"Auf Abstiegs-Spannung kann ich gut verzichten"

+
Einsamer Rufer? Torhüter Michael Hofmann hat mit 1860 bereits einen Abstieg (2004) und zwei Fast-Abstiege (2006, 2008) erlebt.

Die Vorzeichen für den TSV 1860 sind gelinde gesagt schlimm. Vier der vergangenen fünf Spiele gegen den FC Augsburg haben die Löwen zu Null verloren (3 x 0:3, 1 x 0:1), der 6:2-Kantersieg aus der Saison 2007/08 fällt in die Kategorie „Ausnahme von der Regel“.

Und für Michael Hofmann ist alles noch viel schlimmer. Seine FCA-Bilanz liest sich apokalyptisch: Drei Spiele, dreimal 0:3. Kein Wunder, dass das Torwart-Urvieh im Gegensatz zu Trainer Uwe Wolf das A-Wort in den Mund nimmt. „Augsburg“, sagt Hofmann, „das ist für uns der Angstgegner schlechthin. Die liegen uns nicht – und ich kann nicht sagen, warum.“

Dabei wäre die Antwort auf genau diese Frage nicht ganz unwichtig beim Kurieren der Schwaben-Seuche. Trainer Wolf weiß das. Und er scheint voranzukommen bei der Entwicklung eines Gegenmittels. Im Mittwochstraining testete der Pfälzer eine interessante Aufstellung, die auf eine radikale Kontertaktik in der Rosenau schließen lässt. Als einzige Spitze agierte Benny Lauth, dahinter als Finalpass-Geber Fabian Johnson. Und auf dem rechten Flügel durfte Antonio Rukavina wie schon in der Schlussviertelstunde in Oberhausen für den formschwachen Stefan Aigner ran, Nik Ledgerwood gab den Rechtsverteidiger.

