Raus aus dem Trainingsbetrieb / Trainer Wolf: Ich will ihm nur helfen

Rösler ab ins Fitnesscamp

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Uwe Wolf (r.) hat Sascha Rösler ins Fitnesscamp geschickt

Vor kurzem erst hatte Löwen-Sportdirektor Miki Stevic in der tz die mangelnde Fitness der Mannschaft beklagt – jetzt wurden die ersten Konsequenzen gezogen.

Sascha Rösler nimmt seit Donnerstag nicht mehr am Trainingsbetrieb teil, sondern wurde in ein Fitnesscamp in der Nähe von München geschickt. „Dort bleibt er mindestens eine Woche“, erklärte Trainer Uwe Wolf. Oder länger, je nachdem, was Röslers Körper verlangt. Wolf: „Sascha wird erst dann wieder zurückkommen, wenn er sich in einem Zustand befindet, der uns und ihn selbst weiterbringt.“

Sascha Rösler: Wirbelwind, Führungsspieler und Aufstiegsspezialist

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Der Vertrag des Mittelfeldspielers läuft bis 30. Juni 2010. © dpa
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Der offensive Mittelfeldmann ist Führungsspieler ... © dpa
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... und hat Kapitänserfahrung in der Bundesliga. © dpa
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Sascha Rösler wurde am 28. Oktober 1977 in Tettnang am Bodensee geboren und begann als Bub beim TSV Meckenbeuren mit dem Kicken. © dpa
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Über den VfB Friedrichshafen landete er im Jahr 1995 beim SSV Ulm 1846, wo er zum Profispieler reifte. © dpa
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Im Alter von 20 Jahren stieg er mit den Ulmern von der Regionalliga in die zweite Bundesliga auf und schaffte mit den Schwaben den Durchmarsch in die Bundesliga, wo er sich plötzlich Teams wie dem FC Schalke 04 gegenüber sah. © dpa
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Schon damals kämpfte er um jeden Ball und jeden Meter. © dpa
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Rösler machte auch die DFB-Trainer auf sich aufmerksam. © dpa
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Er kam achtmal in der deutschen U21 zum Einsatz. © dpa
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Dort erzielte er zwei Tore. © dpa
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Gegen den Türken Erkan Örbey zog er in diesem Zweikampf den Kürzeren. © dpa
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Aber nicht mal einen Bernd Schneider ließ er im DFB-Trikot widerstandslos ziehen. © dpa
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Sein Bundesliga-Gastspiel mit Ulm war leider nur von kurzer Dauer. Er kam zwar 26 Mal zum Einsatz, doch die Ulmer stiegen gleich wieder aus der Bundesliga ab. © dpa
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Er blieb noch bis 2001 und wechselte dann zum damaligen Bundesligisten TSV 1860 München. Dort wurde er ganz und gar nicht glücklich: Er kam zu keinem einzigen Einsatz und wurde nach vier Monaten auf Leihnasis an Rot-Weiß Oberhausen abgeschoben. © dpa
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Nachdem er dort mit 5 Toren in 21 Spielen glänzte, hat sich die SpVgg Greuther Fürth im Jahr 2002 seine Dienste gesichert. © dpa
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Dort hatte Rösler (r.) des öfteren Grund zum Jubeln. © dpa
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Er war eine wichtige Stütze der Mannschaft. © dpa
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Rösler schoss für Fürth in 74 Zweitliga-Spielen 29 Tore. © dpa
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Eine starke Quote für einen Mittelfeldspieler. © dpa
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Sascha Rösler steigt höher als die Sechziger Rodrigo Costa und Roman Tyce. © dpa
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Die nächste Herausforderung suchte Rösler bei Alemannia Aachen. © dpa
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Gleich in der ersten Saison stiegen die Aachener von der zweiten in die erste Liga auf. © dpa
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Auch dank Sascha Rösler, der mächtig zupackte ... © dpa
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.. und es auch mal mit zwei Gegenspielern gleichzeitig aufnahm. © dpa
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Ob Sascha Rösler noch irgendwo einen Kahn-Abdruck hat? © dpa
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Bei der Alemannia steuerte Rösler in 62 Ligaspielen immerhin 13 Tore bei. © dpa
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Dennoch klappte es nicht mit der Etablierung in der Bundesliga. © dpa
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Obwohl Rösler Stamm- und Führungsspieler war, stiegen die Aachener wieder ins Unterhaus ab. © dpa
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Rösler war nach dem Wiederabstieg am Boden. © dpa
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Doch er wusste sich zu trösten. Und zwar ... © dpa
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... mit einer neuen Herausforderung bei Borussia Mönchengladbach! © dpa
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Die waren gerade aus der Bundesliga abgestiegen und konnten seine Führungs- und Offensivqualitäten gut gebrauchen. © dpa
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Rösler versteckte sich nur selten, sondern war Leistungsträger und Stammspieler. Außerdem vertrat er oft Oliver Neuville als Kapitän. © dpa
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In seiner ersten Saison bei Gladbach schoss Rösler in 30 Spielen satte 9 Tore. © dpa
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So jubelt ein echter Goalgetter. © dpa
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Am Ende der Saison war der Jubel noch größer. Denn: Rösler ist zum dritten Mal in seiner Karriere ... © dpa
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... in die Bundesliga aufgestiegen. © dpa
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Die Aufstiegsfeiern kosteten Sascha Rösler sogar seine schöne Haarpracht. © dpa
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Doch nach dem Aufstieg und holprigem Bundesliga-Start kam Hans Meyer zu den Gladbachern. © dpa
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Vorbei war die glückliche Gladbach-Zeit von Sascha Rösler. Nachdem er unlängst zum Aufstieg von seinen Mannschaftskollegen rasiert wurde, übernahm das jetzt der Trainer: Rösler wurde auf die Bank, die Tribüne oder in die Regionalliga-Mannschaft verbannt. © dpa
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Rösler ist der Typ Michael Ballack: Kampfstark, schussstark, kopfballstark. Kurzum: eine Führungsfigur, wie ihn die Löwen sich wünschen. © dpa
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Bei den Löwen kam er zuerst nicht auf die Beine, aber die Hoffnung ist berechtigt, dass er dem Team bald sehr weiterhelfen kann. Es wäre doch schön, wenn er bald mit einem Weißbierglas in der Hand seinen vierten Bundesliga-Aufstieg feiern könnte, oder? © dpa

