Die Löwen unterm Hakenkreuz

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Anton Löffelmeier und sein Buch. Es erscheint im Verlag Die Werkstatt und kostet 19,90 Euro. Das Cover zeigt das Löwen-Team vor dem Pokal-Sieg 1942

München - Ein neues Buch von Anton Löffelmeier beleuchtet die Verstrickung des TSV 1860 in der NS -Zeit.

Es ist das dunkelste Kapitel in der Vereinsgeschichte des TSV München von 1860. Als die Nationalsozialisten 1933 die Macht übernahmen, fanden sie im Verein viele eifrige Unterstützer und Helfer. Denn zahlreiche Mitglieder des TSV 1860 waren schon während der Weimarer Republik Mitglied in völkischen oder nationalsozialistischen Verbänden. Anton Löffelmeier (geboren 1959 in Rain/Lech), seit 1988 am Stadtarchiv München tätig, hat diese Ver­strickung des TSV 1860 in die Machenschaften der Nationalsozialisten in seinem gerade erschienenen Buch Die Löwen unterm Hakenkreuz aufgearbeitet. Es ist eine bemerkens- und lesenswerte Dokumentation mit Personenporträts und Zeitzeugeninterviews. Die tz sprach mit dem Autor, einem Diplom-Archivar.

Herr Löffelmeier, wann haben Sie sich entschlossen, das Buch zu schreiben und was waren Ihre Beweggründe?

Löffelmeier: Ich habe mich vor zwei Jahren dazu entschlossen. Beweggrund war, dass ich mich seit 15 Jahren mit der Fußball-Geschichte befasse und 1996 im Rahmen einer Publikation des Stadtarchivs angefangen habe, über die Verstrickung der Fußball-Vereine während der NS -Zeit zu recherchieren. Und bei den Sechzgern war die Verstrickung auffällig. Dem bin ich nachgegangen, nachdem ich vom Verlag Die Werkstatt das Angebot bekam, darüber zu schreiben.

Was sind Ihre wichtigsten Erkenntnisse aus dieser Zeit?

Löffelmeier: Bei 1860 ist es ganz auffällig, dass viele Akteure der 30er-Jahre im Kaiserreich sozialisiert worden sind und die Anbindung an den Verein hatten. Sie waren im Krieg , erlebten die Revolution – als Negativ-Erlebnis natürlich – mit und wirkten beim Hitler-Putsch mit. Es gab eine relativ starke Zelle von SA und NSDAP-Mitgliedern, die im Verein tätig sein konnten. Dort wurde der SA auch die Möglichkeit gegeben, Sport zu treiben. Und diese Mitglieder haben 1933 ihre bestehende Basis genutzt, um im Verein die führenden Positionen zu übernehmen. Das ging, weil diese Seilschaften gute ­Verbindungen zur Stadtspitze hatten – zu Oberbürgermeister Karl Fiehler beispielsweise. Diese Seilschaft von alten Kämpfern hat den Verein nach ein paar Jahren im Griff gehabt.

Warum war das beim TSV 1860 so und beim FC Bayern nicht? Der damalige und spätere Bayern-Präsident Kurt Landauer musste 1933 sein Amt aufgeben, kam später ins KZ Dachau, konnte 1939 in die Schweiz fliehen…

Löffelmeier: Die Sechzger waren kein reiner Fußballverein sondern ein bürgerlicher Turnverein. Die Turnvereine waren durch die Mitgliedschaft in der deutschen Turnerschaft national-patriotisch gestimmt, teilweise auch völkisch – wobei das bei den Sechzgern schon eine sehr auffällige Melange war. Bei den Bayern als reiner Fußballverein war die Mitgliedschaft jünger, moderner und progressiver. Sie hatte ihr Fundament eher im liberalen Bürgertum, in diesem Milieu haben sich auch viele jüdische Mitglieder wohler gefühlt und Führungspositionen gehabt.

Wie hat 1860 reagiert, als der Verein erfuhr, dass Sie das Buch schreiben?

