Ungleichbehandlung? RWO-Präsident wettert gegen 1860

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Hajo Sommers

Oberhausen - Feuer für die Löwen und die DFL gibt es aus Oberhausen. Hajo Sommers, Präsident des Tabellen-17. RWO, wettert über eine angebliche Ungleichbehandlung.

Sommers sagte bei Sport1-Hattrick: „Es ist ganz merkwürdig. Es gibt scheinbar Vereine in der Liga, die dürfen mal eben acht oder zwölf Millionen Schlechte machen und dürfen noch 14 Millionen mit sich rumschleppen. Die dürfen Geld ausgeben und aus dem Fenster schmeißen, und nur weil sie 40.000, 80.000 oder 100.000 Fans haben und aus einer Großstadt kommen, werden sie dann geschützt. Und wenn sie aus einem Dorf kommen oder aus dem Sauerland, dann kannst du’s totmachen – kommt ja eh keiner. Ich fühle mich verarscht.“

lk

Prominente: Warum München die Löwen braucht!

Prominente: Warum München die Löwen braucht!

Bei den Löwen war die Lage lange finster - mittlerweile sind die Sechzger dank des Investors aber zum Glück über den Berg. Gut so, denn die Stadt braucht den Verein! Warum, das erklären hier einige Stars © sampics
Dieter Hildebrandt (Kabarettist): „Zu den Löwen gehören so viele liebenswerte Geschichten, dass man sie schon aus Gründen der Sympathie weiter dabeihaben möchte.“ © dpa
Michael Lerchenberg (Schauspieler, Autor): „Warum München die Löwen braucht? Ganz einfach: 1860, das ist Tradition pur, das ist Kultur. Das ist der Verein der Münchner – während der FC Bayern ja eher ein Verein des Umlandes ist.“ © dpa
Susanne Breit-Keßler (evangelische Regionalbischöfin): „Eine Stadt wie München verträgt nicht nur, nein, sie braucht zwei Fußballvereine: Neben dem FCB auch den Traditionsverein 1860, der das Bodenständige widerspiegelt. Einmal Löwe, immer Löwe!“ © dpa
Michael Holm (Schlager-Star): „Wir haben erst vor Kurzem noch den 150. Geburtstag gefeiert, zu dem ich eigens meinen Hit Mendocino auf 1860 umgeschrieben habe. Ich war sehr getroffen, als plötzlich das Sterbeglöckchen läutete – wir hatten doch noch mit so viel Liebe und Freude gefeiert. 1860 ist der große Identifikationsverein, an dem sich der Ur-Münchner hochgezogen hat.“ © dpa
Werner Schulze-Erdel (TV-Profi, Ex-Stadionsprecher): „Wenn es Sechzig nicht mehr gibt, dann fehlt was in meinem Leben. Dann kann ich nicht mehr lachen, nicht trauern. Ich bin ein Blauer – was soll ich ohne die Löwen tun? Ich glaube auch, dass den Bayern die Löwen fehlen würden. Die Sticheleien würden ihnen abgehen. Die Liebe der Fans wurde beim TSV zuletzt mit Füßen getreten.“ © dpa
Fritz von Thurn und Taxis (TV-Kommentator): „Es ist ja klar: Sechzig hat mehr Anhänger in der Stadt als Bayern. Das sind alles treue Fans. Dort ist schon die Stadionfrage fast eine religiöse Angelegenheit. “ © dpa
Christian „Fonsi“ Springer (Kabarettist): „Sechzig sollten einen Boxring in der Arena aufstellen – und dann kommt die Live-Übertragung: Wladimir Ude gegen Witali Hoeneß.Wenn’s zum K.o. gekommen wäre, dann hätten wir halt wieder in der Bayernliga angefangen.“ © sampics
Gerd Silberbauer (Schauspieler): „Der TSV 1860 hat mit die besten Fans Deutschlands. Es geht ja hier um eine alte Liebe, um ein echtes Urgestein. Ehrlich gesagt: Ich hatte nicht mehr viel Hoffnung.“ © dpa
Carolin Reiber (TV-Moderatorin): „1860 hat eine einmalige Tradition in fast allen Sportarten. 1860 hat über 20 000 Mitglieder – dahinter stehen hunderttausende Leute, wenn man Familien und Freunde mitrechnet. 1860 hat eine überragende Nachwuchsarbeit, siehe die Bender-Zwillinge.“ © dpa
Carolin Reiber (TV-Moderatorin) weiter: „Das Problem von 1860 waren in den vergangenen Jahren die Führungspositionen – da waren auch Eitelkeiten im Spiel. Jetzt endlich hat sich eine Persönlichkeit als Präsident zur Verfügung gestellt – nämlich Dieter Schneider.“ © dpa
Manfred Schwabl (Ex-Löwen-Kapitän): „Warum die Stadt den Verein braucht? Weil 1860 Kult ist – und weil immer etwas fehlen würde, wenn der Klub nicht mehr da wäre. Und dann ist da noch die sehr gute Jugendarbeit.“ © dpa
Thomas Miller (Ex-Löwe, unten): „Es geht damit los, dass der Verein 150 Jahre alt ist. Er verkörpert Tradition, ist ein Aushängeschild. Hier gibt es 19 Abteilungen, in denen viele Kinder gefördert werden – das ist beispielhaft für ganz Deutschland.“ © Getty
Olaf Bodden (Ex-Löwe): „Es wäre ein Trauerspiel, wenn dieser Traditionsverein verschwinden würde. Die Politik hat versagt. Diese Sesselpupser im Aufsichtsrat haben die Augen zugemacht. Dieser Verein hat doch mit die beste Jugendarbeit in Deutschland. Wenn man sieht, für wie wenig Geld die Talente verkauft wurden: Das tut unheimlich weh!“ © sampics
Ludwig Kögl (Ex-Löwe): „München kann ja immer zwei Bundesligisten vertragen – das hat die Vergangenheit bewiesen. Es wäre einfach bedauerlich, wenn es diese Rivalität im Münchner Fußball nicht mehr gäbe.“ © Getty
Bernd Patzke (Meisterlöwe): „Ich hoffe sehr, dass diese Stadt den TSV braucht. Dazugehören tut der Verein auf alle Fälle – schon weil er so viele Anhänger hat.“ © sampics

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