Eins ist aber auch klar: Sieben Spieltage vor Schluss ist das eine außergewöhnliche Maßnahme. Angesichts der Tabellensituation allerdings auch irgendwie verständlich. Rösler per Spielpraxis in der 2. Liga zu einer vernünftigen Form zu verhelfen, ist derzeit ein zu großes Risiko. Wenn nämlich alles richtig dumm läuft am kommenden Spieltag, könnten die Löwen nach der Partie am Montag gegen den 1. FC Kaiserslautern nur noch vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz (Drittletzter) aufweisen. Zur Erinnerung: Vor einem Jahr hatten die Löwen nach dem 27. Spieltag zehn Punkte Vorsprung auf Rang 15, den ersten Abstiegsplatz, und schafften erst im letzten Heimspiel gegen Osnabrück mit einem erzitterten 1:1 den Klassenerhalt…

Dass es in dieser Saison nicht mehr zu solch einer brenzligen Situation kommt, dafür wurde Rösler unter anderem im Winter von Borussia Mönchengladbach verpflichtet. Der 31-jährige Routinier sollte die Nachfolge von Timo Gebhart im offensiven Mittelfeld antreten, aber er konnte seinen zwölf Jahre jüngeren Vorgänger (wechselte zum VfB Stuttgart) nie ersetzen. Rösler wirkte meist matt und kraftlos, eine Tatsache, die Uwe Wolf jetzt zu einer Reaktion zwang: „Nach dem Spiel bei Greuther Fürth habe ich gedacht, Saschas Formkurve ist im Ansteigen, aber dann war er im Heimspiel gegen Osnabrück und in den 15 Minuten, die er gegen Koblenz spielte, schwach.“