Löffelmeier:Es war für den Verein schwierig, er hat über die ganzen Jahrzehnte zu diesem Teil der Vereinsgeschichte geschwiegen. Als ich vor zwei Jahren beim Präsidium war, ist das Projekt mit wohlwollender Skepsis betrachtet worden. Man hat nicht gejubelt, es ist ja eine Sorge um Sponsoren und Mitglieder da.

Mit dem Ergebnis der Aufarbeitung ist der Verein offensichtlich zufrieden, 1860 präsentiert demnächst Ihr Buch.

Löffelmeier: Das finde ich auch sehr positiv – das muss ich sagen.

Wie sieht es mit der Aufarbeitung der NS -Geschichte bei anderen Vereinen aus?

Löffelmeier: Es gibt viele Sportvereine, die sich dieses Themas angenommen haben – und auch sehr offen. Also, der Löwe ist da nicht an der Front, die machen eine Sache, die man schon länger hätte versuchen sollen. Ein Buch über Hertha ist Ende April erschienen, beim Hamburger SV gibt es eine sehr gute Dokumentation, die haben sogar ein eigenes Museum, wo sie sich damit befassen. Bei Eintracht Frankfurt, beim VfB Stuttgart und dem 1. FC Kaiserslautern gibt’s auch Dokumentationen. Wo es weiterhin fehlt, ist beim 1. FC Nürnberg. Ich bin zuversichtlich, dass diese Veröffentlichungen die anderen Vereine motivieren, sich mit dieser Zeit zu befassen.

Eine Frage zum Schluss: Sind Sie eigentlich Löwen-Fan?

Löffelmeier: Ja! Ich stamme zwar nicht aus München und als Kind habe ich die ersten Spiele in Nürnberg gesehen, weil wir da Verwandte hatten. Aber vor 27 Jahren habe ich in München meine Ehefrau kennengelernt – und die ist gegenüber dem Sechzger aufgewachsen. Ihre Familie sind alle Sechzger, seitdem bin ich Sechzger-Fan und stehe immer wieder draußen. Auch die Bayernliga habe ich miterlebt.

