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1860 verliert eine Million!

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Zwei einnahmekräftige Derbys fehlen dem TSV 1860 in der nächsten Saison: Gegen Cottbus oder Paderborn ist die Arena wohl wieder ziemlich leer © sampics

München - Die letzten Entscheidungen im deutschen Profi-Fußball in dieser Saison haben dem TSV 1860 nochmal so richtig Schmerzen bereitet.

Erst verpasste die SpVgg Unterhaching haarscharf den Aufstieg in die 2. Liga, und seit Donnerstag steht auch bereits so gut wie sicher fest, dass sich der 1. FC Nürnberg in die Bundesliga verzieht. Paderborn oder Osnabrück statt Haching, und Energie Cottbus statt dem 1. FC Nürnberg – nichts wird’s aus den ersehnten Derbys in der nächsten Saison. Was den TSV 1860 eine schöne Stange Geld kosten wird. Denn zwei Heimspiele gegen den Club und Unterhaching hätten nach den Erfahrungen aus der Vergangenheit insgesamt rund 50.000 Zuschauer mehr in die Allianz Arena gelockt, als es jetzt der Fall sein wird. Das bedeutet ein Einnahmeminus von rund einer Million Euro!

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„Und das tut weh“, erklärte Löwen-Geschäftsführer Manfred Stoffers, „es ist traurig, dass wir in der kommenden Saison keine Derbys gegen Nürnberg und Haching haben werden. Wir lieben ja diese beiden Vereine…“

Am Freitag  saß Stoffers viele Stunden mit Sportdirektor Miki Stevic und Trainer Ewald Lienen beisammen – es gab jede Menge zu besprechen. Vor allem, wie man es möglich machen könnte, dass Antonio Rukavina doch noch ein Löwe bleibt. Der Serbe, den man in der Rückrunde von Borussia Dortmund umsonst ausgeliehen hatte, kostet jetzt Ablöse (etwa eine Million Euro) – zu viel für den TSV 1860.

Deshalb hat man jetzt, wie die tz erfuhr, einen anderen Plan: Rukavina soll gegen Sven Bender (20) getauscht werden. Stoffers wollte dieses Vorhaben nicht bestätigen, verwies lediglich auf den Beginn der nächsten Woche, „denn da werden wir einige Abschlüsse bekannt geben.“

Unter anderem wohl auch die Verpflichtung von Ivica Majstorovic. Mit dem kroatischen Abwehrmann (früher Unterhaching) soll sich 1860 bereits einig sein. Der 27-Jährige ist Ewald Lienen bestens bekannt, er war zuletzt bei Panionios Athen eineinhalb Jahre lang sein Trainer.

Auch in Sachen Torhüter tut sich wohl was an der Grünwalder Straße. Der frühere Löwen-Keeper Timo Ochs (sein Vertrag bei Red Bull Salzburg wird nicht verlängert) soll angeblich ein Kandidat sein. Dessen Berater Uwe Kathmann erklärte gestern allerdings: „Zu 1860 gibt es keinen Kontakt. Timo Ochs und ich denken auch in eine andere Richtung, was den neuen Verein angeht.“

Trotzdem: Michael Hofmann steht auf der Kippe. Stoffers: „Ich habe kürzlich mit dem ehemaligen Geschäftsführer Stefan Reuter gesprochen und mich erkundigt, ob er Hofmann tatsächlich Zusagen über eine Vertragsverlängerung gemacht habe. Wenn das nachvollziehbar ist, halten wir uns daran.“ Und, ist es nachvollziehbar? Stoffers: Darüber besteht Diskussionsbedarf…“

Claudius Mayer

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