Stevic nach 1:1 in Oberhausen sauer: „Keiner reißt sich den A... auf“

Hoffmann schlug wieder zu

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Chancen blieben auf beiden Seiten Mangelware.

Die Löwen taumeln dem Saisonende entgegen. Ein müder Kick in Oberhausen bescherte ihnen am Sonntag beim 1:1 wenigstens einen Punkt – viel mehr gibt’s über dieses Spiel eigentlich nicht zu sagen.

Außer, dass es das sechste hintereinander unter Trainer Uwe Wolf war, das nicht gewonnen wurde. Gute Referenzen für eine Weiterbeschäftigung des Kurz-Nachfolgers in der neuen Saison sind das nicht.

60 gegen Oberhausen: Bilder vom Spiel und Einzelkritik

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Zwei Kinder, zwei Saisontore. Da hat Hoffmann gut jubeln. © Fishing4
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Thomas Schlieter und Manuel Schäffler haben den gleichen Plan: Ballbesitz. © Fishing4
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Lars Bender langt sich zurecht ans Hirn. © Fishing4
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Daniel Embers schnappt Antonio Rukavina das Leder weg. © dpa
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Der Oberhausener Trainer Jürgen Luginger applaudiert seinen Mannen nach dem 0:1. © dpa
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Kopfballduell zwischen Kim Falkenberg und Jose Holebas. © Fishing4
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Torben Hoffmann, der sich insgesamt mehr erhofft hatte ... © Fishing4
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... versucht sich hier gegen Kim Falkenberg zu behaupten. © dpa
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Torwart Sören Pirson sagt seiner Mannschaft, wo's langgeht. © Fishing4
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Benjamin Reichert battelt sich mit Fabian Johnson. © Fishing4
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Benny Lauth lässt sich von Benjamin Reichert den Ball abluchsen ... © Fishing4
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... und setzt sich darauf erstmal hin. © Fishing4
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Später nimmt er es dann gegen Thomas Schlieter auf. © Fishing4
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Stefan Aigner versucht's mit der beliebten Kopf-in-den-Sand- (bzw. in-die-Jacke-) steck-Technik. © Fishing4
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Torwart Sören Pirson rettet vor Fabian Johnson. © Fishing4
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Uwe Wolf erst nachdenklich ... © Fishing4
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... dann zunehmend beunruhigt. © Fishing4
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Die Hände sind schon mal gefaltet, falls nur noch Beten hilft.  © Fishing4
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Seit sechs Spielen warten die Sechziger auf einen Sieg. Dafür muss sich Trainer Wolf auch an die eigene Nase fassen. © Fishing4
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Der Kragen wird Wolf wohl schon enger, wenn er an seine Zukunft bei den Löwen denkt. © Fishing4
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Ohne Jacke regt es sich besser auf ... © Fishing4
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... und Gründe zum Aufregen gab es ja zur Genüge. © Fishing4
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Während Co-Trainer Markus Schroth noch brütet, schäumt Wolf bereits.  © Fishing4
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Den A... aufgerissen hat sich keiner so richtig, aber Wolf ... © Fishing4
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... hätte das bei dem einen oder anderen Spieler auch gerne selbst erledigt. © Fishing4
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Endlich: der Köpper ... © Fishing4
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... zum lange ersehnten ... © Fishing4
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... 1:1 in der 39. Minute. © Fishing4
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Vor Freude ließ Hoffmann die Namen seiner Töchter auf dem Bizeps tanzen. © Fishing4
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Den nicht ganz jugendfreien Jubelschrei hätte es zwar nicht gebraucht .... © Fishing4
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... aber Hauptsache, der Ausgleich ist da. © Fishing4
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Stefan Aigner geht auf Tuchfühlung mit Markus Kaya. © Fishing4
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Benny Lauth war mit der ... © Fishing4
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... Gesamtsituation unzufrieden. © Fishing4
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Daniel Embers segelt an Antonio Rukavina vorbei. © Fishing4
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Torwart Michael Hofmann sauer auf ...  © Fishing4
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... und enttäuscht von den Kollegen Markus Thorandt und Michael Schick. © Fishing4
drei
Die Einzelkritik: Hofmann: Beim 0:1 ohne Abwehrchance, ansonsten kaum ernsthaft geprüft. Note: 3 © sampics
vier
Rukavina: Leichte Abspielfehler, eine dumme gelbe Karte, die Leihgabe aus Dortmund hat sich dem Löwen-Niveau vollends angepasst. Traurig. Note: 4 © dpa
thorandt
Thorandt: Schwarzer Tag für den schwäbischen Defensivmann. Viele Stellungsfehler, reihenweise untaugliche Eröffnungspässe. Und beim Gegentor sah er ganz alt aus. Note: 5 © sampics
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Torben: Der Pourie-Sparringspartner sorgte mit seinem Kopfballtor zum 1:1 für das einzige Highlight aus Löwen-Sicht. Sein „Fuck Off“-Jubelschrei war allerdings wenig salonfähig. Note: 3 © sampics
schick
Schick: Die Standards des Linksverteidigers kamen dieses Mal nicht so präzise wie gewohnt. Immerhin: Die Ecke zum 1:1 ging auf sein Konto. Note: 4 © sampics
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S. Bender: Großer Kampf, wenig Effizienz. Vergab kurz vor der Pause die Riesen-Chance zum 2:1. Note: 4 © sampics
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L. Bender: Sollte als Offensiv-Zwilling die Bindung zwischen Mittelfeld und Angriff herstellen, leider blieb es über weite Strecken beim Versuch. Note: 4 © sampics
hadernd
Aigner: Saß nach Schlusspfiff noch minutenlang hadernd auf der Ersatzbank. Hatte nach seiner Nicht-Leistung auch allen Grund dazu. Note: 5 © dpa
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Ledgerwood: ab 75.: o.B. © sampics
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Johnson: Probierte viel, mit wenig Erfolg. Note: 4 © sampics
schäffler
Schäffler: Wieder mal ein Totalausfall. Note: 5 © sampics
holebas
Holebas: ab 59.: Bemüht, aber bekannt begrenzt in seinen Fertigkeiten. Note: 4 © sampics
potenzial
Lauth: Erste Halbzeit ganz okay, zweite zum Vergessen. Für sein Potenzial ist das einfach viel zu wenig. Note: 4 © sampics