Bye-bye, Timo Gebhart! - So wertvoll war er für die Löwen

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Timo Gebhart hat das Löwen-Trikot abgestreift. © sampics
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Das Mittelfeld-Talent ist zum Januar 2009 zum VfB Stuttgart gewechselt.  © sampics
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Zuvor hatte ihn die halbe Bundesliga gejagt. © sampics
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Heiner Schuhmann (60), der ehemalige Löwen-Profi und heutige Talentspäher von Borussia Dortmund, brachte es vor ein paar Wochen in der tz auf den Punkt: "Timo Gebhart – wer will den nicht? Hinter dem sind doch fast alle her!" © sampics
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Unter anderem sollen Borussia Dortmund, der FC Schalke 04, Werder Bremen und 1899 Hoffenheim am Offensivmann interessiert gewesen sein. © sampics
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Bekommen hat ihn der VfB Stuttgart. © sampics
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Wie wertvoll Gebhart für die Löwen war, sehen Sie auf solchen Fotos. © sampics
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In der Hinrunde der zweiten Bundesliga sorgte Gebhart für fünf Tore und zwei Vorlagen. © sampics
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Er hatte also maßgeblichen Anteil daran, dass die Löwen zur Winterpause überhaupt auf Rang 11 stehen und nicht im tiefsten Keller. © sampics
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Der 19-Jährige kann jede Position im Mittelfeld spielen oder als hängende Spitze. © sampics
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Am wertvollsten ist er jedoch in der Offensive, wenn er seinen Angriffsdrang ausleben kann. © sampics
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Gebharts Vertrag bei den Löwen lief eigentlich bis 2010. © sampics
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Der Kontrakt wurde erst im November 2007 verlängert. Doch wenn die Ablösesumme stimmt, kommt es eben zu einem Wechsel. © sampics
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Der 19-jährige Mittelfeldspieler unterschrieb einen Vertrag bis 30. Juni 2013 beim VfB Stuttgart. © sampics
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Die Löwen haben ihn nur schweren Herzens ziehen lassen: "Nach Abwägung aller sportlichen und wirtschaftlichen Aspekte haben wir dem Transfer zugestimmt", so Stefan Reuter. © sampics
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Über die Ablösemodalitäten wurde Stillschweigen vereinbart. © sampics
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Timo Gebhart über seinen Wechsel: "Ich möchte mich ausdrücklich bei 1860 für die sehr offenen Gespräche bedanken" © dpa
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"Der VfB Stuttgart ist für mich der nächste Schritt auf meiner Entwicklungsstufe." © dpa
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"Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung" © dpa
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Stefan Reuter: "Wir wünschen ihm in Stuttgart viel Glück und Erfolg." © dpa
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Timo Gebhart stammt aus Memmingen im schönen Allgäu. © sampics
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Er wechselte 2004 im Alter von 15 Jahren vom FC Memmingen in die Löwen-Jugend. © dpa
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Sein Debüt in der ersten Mannschaft feierte er am 26. August 2007 ... © dpa
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... auswärts in Hoffenheim. © dpa
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Im Sommer holte Gebhart den größten Titel seiner noch jungen Karriere und wurde U19-Europameister. © sampics
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Es ist vor allem die beeindruckende Hinrunde bei den Löwen, © dpa
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... mit der er alle auf sich aufmerksam machte. © dpa
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Können die Löwen ihn in der Rückrunde ersetzen? © sampics
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Bald wird er im Stuttgarter Gottlieb-Daimler-Stadion für Furore sorgen. © sampics
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Alles Gute, Timo! Und danke für Deine Löwen-Zeit! © dpa

Und wohl auch den Fans in dieser Verfassung nicht mehr vermittelbar. Mit hämischem Beifall hatten die Zuschauer die Bekanntgabe von Röslers Auswechslung zur Halbzeit gegen Osnabrück quittiert. „Jetzt will ich Sascha helfen“, sagte Wolf, „deshalb diese ungewöhnliche Maßnahme mit dem Fitnessprogramm. Ich frage mich ja auch, warum er nicht auf die Füße kommt. Jetzt werden seine Fitnesswerte geprüft und das individuelle Training wird darauf aufgebaut.“ Wie lange es dauert, Rösler wieder zu einem wertvollen Spieler aufzupäppeln, weiß derzeit niemand. Wolf: „Ich gehe aber nicht davon aus, dass Sascha in dieser Saison kein Spiel mehr machen wird.“