Die 1860-Transferbörse

Die aktuelle Transferbörse des TSV 1860: Wer könnte kommen, wer gehen?
Endlich ist der Klassenerhalt der Löwen in trockenen Tüchern - nun ist der Aufstieg 2010 das große Ziel. Dafür soll Miroslav Stevic eine schlagkräftige Truppe basteln - und hat alle Hände voll zu tun. Viele Verträge läufen aus, das Geld für Neuverpflichtungen ist knapp. Ein Aufstiegsteam zu formen ist keine einfache Aufgabe. Wer könnte kommen, wer gehen? tz-online.de fasst zusammen, was in der Gerüchteküche auf heißer oder lauwarmer Flamme gekocht wird. © sampics
Die aktuelle Transferbörse des TSV 1860: Wer könnte kommen, wer gehen?
Markus Thorandt: Planen müssen die Löwen ohne den Rechtsverteidiger. Er entschied sich gegen das Vertragsangebot der Löwen und wechselt ablösefrei zum FC St. Pauli. © sampics
Die aktuelle Transferbörse des TSV 1860: Wer könnte kommen, wer gehen?
Anton Fink (SpVgg Unterhaching): Für die 2. Liga erschien er dem damaligen Löwen-Trainer Marco Kurz im Sommer 2008 nicht stark genug. Bei Haching in der 3. Liga stellt er inzwischen sein Können unter Beweis, trifft nach Belieben und wird von vielen Vereinen umworben. Auch von 1860. Sein Vertrag läuft bis 2010, er würde Ablöse kosten. © sampics
Die aktuelle Transferbörse des TSV 1860: Wer könnte kommen, wer gehen?
Marko Lomic (TuS Koblenz) Im Winter scheiterte es nur an Kleinigkeiten: Miroslav Stevic wollte den Serben (links) von der TuS Koblenz als "Einstandsgeschenk" neben Rukavina und Gulan mitbringen. Er stand sogar schon auf der Transferliste, doch der Wechsel scheiterte an überzogenen Ablöseforderungen (angeblich 800.000 Euro). Ein gestandener Linksverteidiger könnte den Löwen nicht schaden, wenngleich Michael Schick gute Ansätze zeigt. Lomic hat Vertrag bis 2010 bei Koblenz. © dpa
Remo Meyer
Remo Meyer (Red Bull Salzburg) „Wir haben das Thema 1860 angeschnitten“, verriet sein Berater Ludwig Kögl, „sein Vertrag bei Red Bull Salzburg läuft ja zum Saisonende aus.“ Der 28-jährige Schweizer Defensivspieler (rechts, Archivfoto im Löwen-Trikot), der bereits von 2002 bis 2005 beim TSV 1860 unter Vertrag stand, wäre also ablösefrei zu haben. © sampics
Die aktuelle Transferbörse des TSV 1860: Wer könnte kommen, wer gehen?
Thomas Broich (TSV 1860): Für einen Wechsel zum TSV 1860 spricht einiges. Sein Berater Michael Koppold (u.a. Bierofka, Aigner und mehrere Jugendspieler) geht bei den Löwen ein und aus. Broich kommt beim 1. FC Köln kaum zum Zuge, ist bundesligaerfahren und hat die filigranen Fähigkeiten (Spitzname: "Mozart"), um die Löwen als Mittelfeld-Dirigent an die Spitze zu lenken. Schon 2003 stand der gebürtige Münchner kurz vor einem Wechsel zu den Löwen - klappt es im zweiten Anlauf? © dpa
Die aktuelle Transferbörse des TSV 1860: Wer könnte kommen, wer gehen?
Mourad Hdiouad (FC Augsburg): Im Winter schien es ganz heiß zu sein mit einem Wechsel, jetzt ist der Draht wohl etwas abgekühlt. Der Vertrag des Augsburger Mittelfeldmanns (rechts) läuft zum Saisonende aus. "Ich habe einen Namen", ist sich der 23-malige marokkanische Nationalspieler bewusst - deswegen strebt er eigentlich nach einer höheren Liga. © sampics
Die aktuelle Transferbörse des TSV 1860: Wer könnte kommen, wer gehen?
Valdet Rama (FC Ingolstadt): Der Ingolstädter Dribbelkünstler (links) hat erst im Winter beim Abesteiger bis 2012 verlängert, allerdings gilt der Vertrag nur für die 2. Bundesliga. Deshalb soll er in den Überlegungen von 1860 eine Rolle spielen. Für ihn müssten die Löwen aber tief in die Tasche greifen. Unlängst hat Rama (21/gebürtig im Kosovo, albanische Staatsbürgerschaft) auch die deutsche Staatsbürgerschaft bekommen und könnte noch in diesem Jahr bei der U21-EM in Schweden spielen. © dpa
Krstajic
Mladen Krstajic (FC Schalke 04): Der serbische Abwehr-Routinier ist Landsmann von Miki Stevic. Sein Vertrag bei den Schalkern läuft zum Saisonende aus. Die "Bild" bringt ihn als Verpflichtung ins Spiel. Krstajic scheint aber für die Löwen eine Kategorie zu teuer zu sein. © dpa
