Was wurde aus Vallori, Bedia, Moniz, Leonardo und Co.?

Auf der Spur der Ex-Löwen: Einer spielt jetzt in der 7. Liga

+
Malik Fathi, Grigoris Makos und Michael Schick (v.l.) - sie alle spielten schon für den TSV 1860.

München - Was haben Anthony Annan, Moritz Volz, Antonio Rukavina, Leonardo und Ilie Sánchez gemeinsam? Richtig: Alle spielten schon einmal für den TSV 1860. Wir verraten Ihnen, wo sie inzwischen gelandet sind.

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wo die ehemaligen Profis des TSV 1860 München Guillermo Vallori, Markus Schwabl, Malik Fathi, Edu Bedia oder Martin Angha heute spielen? Wenn ja, lesen Sie weiter. Wir klären auf.

Im Januar 2012 wechselte der Spanier Guillermo Vallori von den Grasshoppers Zürich nach München. In den viereinhalb Jahren bei den Löwen, in denen er 93 Mal in der 2. Bundesliga zum Einsatz kam, entwickelte sich der heute 34-Jährige schnell zum Abwehrchef. Zur Saison 2016/2017 zog es Vallori zurück in seine Heimat zum spanischen Drittligisten Atlético Baleares, wo sein Trainer bis Mitte März übrigens Christian Ziege hieß. In Palma de Mallorca (dort ist der Klub Atlético Baleares angesiedelt) kickt er mittlerweile mit einem weiteren ehemaligen 1860-Profi zusammen: Malik Fathi. Der Deutsch-Türke beendete sein sechs Monate langes Intermezzo in der bayerischen Landeshauptstadt im Juni 2013.

Spanien-Trio gelang der Durchbruch bei 1860 nicht

Ebenfalls zurück nach Spanien ging im Sommer 2015 Mittelfeldspieler Edu Bedia, zwölf Monate später folgte Stürmer Rodri. Letzteren zog es nach seiner Vertragsauflösung zum FC Córdoba in die zweite spanische Spielklasse. Bedia ist nach der Zwischenstation Real Oviedo nun bei Real Saragossa. Der Dritte im Bunde, den der TSV 2014 vom FC Barcelona B loseiste, Ilie Sánchez, spielt mittlerweile in den USA bei Sporting Kansas City. Alle drei wurden damals unter Cheftrainer Ricardo Moniz verpflichtet, konnten die hohen Erwartungen jedoch nicht erfüllen.

Moniz und Leonardo jetzt gemeinsam in Eindhoven

Gleiches gilt auch für Ricardo Moniz. Der niederländische Übungsleiter wurde nach nur acht Partien von seinen Aufgaben entbunden, nachdem er vor dem Saisonstart den Aufstieg in die Bundesliga als Ziel proklamiert hatte. Heute trainiert der 52-Jährige den FC Eindhoven (nicht zu verwechseln mit dem amtierenden Meister der Eredivisie, dem PSV Eindhoven) und hat sich dort einen Ex-Löwen dazugeholt. Zugegeben, der Brasilianer Leonardo lief im Zeitraum von Mitte Juli bis Ende November 2014 lediglich acht Mal im blau-weißen Trikot auf. Sein Vertrag wurde kurz nach der Beurlaubung von Moniz aufgelöst.

Ricardo Moniz (l.) holte Leonardo einst zum TSV 1860. Nun sind beide beim FC Eindhoven wieder vereint.

Friend und Volz nicht mehr aktiv, Annan wieder in Finnland

Apropos Vertragsauflösung: Auch der Kanadier Rob Friend verließ den TSV 1860 bereits nach nur einem Jahr. Der Stürmer wechselte in der Wintertransferperiode 2014 zu den Los Angeles Galaxy, sah sich jedoch wenig später aufgrund einer Verletzung dazu gezwungen, seine Karriere als Fußballer zu beenden.

Ebenfalls nicht mehr aktiv ist Moritz Volz, der von 2012 bis 2015 51 Mal für die Löwen auflief. Sechzig war seine letzte Station, danach fand er keinen neuen Verein mehr. Der gebürtige Siegener (Nordrhein-Westfalen) hat jedoch immerhin 125 Premier-League-Einsätze für den FC Fulham sowie neun Bundesligaspiele für den FC St. Pauli vorzuweisen.

Anthony Annan galt als Königstransfer in der Winterpause 2014/15, doch der Neuzugang floppte gewaltig bei den Blauen. Nur dreimal lief er für die Löwen auf, einmal davon über 90 Minuten. Das Missverständnis endete nach einem halben Jahr. Zunächst war der Ghanaer vereinslos, dann ging er zu Stabaek IF nach Norwegen. Seit Januar 2016 kickt Annan wieder da, wo ihn Sechzig gefunden hatte: Bei HJK Helsinki.