Claudius Mayer

Tour durch das Grünwalder Stadion

Tour durch das Grünwalder Stadion
Es ist das meistgenutzte Stadion Deutschlands, das drittgrößte Münchens und das mit der größten Tradition: das Städtische Stadion an der Grünwalder Straße. © Google maps
Tour durch das Grünwalder Stadion
tz-online nimmt Sie mit auf eine Tour durch das altehrwürdige Sechzger-Stadion. Wir beginnen am Eingang Nordost, hier im Bild rechts unten zu erkennen. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Zu Beginn eines jeden Stadionbesuchs steht natürlich der Kauf einer Eintrittskarte. Hier sehen wir die Ticketschalter an der Ecke Grünwalder-/Candidstraße, die in die Ostkurve integriert sind. Hier sieht man auch den offiziellen Namen des Stadions in Großen Lettern angeschrieben. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Im Laufe der Jahre veränderte sich der Name regelmäßig: Sportplatz des Turnvereins München von 1860 an der Grünwalder Straße 10 (1911), 1860-Heinrich-Zisch-Stadion (1926), Städtische Hanns-Braun-Kampfbahn (1941), Städtische Bezirkssportanlage an der Grünwalder Straße 4 (1975), Städtisches Stadion an der Grünwalder Straße 4 (seit 1979). © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Die Eintrittskarte haben wir - doch bevor wir uns in das Innere des Stadions begeben, machen wir noch einen kleinen Außen-Rundgang. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Unser Weg führt uns vorbei an der Gegentribüne, die unter den Fans besser als "Stehhalle" bekannt ist. Dieser Spitzname stammt von der alten Tribüne aus den 20er Jahren, die hier einmal stand. Dort fanden einmal 25.000 Fans Platz. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Nach mehreren Schäden durch Wetter und Krieg wurde die heutige Gegentribüne 1979 eingeweiht. Die Treppentürme, die schon seit 1961 bestanden, wurden integriert. Heute hat die Tribüne ein Fassungsvermögen von 4.288 Sitzplätzen. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Oft war hier mehr Stimmung als in der Westkurve, der Kurve der Löwen-Fans, die wir gleich besuchen werden. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Viele Fans kommen mit der U-Bahn zum Grünwalder. Die Station "Silberhornstraße" ist ausgeschildert und war bis zur Eröffnung der Station "Wettersteinplatz" im Jahre 1997 die einzige in Stadionnähe. Über den im Foto gekennzeichneten Heinrich-Zisch-Weg... © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
...gelangt man über die Brücke über die Candidstraße zum Stadion. Heinrich Zisch war einst Präsident des TSV 1860, der in den 20er Jahren den Sportplatz zum Stadion ausbauen ließ. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
"Welcome to Giesing": Was viele Fans nicht wissen, ist, dass fast jeder größere Fußballverein Münchens einmal hier spielte. Neben Löwen und Bayern war das GWS auch schon für Türk Gücü (1988-92) und den FC Wacker (1970/71) die Heimspielstätte. Vertreter von Großhadern, Eching und Starnberg trugen zudem ihre eigentlichen Heimspiele in der Bayernliga gegen 1860 hier aus, um höhere Einnahmen zu erzielen. Unterhaching verlegte sein Zweitliga-Spiel gegen Schalke 04 im November 1989 ebenfalls nach Giesing. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Weiter führt uns der Rundgang an die Ecke Gegentribüne/Westkurve, wo eine kleine Einfahrt zum Stadioninneren führt. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Die Absperrgitter sind mittlerweile mit Grafiken von Tipp-Kick-Figuren verziert worden. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Hinter der Westkurve führt der Heinrich-Zisch-Weg in Richtung Volckmerstraße. Hinter dem schmalen Weg fällt der Giesinger Berg relativ steil hinab zum Mittleren Ring. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Anfangs standen hier nur Stehwälle, doch bis 1959 wurde die Westkurve als aufgeständerte Tribüne in Stahlbetonbauweise neu errichtet. Heute bietet sie Stehplätze für bis zu 3.500 Menschen, nachdem einige Blöcke aus Sicherheitsgründen gesperrt wurden. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Unter der Westkurve wurden 2008 mehrere Container aufgestellt, die die Polizei München als Einsatzquartier nutzt. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Nötig wurde die Installation durch Auflagen der DFL, die durch die Einführung der 3. Liga erhoben wurden. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Unter Westkurve befinden sich auch Getränkestände, um die durstigen Kehlen der lautstarken Fans zu befeuchten. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Wir machen einen kleinen Sprung weiter in Richtung Haupttribüne. In dieser sind fast alle wichtigen Räume des Stadions integriert. Weitere Infos zur Haupttribüne folgen später auf unserer Tour. Für die Fans ist wohl die Stadionwirtschaft der mitunter wichtigste Ort im Stadion. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Weiter führt der Weg entlang der Volckmerstraße in Richtung Ostkurve. Die Fassade des Stadions ist hier mit eingemeiselten Figuren verziert. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Diese Aufnahme stammt aus dem August 2004, als der TSV 1860 zum Saison-Auftakt auf die SpVgg Unterhaching traf. Das Spiel war wie viele weitere in jener Saison mit 21.272 Zuschauern ausverkauft. © Marcus Schlaf