Die aktuelle Transferbörse des TSV 1860: Wer könnte kommen, wer gehen?
Ivo Ilicevic (Greuther Fürth): Wie die tz erfuhr, ist der TSV 1860 an einem „jungen Mittelfeldspieler“ von Greuther Fürth interessiert. Es handelt sich wahrscheinlich um den 22-jährigen Ivo Ilicevic (rechts), der an Fürth ausgeliehen ist und noch bis 2010 beim VfL Bochum unter Vertrag steht. Nach Bochum besitzt Miki ­Stevic gute Kontakte, der Löwen-Sportdirektor war dort einst als Spieler tätig. © dpa
Die aktuelle Transferbörse des TSV 1860: Wer könnte kommen, wer gehen?
Stephan Schröck (Greuther Fürth): Bei dem "jungen Mittelfeldspieler" von Greuther Fürth könnte es sich aber auch um Stephan Schröck (links im Foto) handeln. Der 22-jährige rechte Außenbahnspieler mit philippinischen Wurzeln durchlief mehrere Jugendnationalmannschaften beim DFB. Sein Vertrag läuft bis 2010, und ablösefrei werden ihn die Fürther kaum ziehen lassen. © dpa
Die aktuelle Transferbörse des TSV 1860: Wer könnte kommen, wer gehen?
Marco Caligiuri (Greuther Fürth): Noch ein junger Mittelfeldmann von den Fürthern. Auch der Vertrag des quirligen Offensivmanns läuft bis 2010. Der Deutsch-Italiener mit Bundesligaerfahrung (links, Foto im Trikot des MSV Duisburg) ist bei Fürth nach langer Verletzungspause nicht mal Ergänzungsspieler. Fürth würde "Calli" wohl keine Steine in den Weg legen. © dpa
Die aktuelle Transferbörse des TSV 1860: Wer könnte kommen, wer gehen?
Youssef Mokhtari (FSV Frankfurt): Der marokannische Nationalspieler (links) wirbelt im offensiven Mittelfeld des FSV. Weil sein Vertrag ausläuft, steht er auf vielen Wunschzetteln. Könnten die Löwen ihn wirklich überzeugen, nach München zu wechseln? © dpa
Adlung
Daniel Adlung (VfL Wolfsburg): Laut "Wolfsburger Allgemeine" soll er den VfL Wolfsburg um die Freigabe für ein Leihgeschäft zur neuen Saison gebeten haben. Der gebürtige Fürther kommt bei den "Wölfen" nicht zum Zuge und will nicht in der Regionalliga versauern. Der Mittelfeldspieler kann im Zentrum wie auf der Außenbahn spielen. © dpa
Die aktuelle Transferbörse des TSV 1860: Wer könnte kommen, wer gehen?
Imre Szabics (FC Ausgburg, rechts) Zu den Löwen bestand vor seinem Wechsel nach Augsburg 2007 schon Kontakt. Der könnte nun wieder aufgewärmt werden. Der bundesligaerfahrene Ungar (u.a. 14 Tore für den VfB Stuttgart) wäre mit seinen 1,80m Körpergröße allerdings nicht der lange Stürmertyp, den die Löwen suchen, um neben Benny Lauth den "Schroth" zu mimen. © dpa
Die aktuelle Transferbörse des TSV 1860: Wer könnte kommen, wer gehen?
Antonio Rukavina: Der Serbe kam mit dem Geld von Doch-nicht-Investor Nicolai Schwarzer. Sein Leih-Engagement läuft am Saisonende aus, und eine Weiterverpflichtung dürfte teuer werden. Andererseits: Der BVB ist mit Owomoyela und Lee auf der Rechtsverteidiger-Position doppelt besetzt. Und die Löwen und Rukavina: Das passt doch eigentlich! Wenn er sich mit der (hoffentlich bei den Löwen nur vorübergehenden) Zweitklassigkeit anfreunden kann, wäre ein Verbleib im Bereich des Möglichen. © sampics
Die aktuelle Transferbörse des TSV 1860: Wer könnte kommen, wer gehen?
Nikola Gulan: Der Perspektivspieler war der andere neue Mann, den Miroslav Stevic mit dem Vorschuss von Doch-nicht-Investor Nicolai Schwarzer zu den Löwen lotste. Bislang konnte sich der Youngster nicht durchsetzen. Bemühen sich die Löwen überhaupt um eine Weiterverpflichtung vom AC Florenz? Das scheint bisher unwahrscheinlich. © sampics
Die aktuelle Transferbörse des TSV 1860: Wer könnte kommen, wer gehen?
Julian Baumgartlinger: Für den jungen Österreicher scheinen die Löwen keine Verwendung zu haben - zumindest nicht in der ersten Mannschaft. Allerdings könnte er unter Neu-Coach Ewald Lienen doch wieder eine Perspektive im Verein haben. Angeblich soll ein Serie-A-Club Interesse zeigen. © sampics
