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Ziereis und Steinhart zurück bei Sechzig - Volland war involviert

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Von: Ludwig Krammer

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Training TSV 1860 Muenchen
Phillipp Steinhart soll die Löwen auf der linken Seite verstärken. © Christina Pahnke / sampics

Nach den jüngsten Erfolgen in der Liga und im Toto-Pokal können die Löwen auch personell positive Schlagzeilen schreiben - Trainer Daniel Bierofka gibt sich sehr zufrieden mit den beiden Neuzugängen.

München - Zuletzt reagierte Daniel Bierofka ziemlich gereizt, wenn die Rede auf potenzielle Löwen-Zugänge kam. Er werde dazu nichts mehr sagen, solange nichts fix sei, hieß die Standardantwort des 1860-Trainers – garniert mit einem Blick, der in unbedarften Fragestellern durchaus Fluchtgedanken auslösen konnte.

Am Donnerstagmittag musste niemand Angst haben. Soeben hatten die Löwen bekannt gegeben, dass Stürmer Markus Ziereis (24) und Links-Allrounder Phillipp Steinhart (25) Verträge bis 2020 unterschrieben haben, als sich ein (für seine Verhältnisse) entspannter Bierofka der Fragerunde stellte. Froh sei er, dass nun alles geklärt sei, meinte er. Beide neuen Spieler seien „in einem guten Alter, erfolgshungrig und noch entwicklungsfähig. Und sie können sich mit dem Verein identifizieren, sind hier bei Sechzig ausgebildet worden. Das ist genau das, was wir suchen“. Bereits am Donnerstag trainierten die beiden Neuzugänge mit der Mannschaft. 

Mit Steinhart, über die Stationen Bayern II (Regionalliga) und Sportfreunde Lotte (Dritte Liga) zu 1860 zurückgekehrt, bekommt ­Bierofka einen flexiblen Linksfuß, der auf der linken Seite jede Position spielen kann. Ex-Bayern-Trainer Pep Guardiola nahm den gebürtigen Dachauer in der Sommer-Vorbereitung 2015 sogar mit auf die obligatorische China-Reise. Was er von Pep gelernt habe? Steinhart schmunzelnd zur tz: „Er hat sehr viele taktische Kniffe drauf, da habe ich viel aufsaugen und mitnehmen können.“ Für Bayern II bestritt Steinhart 56 Spiele, in der vergangenen Saison in Lotte kam er auf 30 Einsätze, fehlte aber beim 2:0-Pokal-Triumph gegen die Pereira-Löwen im Februar.

Ziereis: „Kevin hat mir zur Rückkehr geraten“

Auch Kollege Ziereis erlebte den Relegationssieg des SSV Jahn Regensburg gegen die Löwen verletzungsbedingt nur als Zuschauer mit. Nach dem Aufstieg hoffte der Oberpfälzer aus Roding (Landkreis Cham) auf Einsatzchancen in der Zweiten Liga, um sich beim Saisonauftakt in Bielefeld nicht auf der Kaderliste wiederzufinden. Der Kontakt zu 1860 habe da bereits bestanden, verrät Ziereis, dessen bis 2018 datierter Vetrag beim Jahn nach einigem Hin und Her aufgelöst wurde. „Für mich ist Sechzig kein Rückschritt“, sagt er. „Ich will mich hier durchsetzen und meine Einsatzzeiten erhöhen. Ich kann neben Sascha Mölders spielen oder hinter ihm – es gibt viele Möglichkeiten.“

Auf Nachfrage unserer Redaktion, was ihm sein bester Freund Kevin Volland geraten habe, muss Ziereis nicht lange überlegen: „Ich habe ihn natürlich gefragt, ob ich’s machen soll. Und Kevin hat mir zur Rückkehr geraten. Hier herrscht Aufbruchsstimmung. Jeder will zurück in den Profifußball.“ Mit dem Aufsteigen hat Ziereis schon Erfahrung: „Ich habe in Darmstadt einen Aufstieg erlebt und in Regensburg zwei.“ Nur bei 1860 klappte es vor vier Jahren nicht. Gegen den SV Elversberg zogen die „kleinen Löwen“ mit Ziereis, Steinhart und Nico Karger 2013 den Kürzeren (2:3 und 1:1). Gegen eine Revanche hätte niemand was einzuwenden an der Grünwalder Straße. 

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