Tour durch das Grünwalder Stadion
In die Ostkurve integriert sind die Kassen für die Gästefans. Nach neuer Blockeinteilung und Reduzierung der Kapazität finden hier bis zu 3.500 Fans Platz. Auch die Ostkurve besteht nur aus Stehplätzen. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Unter der Ostkurve ist ein kleines Tor, in dem sich Abstell- und Technikräume befinden. Im Block steht auch einer der vier Flutlichtmasten, die das Stadion seit den 80er Jahren mit insgesamt 800 Lux beleuchten. An jedem Masten hängen 24 Scheinwerfer. Die erste provisorische Flutlichtanlage stellten im Jahre 1955 die Bavaria Filmstudios zur Verfügung. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Anwohner der Grünwalder Straße wie Otto Eder haben hinter der Ostkurve Logen-Plätze. Mittlerweile dürfen nur noch 10.241 Zuschauer bei Spielen in das Grünwalder Stadion. Das baurechtlich zugelassene Fassungsvermögen beträgt bis heute weiterhin ca. 30.100 Plätze, wovon derzeit ca. 24.700 nutzbar wären. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Ca. 5.400 Plätze sind derzeit nicht nutzbar: ca. 3.400 Plätze im Oberrang von Block J (Westkurve) und ca. 500 Plätze im Oberrang von Block P aus baulichen Gründen (Ostkurve), ca. 1.500 Plätze im Unterrang von Block J durch den Einbau von Polizeicontainern. Doch genug der Zahlenspiele! Betreten wir nun die fast 100 Jahre alte Spielstätte. © Michael Westermann
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So blickt ein Torwart vom Tor der Ostkurve in Richtung der Westen. Dort standen die Löwen-Fans zu Profizeiten wie ein Mann hinter ihrer Mannschaft. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Begrüßt werden wir in der Mitte des Spielfeldes von Hausmeister Günther Kaiser und Platzwart Oleg Goldfeyn. Für viele Fußball-Fans wären das wohl Traumberufe.  © Michael Westermann
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An den beiden Herren vorbei gehen wir direkt in die Westkurve. Als zur Saison 2004/05 der TSV 1860 für ein Jahr in das Grünwalder Stadion zurückkehrte, wurden die Wellenbrecher und die Blockeinteilung erneuert. © Michael Westermann
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In der Mitte, im Block G/H, steht die bekannte, 6,3 m breite Anzeigetafel. In der Mitte ist eine Funkuhr montiert. Auf beiden Seiten kann eine Tafel mit dem Vereinsnamen eingeschoben und eine Zifferntafel aufgehängt werden. Bis heute sind drei verschiedene Namensschilder im Einsatz, eines mit der Aufschrift 1860, das auf Rückseite mit HEIM beschriftet ist, ein zweites mit BAYERN und ein drittes mit der Aufschrift GÄSTE. © sampics
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Anfang der 1980er Jahre wurde teilweise für jeden Gegner ein eigenes Schild erstellt, zuvor hatte es nur bei internationalen Spielen spezielle Schilder gegeben. Auch die SpVgg Unterhaching und Türk Gücü ließen später eigene Schilder fertigen, als sie hier spielten. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Seither werden bis auf wenige Ausnahmen die drei erwähnten Schilder verwendet. Zuletzt wurden für das „XX-Tausend“' bezeichnete Regionalligaspiel von 1860 II gegen Jahn Regensburg am 24. Mai 2008 zwei eigene Schilder mit der Aufschrift 1860 und JAHN erstellt und einmalig verwendet. © sampics
Tour durch das Grünwalder Stadion
Der Blick von den Stehplätzen in der Westkurve auf das Spielfeld. © Klaus Haag
Tour durch das Grünwalder Stadion
Seit 2008 stehen im Block J der Kurve keine Fans mehr, sondern Container der Polizei. Von dort werden alle Einsätze im Stadion koordiniert. Bis 2008 war nur der obere Teil des Blocks gesperrt. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Die Installation dieser Einsatzzentrale im Stadioninneren war ebenfalls eine Auflage der DFL zur Zulassung des Grünwalders als Spielstätte der 3. Liga.: ca. 3.400 Plätze im Oberrang von Block J und ca. 500 Plätze im Oberrang von Block P aus baulichen Gründen, ca. 1.500 Plätze im Unterrang von Block J durch den Einbau von Polizeicontainern. © Michael Westermann
