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"Wir agieren jetzt kompakter"

Umdenken: Moniz opfert den Zehner

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­­Offensiv-Ass Leonardo mit Trainer Ricardo Moniz.

München - Im Test gegen Nacional zeigten die Löwen zeigten die Löwen am Freitag eine ordentliche Leistung. Sie wirkten stabiler. Und das lag auch an einer Systemumstellung.

Die zweieinhalb freien Tage, die Ricardo Moniz sich und den Löwen übers Wochenende gönnte, verbrachte der holländische Trainer in seiner Heimat, in Eindhoven. Moniz ließ seinen Muskelfaserriss in der Wade behandeln und machte es sich vor dem Fernseher gemütlich: Fußball schauen. „Ich habe mir natürlich das EM-Qualifikationsspiel zwischen Deutschland und Schottland angesehen“, sagte er, mit seinen Gedanken war er aber wohl schon beim Spiel der Löwen am Sonntag auf St. Pauli. Und er ließ die Eindrücke wirken vom Test gegen Nacional Asuncion (1:1) am Freitag in Wörgl, in dem die Löwen einen ganz ordentlichen Eindruck hinterlassen haben. Vor allem einen stabileren, was die Defensivarbeit betrifft. Und dafür hat der Löwencoach auch die Position des „Zehners“ geopfert. Aber natürlich nicht den Spieler, des diese Rolle bisher ausfüllte: Leonardo.

Der immer besser in Schwung kommende Brasilianer spielte in Wörgl rechts vorne als Stürmer, „aber“, so Moniz, „mit vielen Freiheiten, was die Position betrifft“. So dürfte es auch in St. Pauli der Fall sein, ganz im Sinne von Sportchef Gerhard Poschner, dem die bisherige Spielanlage der Löwen zu offensiv und damit zu anfällig in der Defensive erschien.

Jetzt gibt es keinen richtigen Zehner mehr. Dafür mit Yannick Stark und Edu Bedia zwei Mittelfeldspieler, die sowohl den Angriff unterstützen wie auch nach hinten arbeiten sollen – vor dem einzigen Sechser, Ilie Sanchez. Moniz: „Dadurch sind wir jetzt kompakter.“

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Sanchez sei, so hieß es, sehr enttäuscht gewesen, nachdem er gegen Darmstadt zum Anpfiff auf der Bank Platz nehmen musste. „Das ist doch logisch, dass Ilie enttäuscht war“, sagte der Löwencoach, „wenn du als Spieler aus dem Ausland kommst, dann hast du es erstmal ohnehin nicht einfach.“ Deshalb hatte Moniz vor dem Spiel in Wörgl zusammen mit Sanchez auf der noch leeren Tribüne Platz genommen und ein längeres Gespräch unter vier Augen mit ihm geführt. „Du kannst mit den Spielern gar nicht häufig genug kommunizieren“, sagte Moniz, „und das war jetzt nicht nur bei Sanchez der Fall. Das mache ich mit den anderen auch.“

Auffällig: Neben Stark scheinen jetzt mit Bülow, Adlung und Volz vier „altgediente“ Löwen wieder bessere Chancen auf die Startelf zu haben, als noch vor einigen Wochen. Dazu kommt Grzegorz Wojtkowiak, der nach wochenlanger Verletzungspause gegen Asuncion ein Comeback feierte. Als linker Verteidiger. Moniz: „Wojtkowiak hat gezeigt, wie wichtig er ist für uns. Er hat wenig zugelassen.“

Was die Aufstellung betrifft, habe er „jetzt mehr Optionen“, erklärte der Löwencoach, „aber auch mehr Fragezeichen“. Auch durch die drei Neuen Rama, Rodri und Angha. Ob aber einer von ihnen in St. Pauli anfängt? Rama ist verletzt (Zehennagel entfernt), Rodri weist noch Trainingsrückstand auf und Angha kehrt erst heute von der U21-Nationalmannschaft der Schweiz zurück.

tz

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