Die aktuelle Transferbörse des TSV 1860: Wer könnte kommen, wer gehen?
Danny Schwarz: Der bald 34-jährige Routinier kämpft nicht nur um einen Stammplatz, sondern auch um eine Verlängerung seines auslaufenden Vertrags bei 1860. Lange warten will er nach eigener Aussage nicht. Wie zu hören ist, soll sein Ex-Klub, die SpVgg Unterhaching, eine Rolle in Schwarz’ Überlegungen spielen. Danny selbst will so konkret noch nicht werden. „Mein Ziel ist es, weiterhin mindestens in der 2. Liga zu spielen“, sagt er. © sampics
Die aktuelle Transferbörse des TSV 1860: Wer könnte kommen, wer gehen?
Nicolas Ledgerwood: Als es unter Marco Kurz schlecht lief, lief es bei Ledgerwood richtig gut. Er war einer der wenigen Lichtblicke, wurde sogar ins kanadische Nationalteam berufen. Unter Uwe Wolf zeigte die Formkurve wieder nach unten. Sein Vertrag läuft aus, seine Zukunft ist ungewiss. © sampics
Die aktuelle Transferbörse des TSV 1860: Wer könnte kommen, wer gehen?
Christoph Burkhard: Auch er steht vor einer ungewissen Zukunft, wird bei den Profis nicht gebraucht, und sein Vertrag läuft aus - der nächste Streichkandidat. © sampics
Die aktuelle Transferbörse des TSV 1860: Wer könnte kommen, wer gehen?
José Holebas: Anders als Burkhard kam der Offensivmann wenigstens zu einzelnen Profi-Einsätzen, überzeugte aber höchstens ansatzweise. Der Offensivmann kam 2006 aus der Landesliga und schien zum großen Sprung anzusetzen, der ihm aber doch nie gelungen ist. Jetzt läuft sein Vertrag aus. © sampics
Die aktuelle Transferbörse des TSV 1860: Wer könnte kommen, wer gehen?
Florian Jungwirth: Der U19-Europameister hat - anders als seine Titelkollegen - noch nicht so recht im Profiteam Fuß gefasst. Sein Vertrag läuft am Saisonende aus. Trauen es ihm die Löwen zu, sich zu entwickeln und eine Verstärkung der ersten Mannschaft zu werden? Traut der Defensiv-Allrounder es sich selbst zu? Oder sieht er anderswo bessere Perspektiven? © sampics
Die aktuelle Transferbörse des TSV 1860: Wer könnte kommen, wer gehen?
Sven Bender: Die Bender-Zwillinge sind das Tafelsilber des TSV 1860 München. An Sven sollen der VfL Wolfsburg und der BVB interessiert sein - hinsichtlich eines Wechsels zu Real Madrid gab es lediglich letzten Sommer ein einziges loses Gespräch. © sampics
Die aktuelle Transferbörse des TSV 1860: Wer könnte kommen, wer gehen?
Lars Bender: Der Mittelfeldspieler wechselt nach der Saison 2009/2010 definitiv zu Bayer Leverkusen. Ablösesumme: Etwa zwei Millionen Euro. © sampics
Mathieu Béda
Mathieu Béda: Laut der französischen Sporttageszeitung "L'Equipe" soll der Franzose beim Bundesligisten Hannover 96 seinen Landsmann Valérien Ismael ersetzen. © sampics
Die aktuelle Transferbörse des TSV 1860: Wer könnte kommen, wer gehen?
Markus Schroth: Der dauerverletzte Angreifer bestritt noch kein einziges Pflichtspiel für die Löwen - dabei könnten die ihn so nötig brauchen, um im gegnerischen Strafraum die Bälle aus der Luft zu pflücken - um sie zu versenken oder auf nachrückende Spieler abzulegen. Die Realität sieht jedoch anders aus: Das Karriereaus ist die wahrscheinlichste Option nach zwei Jahren ohne Einsatzminute. © sampics
Die aktuelle Transferbörse des TSV 1860: Wer könnte kommen, wer gehen?
Michael Schick: Der Linksverteidiger ist die Entdeckung der Rückrunde, könnte den Löäwen jedoch schon bald abhanden kommen. Angeblich hat die SpVgg Greuther Fürth ihre Fühler nach dem Youngster ausgestreckt. „Der Junge kommt aus unserer Jugend, wir würden ihn gerne behalten", sagt Manager Miki Stevic. Dann müssen sich die Löwen aber sputen, denn Schicks Amateurvertrag läuft im Sommer aus. © Sampics
Die aktuelle Transferbörse des TSV 1860: Wer könnte kommen, wer gehen?
Gregg Berhalter: Er ist schon weg. Der Innenverteidiger, dem die Löwen viel zu verdanken haben, kehrte bereits Anfang April in die USA zurück, wo er einen Vertrag bei LA Galaxy unterschrieb.. © sampics

