Österreicher ärgert sich

"Unerklärlich": Doppel-Torschütze Okotie grantelt

+
Traf doppelt: Rubin Okotie.

Kaiserslautern - Zwei-Tore-Führung und ein Mann mehr auf dem Feld - dennoch gab es für den TSV 1860 München nichts zu holen zum Zweitliga-Auftakt in Kaiserslautern. Nicht nur für den neuen Top-Stürmer Rubin Okotie war das eine Enttäuschung.

Zwei Treffer bei seinem Debüt - und dennoch war es für Rubin Okotie kein glücklicher Einstand beim TSV 1860 München. „Wir haben das Spiel mit einem Mann mehr noch aus der Hand gegeben haben, für mich ist das unerklärlich“, grantelte der Neuzugang von Austria Wien mit Blick auf die 2:3-Niederlage der Löwen zum Zweitliga-Auftakt beim 1. FC Kaiserslautern. Eine Zwei-Tore-Führung und 70 Minuten in Überzahl reichten dem Team von Trainer Ricardo Moniz am Montagabend nicht, um auf dem Betzenberg zu bestehen und zumindest einen Punkt zu sichern. „Einige Sachen sind katastrophal falsch gelaufen. Wenn du einen Mann mehr hast, musst du mehr Druck machen, den Gegner vom eigenen Strafraum weghalten“, erkannte der Coach.

Mausetot schienen die Pfälzer nach Okoties frühem Doppelschlag (26., 33. Minute) eigentlich schon, obendrein geschwächt durch die Rote Karte für Torwart Tobias Sippel (20.). Doch nach der Pause lief kaum noch etwas zusammen bei den Sechzigern, die sich auch vom lautstarken Publikum beeindrucken ließen. „Es war eine super Stimmung“, gestand Okotie. FCK-Coach Kosta Runjaic schwärmte vom „absoluten Betze-Feeling“, die Fans hätten „uns zum Sieg getragen“. Zudem sind die Pfälzer nun erster Zweitliga-Tabellenführer der neuen Saison.

Srdjan Lakic sorgte innerhalb von drei Minuten (68./Foulelfmeter, 71.) für die Wende in einem verrückten Spiel. Die Aufholjagd wurde durch das Siegtor von Philipp Hofmann (80.) gekrönt. Der Neuzugang vom FC Ingolstadt traf rund 20 Sekunden nach seiner Einwechslung mit der ersten Ballberührung per Kopf zum 3:2 und verwandelte das mit 41 092 Zuschauern gefüllte Fritz-Walter-Stadion in ein Tollhaus. Nach dem ebenso mitreißenden wie begeisternden Saisonauftakt seiner Roten Teufel verfolgte FCK-Boss Stefan Kuntz mit leuchtenden Augen die minutenlangen Ovationen der Fans für die Profis.

Sechzig verliert gegen Lautern - Bilder und Noten: Einmal die Fünf

Sechzig verliert gegen Lautern - Bilder und Noten: Einmal die Fünf

„Wenn du eine Kampagne mit dem Titel 'Der Betze rockt' anfängst, ist solch ein Spiel natürlich großartig. Als Chef freut es mich wahnsinnig, denn die Mitarbeiter, aus deren Kreis die Kampagne geboren wurde, sind alle total happy, weil das heute gleich gepasst hat“, frohlockte er. Selbst Moniz musste eingestehen: „Das Spiel wird so schnell keiner vergessen.“

Für 1860 und seinen neuen Top-Stürmer Okotie geht es am Sonntag schon ein wenig darum, einen Fehlstart in die neue Fußballsaison zu vermeiden. „Wir versuchen jetzt, die Niederlage zu verdauen und schauen dann aufs nächste Spiel gegen Leipzig“, kündigte der österreichische Stürmer an. „Wir stehen am Anfang. Da ist es normal, dass die Mechanismen noch nicht greifen“, urteilte er.

dpa

Auch interessant

Meistgelesen

Zwei Löwen fehlen angeschlagen - fallen sie gegen Buchbach aus?
Zwei Löwen fehlen angeschlagen - fallen sie gegen Buchbach aus?
Gebhart poltert: „Jeder Spieler muss sich fragen: Gebe ich wirklich alles?“
Gebhart poltert: „Jeder Spieler muss sich fragen: Gebe ich wirklich alles?“
Marinkovic: „1860 ist eine große Mannschaft – wer will da nicht hin?“
Marinkovic: „1860 ist eine große Mannschaft – wer will da nicht hin?“
Bierofka und Buchbach: Da war doch was
Bierofka und Buchbach: Da war doch was

Kommentare