Interview: Bernd Brudermanns

Tour durch das Grünwalder Stadion

Tour durch das Grünwalder Stadion
Es ist das meistgenutzte Stadion Deutschlands, das drittgrößte Münchens und das mit der größten Tradition: das Städtische Stadion an der Grünwalder Straße. © Google maps
Tour durch das Grünwalder Stadion
tz-online nimmt Sie mit auf eine Tour durch das altehrwürdige Sechzger-Stadion. Wir beginnen am Eingang Nordost, hier im Bild rechts unten zu erkennen. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Zu Beginn eines jeden Stadionbesuchs steht natürlich der Kauf einer Eintrittskarte. Hier sehen wir die Ticketschalter an der Ecke Grünwalder-/Candidstraße, die in die Ostkurve integriert sind. Hier sieht man auch den offiziellen Namen des Stadions in Großen Lettern angeschrieben. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Im Laufe der Jahre veränderte sich der Name regelmäßig: Sportplatz des Turnvereins München von 1860 an der Grünwalder Straße 10 (1911), 1860-Heinrich-Zisch-Stadion (1926), Städtische Hanns-Braun-Kampfbahn (1941), Städtische Bezirkssportanlage an der Grünwalder Straße 4 (1975), Städtisches Stadion an der Grünwalder Straße 4 (seit 1979). © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Die Eintrittskarte haben wir - doch bevor wir uns in das Innere des Stadions begeben, machen wir noch einen kleinen Außen-Rundgang. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Unser Weg führt uns vorbei an der Gegentribüne, die unter den Fans besser als "Stehhalle" bekannt ist. Dieser Spitzname stammt von der alten Tribüne aus den 20er Jahren, die hier einmal stand. Dort fanden einmal 25.000 Fans Platz. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Nach mehreren Schäden durch Wetter und Krieg wurde die heutige Gegentribüne 1979 eingeweiht. Die Treppentürme, die schon seit 1961 bestanden, wurden integriert. Heute hat die Tribüne ein Fassungsvermögen von 4.288 Sitzplätzen. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Oft war hier mehr Stimmung als in der Westkurve, der Kurve der Löwen-Fans, die wir gleich besuchen werden. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Viele Fans kommen mit der U-Bahn zum Grünwalder. Die Station "Silberhornstraße" ist ausgeschildert und war bis zur Eröffnung der Station "Wettersteinplatz" im Jahre 1997 die einzige in Stadionnähe. Über den im Foto gekennzeichneten Heinrich-Zisch-Weg... © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
...gelangt man über die Brücke über die Candidstraße zum Stadion. Heinrich Zisch war einst Präsident des TSV 1860, der in den 20er Jahren den Sportplatz zum Stadion ausbauen ließ. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
"Welcome to Giesing": Was viele Fans nicht wissen, ist, dass fast jeder größere Fußballverein Münchens einmal hier spielte. Neben Löwen und Bayern war das GWS auch schon für Türk Gücü (1988-92) und den FC Wacker (1970/71) die Heimspielstätte. Vertreter von Großhadern, Eching und Starnberg trugen zudem ihre eigentlichen Heimspiele in der Bayernliga gegen 1860 hier aus, um höhere Einnahmen zu erzielen. Unterhaching verlegte sein Zweitliga-Spiel gegen Schalke 04 im November 1989 ebenfalls nach Giesing. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Weiter führt uns der Rundgang an die Ecke Gegentribüne/Westkurve, wo eine kleine Einfahrt zum Stadioninneren führt. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Die Absperrgitter sind mittlerweile mit Grafiken von Tipp-Kick-Figuren verziert worden. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Hinter der Westkurve führt der Heinrich-Zisch-Weg in Richtung Volckmerstraße. Hinter dem schmalen Weg fällt der Giesinger Berg relativ steil hinab zum Mittleren Ring. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Anfangs standen hier nur Stehwälle, doch bis 1959 wurde die Westkurve als aufgeständerte Tribüne in Stahlbetonbauweise neu errichtet. Heute bietet sie Stehplätze für bis zu 3.500 Menschen, nachdem einige Blöcke aus Sicherheitsgründen gesperrt wurden. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Unter der Westkurve wurden 2008 mehrere Container aufgestellt, die die Polizei München als Einsatzquartier nutzt. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Nötig wurde die Installation durch Auflagen der DFL, die durch die Einführung der 3. Liga erhoben wurden. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Unter Westkurve befinden sich auch Getränkestände, um die durstigen Kehlen der lautstarken Fans zu befeuchten. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Wir machen einen kleinen Sprung weiter in Richtung Haupttribüne. In dieser sind fast alle wichtigen Räume des Stadions integriert. Weitere Infos zur Haupttribüne folgen später auf unserer Tour. Für die Fans ist wohl die Stadionwirtschaft der mitunter wichtigste Ort im Stadion. © Michael Westermann