„Eine Variante“ sei das, die durchaus Marktreife erlangen könne, erklärte Wolf, der sein erstes Derby als 1860-Cheftrainer als „ganz besonderes Spiel“ betrachtet, „in dem wir einiges gutzumachen haben“. 0:1 hieß es in der Hinserie, Daniel Baiers Doppelpass-Lupfer-Traumtor ist jedem Löwenfan noch in schlimmster Erinnerung. Wieder eine Pleite am Freitag, dann würden bei 1860 endgültig die Alarmglocken läuten. „Der Relegationsplatz ist noch nicht weit genug weg“, warnt Hofmann, der die Dynamik des Abstiegsstrudels seit 2004, dem Fall in die 2. Liga, nur allzu gut kennt. „Vor drei Jahren haben wir uns erst mit dem 1:0 gegen Saarbrücken gerettet, letztes Jahr mit dem 1:1 an Pfingsten gegen Osnabrück. Auf dieses Zittern, diese Abstiegsspannung kann ich gut verzichten!“

Uwe Wolf bleibt bis Saisonende 1860-Coach - und dann? 41 Trainer-Kandidaten

01_kurz_1
Die Ära Marco Kurz beim TSV 1860 München ist seit 24. Februar beendet. © dpa
uwe_wolf
UWE WOLF: Der bisherige "Assi" übernahm zunächst als Interims-Trainer und wurde am 2. März zum Cheftrainer befördert - bis mindestens zum Saisonende. Doch was dann? Nach den schwachen Leistungen der Löwen in den vergangenen Wochen ist davon auszugehen, dass sich die Löwen einen neuen Coach suchen. © Sampics
loewe
Wer ist auf dem Markt, wer würde sich anbieten? tz-online stellt Ihnen mögliche Kandidaten vor, von Top-Favoriten bis hin zu eher unwahrscheinlichen Namen - Gedankenspiele sind aber zumindest alle wert. Ob sich die Löwen einen davon auf den Trainerstuhl holen? Wer wäre Ihr Favorit? Klicken Sie sich durch! © dpa
lienen
EWALD LIENEN: "Zettel-Ewald" Lienen scheint ein ernsthafter Kandidat. Auf Nachfrage der tz vor dem Spiel der Löwen gegen Rostock sagte Lienen: „Das wird seit Wochen spekuliert, aber ich sage dazu nichts. 1860 hat am Freitag ein sehr wichtiges Spiel, und da wäre ein Kommentar von mir respektlos gegenüber allen Beschäftigten.“ © dpa
Milan Sasic: Nach seiner überraschenden Entlassung beim 1. FC Kaiserslautern wäre Sasic für die Löwen zu haben. Prominente Fürsprecher hat der Kroate allemal: Löwen-Urgestein Fredi Heiß: "Die Lösung mit Sasic wäre gar nicht mal so falsch", so Fredi Heiß. © dpa
andermatt
MARTIN ANDERMATT: Den Sprung zum "großen" Trainer hat Martin Andermatt hierzulande noch nicht geschafft, dennoch schätzen viele Experten seinen Sachverstand und die Balance aus Disziplin und Fingerspitzengefühl, die ihm gelingt. Andermatt war zuletzt Trainer des BSC Young Boys in der Schweiz. Er führte aber unter anderem auch den SSV Ulm in die Bundesliga und versuchte sich bei Eintracht Frankfurt. Er wäre bezahlbar und passt ins Anforderungsprofil. Einer für die Löwen also? © dpa
auge
KLAUS AUGENTHALER: Seit seiner Vertragsauflösung in Wolfsburg am 19. Mai 2007 hat der ehemalige Bayern-Kapitän keinen Verein mehr trainiert. Fraglich allerdings, wie eine Verpflichtung bei den Löwenfans ankommen würde. Gegen Ex-Rote gibt es zumindest gefühlsmäßige Vorbehalte. Und: Miroslav Stevic hat eigentlich kategorisch ausgeschlossen, dass jemand mit FCB-Vergangenheit die Löwen trainiert. © dpa
finke
VOLKER FINKE: Der Ex-Lehrer gilt unter vielen Fans als Wunschkandidat. Schließlich steht er für Fachkenntnis und Kontinuität - beides hätten die Löwen derzeit bitter nötig. Nachdem er über 15 Jahre den SC Freiburg trainiert hat, soll er nun bei den Urawa Red Diamonds in Japan einen neuen Posten antreten. Insofern wäre eine Verpflichtung kaum zu realisieren. © dpa
komornicki
RSYZARD KOMORNICKI: Ebenfalls auf der Kandidatenliste steht der Pole Rsyzard Komornicki. Der trainiert derzeit den Schweizer Erstligisten FC Aarau. © FC Aarau
higl
ALFONS HIGL: Als Co-Trainer des VfB Stuttgart wurde Higl Deutscher Fußball-Meister. Und: Der gebürtige Bayer hat bereits Löwen-Erfahrung, er coachte vor seinem VfB-Engagement die zweite Mannschaft der Sechziger. © dpa
02_toppi
KLAUS TOPPMÖLLER: Der Mann aus Rivenich an der Mosel, ein Löwenfan seit Kindheitstagen, trainierte zuletzt die Nationalmannschaft Georgiens. Am 2. April 2008 wurde sein Vertrag wegen „extrem mittelmäßigen Ergebnissen" (Verbandssprecher Nodar Akhalkatsi) aufgelöst. Vor zwei Jahren empfahl Toppmöller den Löwen Abwehrspieler Mate Ghvinianidze. Gibt’s bald ein Wiedersehen? © dpa
06_slomka
MIRKO SLOMKA: Den ehemaligen Schalke-Trainer brachte Ex-Vizepräsident Josef Hilz ins Gespräch: „Ich könnte mir Slomka als Trainer bei 1860 vorstellen." Fraglich allerdings, ob die Löwen die Gehaltsforderungen Slomkas erfüllen könnten. © dpa