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Wir wandern weiter zur Gegentribüne, der berühmten Stehhalle. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Im Gegensatz zu anderen, neueren Fußballstadien sind die Tribünen im Grünwalder Stadion eher flach. Auf orangen Sitzschalen verfolgen dort die Fans die Spiele. © Michael Westermann
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Gesessen wird hier jedoch kaum. Meist stehen auch hier die Fans und feuern ihr Team an. Das Foto zeigt eine voll besetzte Stehhalle am 18.05.2007 im Spiel 1860 II gegen Wehen. © sampics
Tour durch das Grünwalder Stadion
Der Blick geht rüber zur alten Haupttribüne. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Weiter geht es in die Ostkurve. Zwischen ihr und der Stehhalle befindet sich eine kleine Einfahrt. Auf der Seite der Candidstraße sind im oberen Bereich der Tribüne einige Reihen rund um den Flutlichtmasten aus Sicherheitsgründen nicht zugänglich. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Hinter dem Osttor vorbei wandern wir Richtung Haupttribüne. Der Block direkt hinter dem Tor ist als Pufferzone zwischen den Fans ebenfalls gesperrt und wurde in der Saison 2004/05 mit einem Werbebanner überspannt. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Auf der der Volckmerstraße zugewandten Seite der Ostkurve, den Blöcken Q und A, finden die Gästefans Platz. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Man erkennt deutlich, dass der Zahn der Zeit stark an den Rängen nagt. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Vor Gegentribüne, Ost- und Westkurve sind jeweils einge Holzbank-Reihen installiert, die sogenannten Vortribünen. Diese Plätze werden jedoch nicht (mehr) als Sitzplätze verkauft. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Langsam aber sicher, nachdem wir vorbei an Gräsern... © Michael Westermann
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.. und Löwenzahn (wie passend für das Sechzger-Stadion) gelaufen sind, ... © Michael Westermann
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... verlassen wir nun den Block A über den Zugang, gehen rechts um die Ecke ... © Klaus Haag
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... und stehen nun vor der Haupttribüne, der ältesten im Grünwalder Stadion. Auf ihr stehen 1.452 Sitzplätze zur Verfügung. © Michael Westermann
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So blicken die Spieler und Trainer von den Bänken auf das Spielfeld und die Stehhalle... © Michael Westermann
Es ist das meistgenutzte Stadion Deutschlands, das drittgrößte Münchens und das mit der größten Tradition: das Städtische Stadion an der Grünwalder Straße. Merkur online nimmt Sie mit auf eine Tour durch das altehrwürdige Sechzger-Stadion.
... und so die Zuschauer, die auf der alten, teilweise aus Holz errichteten, Tribüne Platz nehmen. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Die Trainerbänke wurden zur Saison 2004/05 ebenfalls erneuert. Montiert wurden Sitzschalen, wie sie auch in der Allianz Arena auf den VIP-Tribünen eingebaut sind. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Nun betreten wir Örtlichkeiten, die für den normalen Fan verschlossen bleiben. Wir begeben wir uns durch den Spielertunnel ins Innere der altehrwürdigen Kampfbahn. © Michael Westermann
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Die Umkleideräume der Teams erinnern etwas an die von Jugendmannschaften oder Amateurclubs. Eine Massagebank steht mitten im Raum. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Auch die Duschen sind eher unterklassig, aber erfüllen ihre Pflicht. Es muss ja nicht unbedingt ein Entmüdungsbecken sein, eine simple Brause tut es ja auch. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Auch die Toiletten für die Mannschaften sind gleich integriert. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Apropos Toiletten: So sehen die Pissoirs in der Haupttribüne für die normalen Stadionbesucher aus. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Der Raum, den kein Spieler gern betreten möchte: das Sanitätszimmer des GWS. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Diesen Raum betreten die Spieler ebenfalls ungern, doch wer sich fair verhält muss nichts befürchten. In diesem Raum werden die Dopingkontrollen durchgeführt. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Erholung, Vorbereitung und Rückzugsort bietet dieser Raum, der den Schiedsrichtern gehört. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Eigene Duschen stehen den Schiedsrichtern selbstverständlich auch zur Verfügung, allerdings sind diese etwas dunkel. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Auch die Sicherheitskräfte und Ordner haben einen eigenen Raum um sich auf ihren Einsatz vorzubereiten oder nach dem Spiel sich zu erholen. © Michael Westermann