Immerhin ist Torben Hoffmann zur Zeit gut drauf. Sein Kopfball nach einer Ecke von Schick bedeutete in der 39. Minute immerhin den Ausgleich. Hoffmann schlug also wieder zu. Wie schon am Freitag, als er sich im Training mit Stürmer Marvin Pourie eine handfeste Keilerei lieferte. Wobei der 18-jährige Pourie eindeutig als der Schuldige an die Wand genagelt wurde. Uwe Wolf hatte ja schon angekündigt, dass Pourie unter ihm nicht mehr dem Profikader angehören würde, und Geschäftsführer Manfred Stoffers erläuterte am Sonntag weitere Konsequenzen: „Marvin Pourie wird bis auf weiteres bei der U23 trainieren und nächste Woche wird Sportdirektor Stevic ein Gespräch mit Pourie und dessen Vater führen, um zu klären, wie es weitergeht.“

Vielleicht auch, ob es überhaupt weitergeht. Ein aggressiver Pourie hätte den Löwen am Sonntag in Oberhausen allerdings gut zu Gesicht gestanden, denn was die Mannschaft in der Offensive brachte, war doch herzlich wenig. Vor allem in der ersten Halbzeit. „Da hat sich keiner bei uns den Arsch aufgerissen“, schimpfte Miki Stevic. Auf die Frage allerdings, woran das denn liege, wollte der Sportdirektor keine Antwort geben: „Ich weiß, woran es liegt“, sagte er, „aber ich werde mich dazu nicht äußern.“

Stevic dürfte auch besonders sauer aufgestoßen sein, wie schlafmützig die Sechziger das 0:1 in der 13. Minute durch Nöthe kassiert haben. Vier Abwehrspieler waren nicht in der Lage, den Torschützen sowie Vorlagengeber Schüßler zu bändigen. „Wir haben in der ersten Halbzeit ganz klar zu wenig investiert“, kritisierte Uwe Wolf, „da mangelte es bei unseren Spielern vor allem an der Laufbereitschaft.“

Ein harter Vorwurf, der auch schon vor zwei Wochen bei der 2:3-Niederlage in Koblenz laut geworden war. Wolf: „Diesmal allerdings schafften wir noch durch einen Standard den glücklichen Ausgleich.“

Torschütze Torben Hoffmann hatte sich allerdings mehr erhofft. „Wir wollten drei Punkte, haben aber wieder zwei liegen lassen“, sagte der 34-Jährige, „und damit haben wir den Befreiungsschlag nach unten erneut verpasst.“

Zwar beträgt der Vorsprung auf den VfL Osnabrück und den Relegationsplatz derzeit acht Punkte, aber die Wollitz-Truppe könnte am Montag Abend mit einem Sieg im Heimspiel gegen Hansa Rostock wieder Boden gut machen. Hoffmann: „Wie auch immer, wir müssen scharf bleiben und dürfen nicht so naiv sein und glauben, dass der Klassenerhalt schon abgehakt ist.“

cm/dh

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