veh
ARMIN VEH: Einen krassen Sprung nach unten hat Armin Veh schon einmal vollführt. 2003 vom Bundesligisten Hansa Rostock zum Drittligisten FC Augsburg. Ob der gebürtige Augsburger noch einmal Lust auf Unterhaus-Luft hat? © dpa
nowak
PETER NOWAK: Die ehemalige Mittelfeld-Granate spielte mit Micky Stevic von 1994 bis 1997 bei 1860. Nowak wurde in den USA Meister mit Chicago und Washington. Seit Januar 2007 ist er Assistenztrainer des US-Nationalteams und Trainer der U 23. Ob er für die Löwen den Weg über den großen Teich machen würde? © dpa
03_lorant_1
WERNER LORANT: Der 60-jährige Ex-Löwen-Trainer überwintert mit seinem Klub DAC Dunajska Streda auf Platz fünf in der ersten slowakischen Liga. Am 28. Februar beginnt die Rückrunde. Mit Lorant? „Micky Stevic kann mich anrufen", sagte Lorant der tz. Werner Beinhart – immer noch eine Option für die Blauen? © dpa
trares_1
BERNHARD TRARES: Der ehemalige Löwen-Kapitän war von Dezember 2004 bis April 2006 Co-Trainer unter Reiner Maurer. Derzeit ist er Chefcoach bei Wormatia Worms in der vierten Liga. Als harter Hund, der das blaue Umfeld kennt, nicht die schlechteste Lösung. © dpa
10_doll
THOMAS DOLL: In der Vita des sympathischen Ex-Nationalspielers stehen bislang zwei Trainerstationen - bei beiden ist er gescheitert. Beim Hamburger SV ging es nach zwischenzeitlichem Erfolg rapide bergab, der Club geriet sogar in Abstiegsnöte. Bei Borussia Dortmund kam es gleich gar nicht zu Erfolg. Fraglich, ob der Trainer nicht zu lieb für ein Zweitliga-Kellerkind wäre. Aber immerhin ist er auf dem Markt. © dpa
12_loose
RALF LOOSE: Nur von September 2007 bis April 2008 dauerte sein Engagement beim FC Augsburg - von einem "Erfolgstrainer" kann man also nicht gerade sprechen. Außerdem läuft sein Vertrag beim FCA noch bis 2010, er bekommt also bequem monatlich sein Gehalt überwiesen und kann sich zurücklehnen. Fraglich, ob er unter diesen Umständen wirklich ein aussichtsreicher Kandidat für die Kurz-Nachfolge ist. © dpa
14_wolf
WOLFGANG WOLF: Der Pfälzer wurde am 11. April 2007 in Kaiserslautern entlassen, bei 1860 würde er ein ähnlich emotionales Umfeld vorfinden. Wie man in die Erste Liga aufsteigt, weiß Wolf. 2004 führte er den 1. FC Nürnberg wieder nach oben. © dpa
18_maurer
RAINER MAURER: Rainer Maurer ist in Punkten pro Spiel gemessen der erfolgreichste Löwen-Trainer seit 1994. Er trainiert derzeit in Griechenland den AO Kavala, verfolgt aber die Löwen aus der Ferne genauestens. "Den Löwen steht wieder ein unbefriedigendes Jahr bevor", sagte er im tz-Interview. Wäre er bereit, als neuer Trainer etwas daran zu ändern? © dpa
von heesen
THOMAS VON HEESEN: Er gilt als ein hoffnungsvoller Trainer der "neuen" Generation, auch wenn er beim 1. FC Nürnberg gescheitert ist. Ob Apollon Limassol in Zypern die Erfüllung seiner Träume ist? Diesen Club trainiert er nämlich im Moment. © dpa
brehme
ANDREAS BREHME: Noch ein "Ex-Roter", wie er bei den Löwen eigentlich unerwünscht ist. Zudem stand Brehme beim 1. FC Kaiserslautern und der SpVgg Unterhaching in seiner Trainerlaufbahn bislang nicht gerade für überschäumenden Erfolg. © dpa
lodda
LOTHAR MATTHÄUS: Er wird fast immer, wenn in Deutschland ein Trainerposten frei ist, ins Gespräch gebracht. Was wäre, wenn die Löwen ihn anrufen würden? "Ich höre mir alles an", so Matthäus. Doch er sagt auch: "Die Frage stellt sich für mich nicht. Ich habe meinen Vertrag in Israel und fühle mich dort wohl." Und: Stevic hat einen "roten" Trainer eigentlich ausgeschlossen. © dpa
pflipsen
KARLHEINZ PFLIPSEN: Wenn's keiner mit roter Vergangenheit sein darf, wieso dann nicht ein unerfahrener Trainer mit blauer Vergangenheit? Der Ex-Löwe coachte zuletzt die U23 von Rot-Weiß Essen. "Kalla" wäre sicher nicht die erfahrene Lösung - aber er wäre Löwen-Trainer mit Leidenschaft. © dpa
basler
MARIO BASLER: "Super-Mario" hat natürlich auch "FC Bayern München" in seiner Vita stehen und kommt damit nicht in Frage. Oder doch? Momentan ist Basler Coach und Sportlicher Leiter bei Eintracht Trier - die zweite Liga wäre für ihn womöglich eine reizvolle Herausfordernung. © dpa
geyer
EDUARD GEYER: Harter Hund gefällig? Bitte, hier ist er! Neben Werner Lorant wäre "Ede" wohl der größte Disziplinfanatiker auf der Kandidatenliste. Vielleicht könnte er den Löwen ja Beine machen. Zuletzt war Geyer bei Dynamo Dresden unter Vertrag. © dpa
hoergl