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Bewegen wir uns nun durch die teilweise dunklen Gänge der Hauptribüne wieder in die etwas öffentlicheren Räumlichkeiten des Stadions. © Michael Westermann
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Man sieht es diesem Raum nicht wirklich an, da man heutzutage anderes gewohnt ist,  aber er ist es wirklich: der VIP-Raum des Grünwalder Stadions. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Hier finden sich die gehobenen Gäste ein und lassen es sich gut gehen - rauchfrei, wie das Schild rechts an der Wand zeigt. © Michael Westermann
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Etwas merkwürdig und sicher nicht alltäglich sind diese Zellen in einem Nebenraum der Gänge. Was Sie sind, sehen Sie im nächsten Bild. © Michael Westermann
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Es sind tatsächlich Telefonzellen. Im Sechzger war man schon immer sparsam, deshalb wohl auch der Hinweis von hier nur R-Gespräche zu führen. © Michael Westermann
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Aber auch Telefone brauchen Energie: In den Gewölben der Hauptribüne befindet sich auch der sogenannte Energieraum. Hier schlägt das (Strom-)Herz des Grünwalder Stadions. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Eines der Büros des Grünwalder Stadions. Hier werden geschäftliche Dinge erledigt. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
An einigen Stellen hat dann doch die Moderne Einzug gehalten in das Stadion, wie dieser neue Computer in einem weiteren Büro zeigt. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Der Presseraum des Grünwalder Stadions ist ebenso platzsparend und spartanisch wie alle anderen Räume, erfüllt aber seine Zwecke. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Umringt von Journalisten müssen sich hier die Trainer und Offiziellen den Fragen der Presse stellen. An der Wand die Sponsoren-Tafel der zweiten Mannschaft des FC Bayern. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Nachdem wir den Ort der Pressekonferenz nun gesehen haben, wollen wir natürlich auch sehen, von wo aus die Journalisten die Spiele verfolgen. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Dazu steigen wir dem Sechzger auf's Dach... naja, eher unter's Dach. Dort befinden sich die Presse-Kabinen. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Über einen Steg geht es auf den Gang hinter den Kabinen. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Unter anderem hat der Bayrische Rundfunk (BR) hier seine eigene Kabine, die steht's für ihn reserviert ist. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Direkt unter dem Stadiondach hat man einen perfekten Blick auf das Geschehen auf dem Platz und die komplette Übersicht. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Werfen wir einen Blick in das Innere der Kommentatoren- und Pressekabinen. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Eng geht es hier drinnen zu. Aber im Gegensatz zu dieser Kabine... © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
... sind hier Lampen installiert. Dafür fehlt hier eindeutig das Telefon. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Allerdings müssten auch die Stromleitungen mal erneuert werden, wie man hier sehr schön sieht. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Auf Höhe der Spielfeldmitte ist eine Kabine ausgelassen worden. Der Grund hierfür ist denkbar einfach: Dort werden die Fernsehkameras aufgestellt. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Sympathisch: Einladend stehen hier stets Stühle bereit, um den Ausblick zu genießen. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Doch wer nicht schwindelfrei ist, sollte nicht über die Brüstung nach unten blicken. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Damit endet unser kleiner Rundgang in Münchens traditionsreichster Kampfbahn. Wie es mit dem Sechzger weitergeht, steht allerdings in den Sternen. Geht es nach den Löwen-Fans, so sollen die Profis des TSV 1860 bald wieder hier spielen. Aber ist das realistisch? © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Baulich ist das Stadion in die Jahre gekommen, viele Tribünenteile sind gesperrt. Für Profi-Fußball bedarf es einer Rundumerneuerung, bzw. einen Neubau. Die Stadt stemmt sich jedoch (bislang) dagegen. © Michael Westermann
Tour durch das Grünwalder Stadion
Fakt ist, dass Münchens Fußball-Wiege hier steht. Hier wurden 1860 (1966) und Bayern (1969) Deutscher Meister, Pelé spielte hier ebenso wie Real Madrid. Ein Denkmal in den Herzen der Münchner Fußball-Fans ist es jedenfalls jetzt schon. © Michael Westermann

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