Taffertshofer im Interview

Ex-Löwe trifft mit Osnabrück auf 1860: Darum will er das Duell mit Spezl Weber gewinnen

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Früher spielte Taffertshofer auch für 1860, heute läuft er für Osnabrück auf und will Spezl Weber ärgern.

Früher spielte Ulrich Taffertshofer auch für den TSV 1860 München, heute läuft er für Osnabrück auf und will Spezl Felix Weber ärgern. 

München - Ulrich Taffertshofer (26) spielte für 1860 (2011 bis 2012), Wacker Burghausen (2012 bis 2015) und die SpVgg Unterhaching (2015 bis 2018). Seit ein paar Wochen kickt er für den Löwen-Gegner Osnabrück (das Spiel am Mittwochabend bei uns im Live-Ticker). Das tz-Interview.

Herr Taffertshofer, wie lebt es sich mit den „Preißn“?

Ulrich Taffertshofer: Ganz gut (lacht). Ich bin knapp sieben Wochen hier und kann nichts Negatives sagen – außer, dass sie hier kein Bairisch verstehen!

Wo hapert es in der Verständigung?

Taffertshofer: Sie haben sich Anfangs über „Pfiat di“ lustig gemacht. Ich musste erklären, woher das kommt. Und „Servus“ war für meine Mitspieler gewöhnungsbedürftig. Mittlerweile benutzen sie es aber selber. Auch mein Trainer grüßt mich manchmal mit Servus!

Taffertshofer: „Ich weiß, wie es ist, als Aufsteiger zu spielen“

Warum haben Sie den Schritt nach Osnabrück gemacht?

Ulrich Taffertshofer im Trikot der Löwen.

Taffertshofer: Ich hatte in Unterhaching drei tolle Jahre, mit dem Highlight des Aufstiegs in die Dritte Liga. Aber ich wollte neuen Input haben und raus aus der Wohlfühloase. Das Konzept in Osnabrück hat mich überzeugt. Hier soll ein Neuanfang gemacht werden. Mein Vater hat mich aber nach dem letzten Saisonspiel gefragt, ob ich das wirklich machen will (Haching gewann 4:1 gegen Osnabrück, d.Red.).

Was ist das Saisonziel des VfL?

Taffertshofer: Ein klassisches Ziel haben wir nicht, wir nehmen uns Etappenziele vor. Aber bei den Namen in der Liga, wie 1860, Cottbus, Lautern oder Braunschweig macht es wenig Sinn, sich ein Ziel vorzunehmen.

Wie erwarten Sie die Löwen?

Taffertshofer: Ich weiß, wie es ist, als Aufsteiger zu spielen. Da kommt man mit viel Elan. Das 5:1 gegen Lotte hat ihnen sicher viel Selbstvertrauen gegeben. Aber das haben wir nach unserem perfekten Saisonstart mit zwei Siegen auch.

Warum hat es bei 1860 nicht geklappt?

Taffertshofer: Mein Vertrag wurde 2012 nicht verlängert. Es war mein erstes Herrenjahr und es lief nicht gut. Wir haben nicht gut gespielt, dann wurde der Trainer gewechselt. Ich habe mich verletzt, wurde an der Leiste operiert. Am Ende sind es nur sieben Spiele geworden. Der Wechsel nach Burghausen war aber nicht schlecht – da habe ich meine ersten Spiele in der 3. Liga gemacht.

Felix Weber traf am vergangenen Spieltag gegen Lotte zum zwischenzeitlichen 4:0.

Taffertshofer: „Weber hat mir zum Wechsel gratuliert“

Haben Sie noch Kontakt zu 1860?

Taffertshofer: Mit Felix Weber schreibe ich ab und zu. Er hat mir zum Wechsel gratuliert, ich ihm zum Aufstieg. Er hat viele Jahre mit meinem Bruder (Emanuel, spielt beim SV Sandhausen, d. Red.) zusammen gespielt. Er kommt aus der Nähe meines Heimatortes Obersöchering. Das Oberlandduell will ich unbedingt gewinnen!

Welcher Ihrer Ex-Vereine landet am Ende der Saison weiter vorne?

Taffertshofer: Gute Frage (lacht). Beide im vorderen Drittel, aber Haching weiter vorne.

Interview: Florian Fussek

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