RAINER HÖRGL: Er führte den FC Augsburg in die zweite Liga. Aus persönlichen Gründen trat er jedoch im September 2007 zurück. Sucht er nun eine neue Herausforderung? © dpa
krauss
BERND KRAUSS: An Erfahrung mangelt's dem gebürtigen Dortmunder nun wirklich nicht. Sein letztes Engagement in Deutschland war allerdings im Jahr 2000 (BVB). Vielleicht reizt ihn ja eine neue Herausforderung in der Heimatland? Krauss wäre auf dem Markt. © dpa
10_jara
KURT JARA: Der Österreicher ist seit rund zwei Jahren arbeitslos und wartet auf ein neues Engagement. Möglicherweise könnte er den Löwen wieder den nötigen Biss verleihen. © dpa
11_gerland
HERMANN GERLAND: Er könnte mit seiner ganzen Erfahrung für den Löwen-Aufschwung sorgen. Doch holt sich der TSV 1860 ausgerechnet einen Bayern-Trainer - und würde er es ernsthaft in Erwägung ziehen? © dpa
rapolder
UWE RAPOLDER: Er ist seit langem ein großer Löwen-Sympathisant. Deshalb taucht auch der ehemalige Köln-Coach in dieser Liste auf. Rapolder coacht derzeit die TuS Koblenz, und Miki Stevic hat sein Engagement bereits ausgeschlossen. Oder war das ein Täuschungsmanöver? © dpa
moeller
ANDREAS MÖLLER: Er ist als Persönlichkeit bei den Fans ähnlich umstritten wie Lothar Matthäus, versucht derzeit aber auch, als Fußball-Funktionär Fuß zu fassen. Nach seinem Trainerengagement bei Viktoria Aschaffenburg ist er nun Manager bei Kickers Offenbach. Ein Trainerjob in der zweiten Liga würde ihn bestimmt reizen. Aber würde die Löwen auch "Andy" reizen? © AP
neubarth
FRANK NEUBARTH: Der Ex-Profi durfte immerhin schon einmal den FC Schalke 04 trainieren, kam aber dort mit dem schwierigen Umfeld nicht klar. Anschließend versuchte er sich bei Carl Zeiss Jena und Holstein Kiel. Geben die Löwen dem 27-Jährigen eine neue Chance? © dpa
ristic
ALEKSANDAR RISTIC: Erfahrung, Disziplin, Sympathie, Unterhaltungswert - der bosnische Trainer-Routinier steht für vieles. Seine letzte Station KFC Uerdingen ist schon rund ein Jahr her - ein neues Engagement könnte Ristic womöglich reizen. © dpa
rolff
WOLFGANG ROLFF: Der Ex-Profi ist als "Schatten" von Thomas Schaaf bei Werder Bremen bekannt. Wer weiß, ob der Co-Trainer aber nicht in Wirklichkeit eine verantwortliche Tätigkeit anstrebt? Zumal der vermeintlich bequeme Job bei Werder Bremen derzeit etwas ungemütlich wird. © dpa
schmadtke
JÖRG SCHMADTKE: Der Ex-Keeper sprang schon einmal bei Alemannia Aachen als Interimstrainer ein, war dort aber eigentlich Sportlicher Leiter. Im Oktober trennten sich die Aachener von ihm - ob Schmadtke ein neues Engagement an der Seitenlinie reizen würde? © dpa
sforza
CIRIACO SFORZA: Pro: Der Schweizer sammelte beim FC Luzern bereits Cheftrainer-Erfahrung und könnte frischen Wind an die Grünwalder Straße bringen. Contra: Er war mal Bayern-Spieler. © dpa
winnie
WINFRIED SCHÄFER: Um "Winnie" ist es lange ruhig geworden. Nachdem er erst über ein Jahrzehnt den Karlsruher SC trainiert hatte, zog es ihn zum VfB Stuttgart und zu Tennis Borussia Berlin. Danach waren wärmere Gefilde angesagt: Er trainierte Kamerun und steht heute bei Al Ain Club in den Vereinigten Arabischen Emiraten an der Seitenlinie. Ob ihn eine Rückkehr nach Deutschland reizen würde? © dpa
stepi
DRAGOSLAV STEPANOVIC: Mit "Stepi" würden sich die Löwen ein echtes Original auf den Trainerstuhl holen - fraglich nur, ob der Routinier noch zeitgemäß arbeitet. Derzeit coacht er in Serbien den Verein mit dem unaussprechlichen Namen Cukaricki Stankom. © dpa
Skibbe
MICHAEL SKIBBE: Er wurde jüngst bei Galatasaray Istanbul entlassen. Der ehemalige Leverkusen-Coach trainierte den Traditionsklub nur sieben Monate, dann war Schluss. In der türkischen Fußball-Liga geht es mitunter etwas chaotisch zu, deshalb wäre Skibbe für ein Engagement bei den Löwen bestens gerüstet. © dpa
THORSTEN FINK
THORSTEN FINK: Im April wurde er beim FC Ingolstadt beurlaubt, sagte danach über seine Zukunftspläne: "Ich will bei einem richtig großen Trainer hospitieren." Aber möglicherweise würde ihn ja auch ein neuer Cheftrainer-Job reizen. © dpa
Holger Fach
HOLGER FACH: Noch einer, der bei der bayerischen Zweitliga-Konkurrenz erfolglos blieb. Fraglich, ob 1860 eine Verpflichtung nach Fachs Scheitern beim FCA wirklich in Erwägung zieht. © sampics
stevic
MIROSLAV STEVIC: Eine Doppelfunktion nach dem Wolfsburger "Magath-Modell" für Miki Stevic? Nichts scheint unmöglich bei den Löwen. Stevic hat eine Trainerlizenz. Aber dass ein Mann ohne Trainererfahrung Uwe Wolf ablöst, scheint unwahrscheinlich. © dpa