Vollmann kickt beim SVS, Wannenwetsch in der 3. Liga

Zwei weitere ehemalige Löwen-Profis, die auch die Jugendmannschaften des TSV durchliefen, haben den Sprung in die erste Liga noch nicht geschafft. Die Rede ist von Korbinian Vollmann und Stefan Wannenwetsch. Während Vollmann inzwischen für Zweitliga-Konkurrent SV Sandhausen auf Torejagd geht, gehört Wannenwetsch zum Drittligakader von Hansa Rostock. Eines hat er jedoch seinem Ex-Mitspieler Vollmann voraus: Von 2014 bis 2016 stand der 25-Jährige beim FC Ingolstadt unter Vertrag und durfte am 12. Dezember 2015 im Spiel gegen den FC Bayern München 37 Minuten Bundesligaluft schnuppern.

Lediglich viermal bei den Profis durfte Markus Schwabl, der Sohn von Ex-Löwe und Unterhaching-Präsident Markus Schwabl, bei 1860 auflaufen. Er kam 2013 von der SpVgg und ging ein Jahr später wieder dorthin zurück. Nach einem eineinhalbjährigen Engagement spielt er seit Januar 2017 beim englischen Drittligisten Fleetwood Town.

Erinnern Sie sich noch an Michael Schick? Der Youngster wurde 2009 vom damaligen 1860-Trainer Uwe Wolf zu den Profis geholt, erzielte ein traumhaftes Tor gegen Kaiserslautern, überzeugte als Außenverteidiger - und wechselte nach nur neun Spielen zum FC Augsburg. Doch weder dort, noch bei Sandhausen und Burghausen konnte er sich durchsetzen. Danach kickte er noch beim SV Pforzheim und dem 1. FC Bruchsal. Seit Sommer 2016 spielt der heute 29-Jährige bei der SpVgg 07 Ludwigsburg in der 7. Liga.

Zurück in der Heimat: Király, Angha und Makos

Gabor Kiraly spielte eine starke EM 2016 mit Ungarn.

Ihre Zeiten bei 1860 waren unterschiedlich lang und erfolgreich, doch eines eint sie: Alle sind zurück in ihrer Heimat. Gábor Király hütete von 2009 bis 2014 das Tor der Löwen, wurde aber nach der Taxi-Affäre aus dem Kader gestrichen und floh nach England zum FC Fulham. Nach nur einem Jahr und lediglich vier Einsätzen ging der Rekordnationalspieler Ungarns 2015 zurück zu seinem Heimatverein Haladás Szombathely.

Nach nur einem Jahr endete das Löwen-Intermezzo für Martin Angha. Der Schweizer kam 2014 aus Nürnberg zu Sechzig, konnte sich aber nicht durchsetzen und verließ die Grünwalder Straße ein Jahr später zum FC St. Gallen. Dort ist er seither Stammspieler.

Als Hoffnungsträger und Stratege geholt, wurde Grigoris Makos zum absoluten Pechvogel. Eine schwere Verletzung bremste den Griechen aus, er fand seine alte Form nicht wieder. Nach einem Jahr verließ er 2013 die Löwen, ging zu Zyperns Vizemeister Anorthosis Famagusta. Seit 2015 spielt Makos bei Panetolikos Agrinio in seiner griechischen Heimat, ist dort ebenfalls Stammspieler.

Rukavina startete noch einmal richtig durch

Ein Ex-Löwe, dessen Karriere noch einmal richtig Fahrt aufgenommen hat, ist Antonio Rukavina. Er verließ 1860 nach dreieinhalb Jahren im Sommer 2012 nach Spanien zu Real Valladolid, wurde dort Stammspieler und überzeugte mit starken Leistungen. Das bewog den FC Villareal dazu, ihn 2014 zu sich zu holen. Dort kickt der Serbe seither und spielt mit dem Verein regelmäßig in der Europa League.

WhatsApp-News zum TSV 1860 gratis aufs Handy: tz.de bietet einen besonderen Service für Löwen-Fans an. Sie bekommen regelmäßig die neuesten Nachrichten zu den Löwen direkt per WhatsApp auf Ihr Smartphone. Und das kostenlos: Hier anmelden!

sk/fw/Video: snacktv

Auch interessant

Meistgelesen

Löwen nach Sieg über Braunschweig erleichtert, aber „es war schon ein bisschen eklig ...“
Löwen nach Sieg über Braunschweig erleichtert, aber „es war schon ein bisschen eklig ...“
Frecher Seitenhieb: 1860-Stadionsprecher veräppelt nach Sieg den FC Bayern
Frecher Seitenhieb: 1860-Stadionsprecher veräppelt nach Sieg den FC Bayern
Drei Neue: Bierofka beweist goldenes Händchen - Grimaldi fehlt im nächsten Spiel
Drei Neue: Bierofka beweist goldenes Händchen - Grimaldi fehlt im nächsten Spiel
1860-Legende macht Schluss: „Schade, dass eine solche Ära zu Ende geht“
1860-Legende macht Schluss: „Schade, dass eine solche Ära zu Ende geht“

Kommentare