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Weiter führt der Weg entlang der Volckmerstraße in Richtung Ostkurve. Die Fassade des Stadions ist hier mit eingemeiselten Figuren verziert. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Diese Aufnahme stammt aus dem August 2004, als der TSV 1860 zum Saison-Auftakt auf die SpVgg Unterhaching traf. Das Spiel war wie viele weitere in jener Saison mit 21.272 Zuschauern ausverkauft. © Marcus Schlaf
Tour durch das Grünwalder Stadion
In die Ostkurve integriert sind die Kassen für die Gästefans. Nach neuer Blockeinteilung und Reduzierung der Kapazität finden hier bis zu 3.500 Fans Platz. Auch die Ostkurve besteht nur aus Stehplätzen. © Michael Westermann
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Unter der Ostkurve ist ein kleines Tor, in dem sich Abstell- und Technikräume befinden. Im Block steht auch einer der vier Flutlichtmasten, die das Stadion seit den 80er Jahren mit insgesamt 800 Lux beleuchten. An jedem Masten hängen 24 Scheinwerfer. Die erste provisorische Flutlichtanlage stellten im Jahre 1955 die Bavaria Filmstudios zur Verfügung. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Anwohner der Grünwalder Straße wie Otto Eder haben hinter der Ostkurve Logen-Plätze. Mittlerweile dürfen nur noch 10.241 Zuschauer bei Spielen in das Grünwalder Stadion. Das baurechtlich zugelassene Fassungsvermögen beträgt bis heute weiterhin ca. 30.100 Plätze, wovon derzeit ca. 24.700 nutzbar wären. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Ca. 5.400 Plätze sind derzeit nicht nutzbar: ca. 3.400 Plätze im Oberrang von Block J (Westkurve) und ca. 500 Plätze im Oberrang von Block P aus baulichen Gründen (Ostkurve), ca. 1.500 Plätze im Unterrang von Block J durch den Einbau von Polizeicontainern. Doch genug der Zahlenspiele! Betreten wir nun die fast 100 Jahre alte Spielstätte. © Michael Westermann
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So blickt ein Torwart vom Tor der Ostkurve in Richtung der Westen. Dort standen die Löwen-Fans zu Profizeiten wie ein Mann hinter ihrer Mannschaft. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Begrüßt werden wir in der Mitte des Spielfeldes von Hausmeister Günther Kaiser und Platzwart Oleg Goldfeyn. Für viele Fußball-Fans wären das wohl Traumberufe.  © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
An den beiden Herren vorbei gehen wir direkt in die Westkurve. Als zur Saison 2004/05 der TSV 1860 für ein Jahr in das Grünwalder Stadion zurückkehrte, wurden die Wellenbrecher und die Blockeinteilung erneuert. © Michael Westermann
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In der Mitte, im Block G/H, steht die bekannte, 6,3 m breite Anzeigetafel. In der Mitte ist eine Funkuhr montiert. Auf beiden Seiten kann eine Tafel mit dem Vereinsnamen eingeschoben und eine Zifferntafel aufgehängt werden. Bis heute sind drei verschiedene Namensschilder im Einsatz, eines mit der Aufschrift 1860, das auf Rückseite mit HEIM beschriftet ist, ein zweites mit BAYERN und ein drittes mit der Aufschrift GÄSTE. © sampics
Tour durch das Grünwalder Stadion
Anfang der 1980er Jahre wurde teilweise für jeden Gegner ein eigenes Schild erstellt, zuvor hatte es nur bei internationalen Spielen spezielle Schilder gegeben. Auch die SpVgg Unterhaching und Türk Gücü ließen später eigene Schilder fertigen, als sie hier spielten. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Seither werden bis auf wenige Ausnahmen die drei erwähnten Schilder verwendet. Zuletzt wurden für das „XX-Tausend“' bezeichnete Regionalligaspiel von 1860 II gegen Jahn Regensburg am 24. Mai 2008 zwei eigene Schilder mit der Aufschrift 1860 und JAHN erstellt und einmalig verwendet. © sampics
Tour durch das Grünwalder Stadion
Der Blick von den Stehplätzen in der Westkurve auf das Spielfeld. © Klaus Haag
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Seit 2008 stehen im Block J der Kurve keine Fans mehr, sondern Container der Polizei. Von dort werden alle Einsätze im Stadion koordiniert. Bis 2008 war nur der obere Teil des Blocks gesperrt. © Michael Westermann
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Die Installation dieser Einsatzzentrale im Stadioninneren war ebenfalls eine Auflage der DFL zur Zulassung des Grünwalders als Spielstätte der 3. Liga.: ca. 3.400 Plätze im Oberrang von Block J und ca. 500 Plätze im Oberrang von Block P aus baulichen Gründen, ca. 1.500 Plätze im Unterrang von Block J durch den Einbau von Polizeicontainern. © Michael Westermann
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Wir wandern weiter zur Gegentribüne, der berühmten Stehhalle. © Michael Westermann
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Im Gegensatz zu anderen, neueren Fußballstadien sind die Tribünen im Grünwalder Stadion eher flach. Auf orangen Sitzschalen verfolgen dort die Fans die Spiele. © Michael Westermann