Vielleicht hilft den Löwen ja einer, der sich zuletzt am Chiemsee in Form brachte und gestern ins Mannschaftstraining zurückkehrte: Sascha Rösler. „Ich fühle mich richtig fit, ich will der Mannschaft jetzt endlich helfen“, sagt der Ex-Gladbacher, der in Augsburg mit Jos Luhukay auf seinen ehemaligen Trainer trifft. 1860-Manager Miki Stevic würde Röslers Hilfsdienste bestimmt nicht verweigern. Schließlich geht es für den Serben undementierten Berichten zufolge um die letzte Chance, in dieser Rückrunde noch Geld zu verdienen. Erst bei 51 Punkten soll Stevic rückwirkend ab dem 23. Punkt Prämien erhalten. Nur mit fünf Siegen ist das noch möglich…

L. Krammer

Auch interessant

Meistgelesen

Familiäre Verbundenheit? Bayerns-Präsident Herbert Hainer mit Geständnis über den TSV 1860 München
Familiäre Verbundenheit? Bayerns-Präsident Herbert Hainer mit Geständnis über den TSV 1860 München
Vielversprechendes Startelf-Debüt: Das ist der neue Löwen-Youngster
Vielversprechendes Startelf-Debüt: Das ist der neue Löwen-Youngster
Ingolstadts Trainer Jeff Saibene: „1860 ist ein geiler Klub“
Ingolstadts Trainer Jeff Saibene: „1860 ist ein geiler Klub“
Ticker: Owusu verballert Löwen-Sieg - Torschütze gegen Großaspach verletzt
Ticker: Owusu verballert Löwen-Sieg - Torschütze gegen Großaspach verletzt

Kommentare