Wichtiger Dreier beim FSV Frankfurt

Kommentar: Drinbleiben und dann abrechnen

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Krampf, Kampf und am Ende ein glücklicher Sieg. So kann es was mit dem Klassenerhalt für die Löwen werden.

München - Die Hoffnung lebt: Durch den Sieg beim FSV Frankfurt haben die Löwen einen wichtigen Schritt zum Klassenerhalt gemacht. Doch was kommt dann? Ein Kommentar von Claudius Mayer.

Am Ende meint es anscheinend doch noch eine höhere Macht richtig gut mit den Löwen. Denn wenn du solche Spiele wie am Freitag in Frankfurt gewinnst, dann sollte eigentlich nichts mehr schiefgehen. Andererseits: Die Vorstellung über fast die gesamten neunzig Minuten machte einmal mehr deutlich, warum der TSV 1860 seit Monaten so tief im Abstiegskampf steckt. Einmal mehr trat die Mannschaft wie ein zusammengewürfelter Haufen auf, der sich zwar mühte und kämpfte, aber fußballerisch so gut wie nie etwas auf die Beine brachte. Und das gegen den FSV Frankfurt, der sich für die nächsten drei, vier Jahre nicht vorgenommen hat, in der Ersten Liga oder gar europäisch zu spielen.

Das ist das Schlimme: Schon gegen Durchschnittsmannschaften wie Union Berlin oder jetzt die Frankfurter tun sich die Löwen sehr, sehr schwer, ein Spiel nach vorne auch nur im Ansatz aufzuziehen. Dann aber reicht eben auch eine Aktion, die das Ganze Lügen straft. Das Tor des Tages durch Valdet Rama war sowohl in der Entstehung als auch in der Vollendung wunderschön. Aber insgesamt gab es in dieser Saison viel zu wenige solcher Highlights, was sicherlich auch einer verkorksten Personalplanung geschuldet ist. Wer 33 Spieler einsetzen muss, um zwei Spieltage vor Schluss noch um den Klassenerhalt zu bibbern, hat mit Sicherheit ganz, ganz viel nicht richtig gemacht. Auch die Beschäftigung von drei Trainern an den bisherigen 32 Spieltagen ist ein Beleg dafür, dass der von den Verantwortlichen vor Saisonbeginn so optimistisch angekündigte „Umbruch“ ein Schuss in den Ofen war.

Jetzt aber heißt es erst mal, die zwei letzten Spiele noch gut über die Runden zu bringen, die Klasse zu halten, und danach muss abgerechnet werden. In des Wortes bösester Bedeutung. Die Verantwortlichen müssen endlich auch Verantwortung übernehmen und persönliche Konsequenzen angesichts dieser Horror-Saison ziehen. Sie müssen ja deswegen nicht gleich ihre Wohnungen verlassen, wie das einige Spieler (Rodri und Sanchez) tun werden, die bereits ihre Mietverträge gekündigt haben sollen. Nachweinen würde man ihnen nicht sonderlich.

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tz

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