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Gesessen wird hier jedoch kaum. Meist stehen auch hier die Fans und feuern ihr Team an. Das Foto zeigt eine voll besetzte Stehhalle am 18.05.2007 im Spiel 1860 II gegen Wehen. © sampics
Tour durch das Grünwalder Stadion
Der Blick geht rüber zur alten Haupttribüne. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Weiter geht es in die Ostkurve. Zwischen ihr und der Stehhalle befindet sich eine kleine Einfahrt. Auf der Seite der Candidstraße sind im oberen Bereich der Tribüne einige Reihen rund um den Flutlichtmasten aus Sicherheitsgründen nicht zugänglich. © Michael Westermann
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Hinter dem Osttor vorbei wandern wir Richtung Haupttribüne. Der Block direkt hinter dem Tor ist als Pufferzone zwischen den Fans ebenfalls gesperrt und wurde in der Saison 2004/05 mit einem Werbebanner überspannt. © Michael Westermann
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Auf der der Volckmerstraße zugewandten Seite der Ostkurve, den Blöcken Q und A, finden die Gästefans Platz. © Michael Westermann
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Man erkennt deutlich, dass der Zahn der Zeit stark an den Rängen nagt. © Michael Westermann
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Vor Gegentribüne, Ost- und Westkurve sind jeweils einge Holzbank-Reihen installiert, die sogenannten Vortribünen. Diese Plätze werden jedoch nicht (mehr) als Sitzplätze verkauft. © Michael Westermann
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Langsam aber sicher, nachdem wir vorbei an Gräsern... © Michael Westermann
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.. und Löwenzahn (wie passend für das Sechzger-Stadion) gelaufen sind, ... © Michael Westermann
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... verlassen wir nun den Block A über den Zugang, gehen rechts um die Ecke ... © Klaus Haag
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... und stehen nun vor der Haupttribüne, der ältesten im Grünwalder Stadion. Auf ihr stehen 1.452 Sitzplätze zur Verfügung. © Michael Westermann
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So blicken die Spieler und Trainer von den Bänken auf das Spielfeld und die Stehhalle... © Michael Westermann
Es ist das meistgenutzte Stadion Deutschlands, das drittgrößte Münchens und das mit der größten Tradition: das Städtische Stadion an der Grünwalder Straße. Merkur online nimmt Sie mit auf eine Tour durch das altehrwürdige Sechzger-Stadion.
... und so die Zuschauer, die auf der alten, teilweise aus Holz errichteten, Tribüne Platz nehmen. © Michael Westermann
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Die Trainerbänke wurden zur Saison 2004/05 ebenfalls erneuert. Montiert wurden Sitzschalen, wie sie auch in der Allianz Arena auf den VIP-Tribünen eingebaut sind. © Michael Westermann
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Nun betreten wir Örtlichkeiten, die für den normalen Fan verschlossen bleiben. Wir begeben wir uns durch den Spielertunnel ins Innere der altehrwürdigen Kampfbahn. © Michael Westermann
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Die Umkleideräume der Teams erinnern etwas an die von Jugendmannschaften oder Amateurclubs. Eine Massagebank steht mitten im Raum. © Michael Westermann
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Auch die Duschen sind eher unterklassig, aber erfüllen ihre Pflicht. Es muss ja nicht unbedingt ein Entmüdungsbecken sein, eine simple Brause tut es ja auch. © Michael Westermann
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Auch die Toiletten für die Mannschaften sind gleich integriert. © Michael Westermann
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Apropos Toiletten: So sehen die Pissoirs in der Haupttribüne für die normalen Stadionbesucher aus. © Michael Westermann
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Der Raum, den kein Spieler gern betreten möchte: das Sanitätszimmer des GWS. © Michael Westermann
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Diesen Raum betreten die Spieler ebenfalls ungern, doch wer sich fair verhält muss nichts befürchten. In diesem Raum werden die Dopingkontrollen durchgeführt. © Michael Westermann
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Erholung, Vorbereitung und Rückzugsort bietet dieser Raum, der den Schiedsrichtern gehört. © Michael Westermann
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Eigene Duschen stehen den Schiedsrichtern selbstverständlich auch zur Verfügung, allerdings sind diese etwas dunkel. © Michael Westermann
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Auch die Sicherheitskräfte und Ordner haben einen eigenen Raum um sich auf ihren Einsatz vorzubereiten oder nach dem Spiel sich zu erholen. © Michael Westermann
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Bewegen wir uns nun durch die teilweise dunklen Gänge der Hauptribüne wieder in die etwas öffentlicheren Räumlichkeiten des Stadions. © Michael Westermann
