Zusammenstöße zwischen Polizei und Fans ungenügend untersucht

1860-Fans bekommen Recht: Europäischer Gerichtshof verurteilt Bundesrepublik

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Massives Polizeiaufkommen rund um das Grünwalder tadion beim Derby Bayern II gegen 1860 II (Archivbild vom 09.12.2007).

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat Deutschland verurteilt und so der Klage von zwei Fans des TSV 1860 Recht gegeben. Der Fall betrifft die Vorkommnisse beim kleinen Derby 2007.

Straßburg - Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat Deutschland wegen einer unzureichenden Untersuchung von Zusammenstößen zwischen Polizisten und Münchner Fußballfans verurteilt. Den beiden Klägern - zwei Fans - sprach er am Donnerstag in Straßburg eine Entschädigung von jeweils 2000 Euro zu. (Az.: 47274/15)

2007 hatten Polizisten nach dem Regionalliga-Spiel zwischen dem FC Bayern München II und dem TSV 1860 München II (1:0) Pfefferspray und Schlagstöcke gegen Fans eingesetzt („Waren mit prügelnden Polizisten eingeschlossen“). In der Folge wurde unter anderem wegen Körperverletzung ermittelt, zu einer Anklage kam es aber nicht. Eine Verfassungsbeschwerde seitens 1860-Fans dagegen wurde 2015 nicht zur Entscheidung angenommen.

Problem war, dass die beiden Fans jene Beamten, die sie angegriffen haben sollen, nicht identifizieren konnten, da diese Schutzhelme mit Visier und Uniformen ohne Namensschilder oder sichtbare Identifikationsnummern getragen hatten.

Die Straßburger Richter kritisierten, dass dieser „Einsatz von behelmten Polizisten ohne identifizierende Merkmale und die daraus resultierenden Schwierigkeiten“ während der Ermittlungen nicht ausreichend ausgeglichen worden seien. So sei Videomaterial nur teilweise ausgewertet worden, zudem seien nicht alle Beamte befragt worden.

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dpa

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