandlung des ZDF -Slogans: Mit drei Punkten singt sich’s besser.

Das Hinspiel in Passau konnten die Münchner Löwen mit 4:1 für sich entscheiden.

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