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Man sieht es diesem Raum nicht wirklich an, da man heutzutage anderes gewohnt ist,  aber er ist es wirklich: der VIP-Raum des Grünwalder Stadions. © Michael Westermann
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Hier finden sich die gehobenen Gäste ein und lassen es sich gut gehen - rauchfrei, wie das Schild rechts an der Wand zeigt. © Michael Westermann
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Etwas merkwürdig und sicher nicht alltäglich sind diese Zellen in einem Nebenraum der Gänge. Was Sie sind, sehen Sie im nächsten Bild. © Michael Westermann
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Es sind tatsächlich Telefonzellen. Im Sechzger war man schon immer sparsam, deshalb wohl auch der Hinweis von hier nur R-Gespräche zu führen. © Michael Westermann
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Aber auch Telefone brauchen Energie: In den Gewölben der Hauptribüne befindet sich auch der sogenannte Energieraum. Hier schlägt das (Strom-)Herz des Grünwalder Stadions. © Michael Westermann
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Eines der Büros des Grünwalder Stadions. Hier werden geschäftliche Dinge erledigt. © Michael Westermann
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An einigen Stellen hat dann doch die Moderne Einzug gehalten in das Stadion, wie dieser neue Computer in einem weiteren Büro zeigt. © Michael Westermann
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Der Presseraum des Grünwalder Stadions ist ebenso platzsparend und spartanisch wie alle anderen Räume, erfüllt aber seine Zwecke. © Michael Westermann
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Umringt von Journalisten müssen sich hier die Trainer und Offiziellen den Fragen der Presse stellen. An der Wand die Sponsoren-Tafel der zweiten Mannschaft des FC Bayern. © Michael Westermann
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Nachdem wir den Ort der Pressekonferenz nun gesehen haben, wollen wir natürlich auch sehen, von wo aus die Journalisten die Spiele verfolgen. © Michael Westermann
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Dazu steigen wir dem Sechzger auf's Dach... naja, eher unter's Dach. Dort befinden sich die Presse-Kabinen. © Michael Westermann
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Über einen Steg geht es auf den Gang hinter den Kabinen. © Michael Westermann
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Unter anderem hat der Bayrische Rundfunk (BR) hier seine eigene Kabine, die steht's für ihn reserviert ist. © Michael Westermann
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Direkt unter dem Stadiondach hat man einen perfekten Blick auf das Geschehen auf dem Platz und die komplette Übersicht. © Michael Westermann
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Werfen wir einen Blick in das Innere der Kommentatoren- und Pressekabinen. © Michael Westermann
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Eng geht es hier drinnen zu. Aber im Gegensatz zu dieser Kabine... © Michael Westermann
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... sind hier Lampen installiert. Dafür fehlt hier eindeutig das Telefon. © Michael Westermann
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Allerdings müssten auch die Stromleitungen mal erneuert werden, wie man hier sehr schön sieht. © Michael Westermann
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Auf Höhe der Spielfeldmitte ist eine Kabine ausgelassen worden. Der Grund hierfür ist denkbar einfach: Dort werden die Fernsehkameras aufgestellt. © Michael Westermann
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Sympathisch: Einladend stehen hier stets Stühle bereit, um den Ausblick zu genießen. © Michael Westermann
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Doch wer nicht schwindelfrei ist, sollte nicht über die Brüstung nach unten blicken. © Michael Westermann
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Damit endet unser kleiner Rundgang in Münchens traditionsreichster Kampfbahn. Wie es mit dem Sechzger weitergeht, steht allerdings in den Sternen. Geht es nach den Löwen-Fans, so sollen die Profis des TSV 1860 bald wieder hier spielen. Aber ist das realistisch? © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Baulich ist das Stadion in die Jahre gekommen, viele Tribünenteile sind gesperrt. Für Profi-Fußball bedarf es einer Rundumerneuerung, bzw. einen Neubau. Die Stadt stemmt sich jedoch (bislang) dagegen. © Michael Westermann
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Fakt ist, dass Münchens Fußball-Wiege hier steht. Hier wurden 1860 (1966) und Bayern (1969) Deutscher Meister, Pelé spielte hier ebenso wie Real Madrid. Ein Denkmal in den Herzen der Münchner Fußball-Fans ist es jedenfalls jetzt schon. © Michael Westermann

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