tz-Interview mit dem Texas-Bodden

Kenny Cooper: „Ich will 1860 meine Energie geben“

+
Kenny Cooper wird vorerst im Hotel wohnen.

München - Im tz-Begrüßungs-Interview erläutert 1860-Neuzugang Kenny Cooper, warum er sich für die Löwen entschieden hat und was er sich alles vorgenommen hat.

Was haben die Augsburger Staatsanwaltschaft und der TSV 1860 gemeinsam? Ganz einfach: Beide Institutionen freuten sich am Montag auf Fluggäste aus Übersee. Doch damit hat sich’s auch schon mit den Parallelen zwischen Karlheinz Schreiber (75) und Kenny Cooper (24).

Während der Waffenlobbyist direkt vom Flughafen ins Augsburger Gefängnis transferiert wurde, ging’s für die blaue Sturm-Waffe in spe erst zum Medizincheck und danach an die Grünwalder Straße 114a zur Unterschrift des Dreijahres-Vertrags.

Kenny Cooper in München: Die ersten Bilder

Strecke

Das erste Interview:

Willkommen in München, Kenny. Wie war Ihr Flug?

Cooper: Danke, gut, obwohl ich schon ziemlich aufgeregt bin.

Bis Sonntag zum Spiel gegen Koblenz sollte der Jetlag überwunden sein…

Cooper: (lacht) Ja, da habe ich keine Bedenken. Ich bin lange Flüge aus der amerikanischen Liga gewohnt.

Warum ist Ihre Vereinswahl auf 1860 gefallen?

Cooper: Mister Stevic und Mister ­Lienen haben sich intensiv um mich bemüht. Ich empfinde es als große Ehre, dass ein Traditionsklub wie 1860 Interesse an mir hat. Ich freue mich auf meine neue Mannschaft. Das große Ziel ist die Erste Bundesliga.

Befürchten Sie Umstellungsprobleme?

Cooper: Nein, ich habe ja schon zwei Jahre im zweiten Team von ManU gespielt und mit den Besten trainiert. Ich weiß, was auf mich zukommt.

Die Rückennummern der Löwen: Welche Zahl Cooper auf dem Trikot trägt

Strecke

Sie sind nicht der erste US-Profi bei 1860. Haben Sie sich bei Ihren Vorgängern Gregg Berhalter, Josh Wolff und Steve Purdy schlau gemacht?

Cooper: Ja klar. Steve spielte ja mit mir beim FC Dallas, er hat mir viel über 1860 erzählt. Über die super Fans, die Tradition. Ich weiß, dass 1860 ein sehr ambitionierter Klub ist. Und ich weiß natürlich, dass man hier eher Blau als Rot tragen soll (lacht).

Auf welchen Stürmertyp dürfen sich die Fans freuen?

Cooper: Ich lebe von meiner Unberechenbarkeit, bin viel unterwegs auf dem Platz und nicht nur ein Flankenziel. Ich will 1860 meine Energie geben, das geht nicht, wenn ich nur auf Bälle warte.

Was wissen Sie schon über Ihre neue Heimatstadt München?

Cooper: Ich bin zum ersten Mal hier. Geschichte und Kultur interessieren mich sehr. Ich will die Stadt umarmen, alles aufsaugen und schnell Deutsch lernen.

Stichwort aufsaugen. In sieben Wochen beginnt die Wiesn.

Cooper: (lacht) Das kenne ich schon. Aber für mich zählt jetzt Arbeiten, das Feiern kommt später.

Interview: lk

Welcome! Das Video vom Flughafen

Video

Trainingstermine: Cooper-Time!

Am Montag die Verpflichtung, am Dienstag das erste Training. Um 10 Uhr gibt Sturm-Zugang Kenny Cooper seinen Einstand auf dem Übungsrasen. Für den Nachmittag hat Ewald Lienen zweite Einheit um 17 Uhr angesetzt. Die weiteren Termine bis zum Ligastart am Sonntag gegen Koblenz: Mittwoch, 15.30 Uhr, Donnerstag, 10 Uhr und 16.30 Uhr, Freitag, 15.30 Uhr und Samstag 13 Uhr.

Auch interessant

Kommentare