Klare Worte des Abwehrchefs

Mauersberger: „Wir wollen raus aus der Regionalliga!“

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Fitmachen für den Aufstieg: Jan Mauersberger und die Löwen absolvieren gerade ein Trainingslager in Spanien.

Die Löwen bereiten sich in Oliva Nova auf die Rückrunde der Regionalliga vor. In Hoffnung, dass die letzte Rückrunde dort ist.

Oliva Nova - Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive Meisterschaften, heißt eine viel zitierte Weisheit aus dem US-Sport. Bislang gilt sie auch für den TSV 1860. Während die Regionalliga-Löwen bei den geschossenen Toren (49) nur Tabellen-Dritter hinter Nürnberg II (55) und Ingolstadt II (50) sind, liegen sie bei den Gegentreffern (16) klar vor der Konkurrenz. Ein Verdienst auch von Vizekapitän Jan Mauersberger und Kapitän Felix Weber, die nach Lage der Dinge auch in der Restrückrunde die Stamm-Innenverteidigung bilden werden.

„Extrem schwer“ sei es, gegen 1860 ein Tor zu schießen, sagt Mauersberger. „Und das muss auch so bleiben. Wir wollen mit einem guten Start in Nürnberg gleich zeigen, dass wir wieder da sind nach der langen Pause.“

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Fitmachen für den Aufstieg: Die Löwen absolvieren gerade ein Trainingslager in Spanien.

Im Test gegen den polnischen Zweitligisten Sosnowiec (1:0) ließen „Mauer“ und Weber am Dienstag nichts anbrennen. Heute um 15.30 Uhr werden sie vom chinesischen Erstliga-Aufsteiger Bejing Renhe wohl noch härter geprüft werden. „Da müssen wir uns warm anziehen und eine Schippe drauflegen“, warnt Trainer Daniel Bierofka vor dem Team um den argentinischen Mittelfeld-Lenker Augusto Fernandez, der im Januar für vier Millionen Euro von Atlético Madrid nach China wechselte.

Summen, von denen sie bei den Löwen seit dem 2017er-Crash nur noch träumen können. Immerhin kam im Winter mit Michael Görlitz kostengünstige Qualität hinzu. Mauersbergers Einschätzung: „Michi passt nicht nur sportlich, sondern auch menschlich in die Mannschaft. Das ist für mich besonders wichtig, weil Charakter oftmals das Talent schlägt.“

Mauersberger paukt auch im Trainingslager fürs Studium

Damit spricht Mauersberger auch über sich selbst. „Ich bin ein eher ruhiger Führungsspieler“, sagt er, „weniger der Lautsprecher.“ Dafür vielleicht bald Pressesprecher? Auch im Trainingslager hat Mauersberger Stoff für sein Medien- und Kommunikationsmanagement-Studium dabei. Eine Hausarbeit ist demnächst abzuliefern. Ob er nach dem Abschluss (Bachelor) bei einem Klub oder beim Fernsehen arbeiten will? Zunächst mal stehe noch der aktive Fußball an erster Stelle, sagt der Ex-Karlsruher, der im vergangenen Sommer ein Rückkehr-Angebot in die Dritte Liga ablehnte. Bis 2019 läuft Mauersbergers Vertrag bei 1860, bei einer bestimmten Anzahl von Einsätzen könnte er sich um eine weitere Saison verlängern. Zum Sportlichen sagt Mauersberger: „Natürlich wollen wir so schnell wie möglich raus aus der Regionalliga.“

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Klubpolitisch will er sich kein Statement zumuten. Nur so viel: „Ich find's momentan gut, dass wir in Giesing sind. Dadurch sind wir wieder näher an den Fans. Leider ist das Grünwalder Stadion nach momentanem Stand keine Dauerlösung. Prinzipiell ist für Sechzig diese Fannähe wichtig, Giesing ist unsere Heimat und wir wollen ein Verein zum Anfassen bleiben.“ Da spricht auch schon der Marketing- und Kommunikations-Experte. 

lk

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