Planungen bei TSV 1860

Verstärkungen im Winter? Gegenwind für Mauersberger 

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Entspannt? Gebhart muss noch bis 2018 zusehen – die Löwen schauen sich nach Alternativen um.

Während Löwen-Verteidiger Jan Mauersberger der aktuellen Mannschaft vertraut und vor Neuzugängen im Winter warnt, sehen andere bei der Kaderplanung der Löwen dringenden Handlungsbedarf.  

München – Müssen sich die Löwen im Winter auf dem Transfermarkt verstärken? Spätestens seit Jan Mauersbergers Äußerungen in der tz vom Donnerstag ist die Diskussion in vollem Gange. „Ich denke, dass Timo (Gebhart) und Nico (Andermatt) zum Trainingsstart im Januar wieder fit sein werden. Und dann halte ich die Mannschaft für stark genug, um Erster zu bleiben“, hatte der Abwehr-Routinier seiner Meinung Ausdruck verliehen. „In der Relegation gehört immer Glück dazu – jetzt im Winter nur mit Blick auf die Entscheidungsspiele nachzulegen, halte ich in unserer Situation für sehr riskant. Zum einen ist der Verein finanziell nicht auf Rosen gebettet, zum anderen sind wir endlich wieder eine richtige Mannschaft, in der einer für den anderen läuft.“

Ex-Löwe Miller: „Es hapert im Spielaufbau und in Sachen Kreativität“

Thomas Miller (54), Mitglied der Aufstiegsmannschaft von 1994, will Mauersberger in Sachen Teamgeist nicht widersprechen. Trotzdem hält der Kult-Innenverteidiger Verstärkungen für nötig, um in einer möglichen Relegation bestehen zu können. „Für die Meisterschaft wird’s auch so langen“, sagte Miller. „Aber niemand kann uns garantieren, dass Timo Gebhart verletzungsfrei durchs Frühjahr kommt. Für den Fall der Fälle sollte man sich mit einem offensiven Mittelfeldspieler absichern.“ Die spielerischen Defizite seien seit Gebharts Oberschenkelverletzung eklatant. Miller: „Es hapert im Spielaufbau und in Sachen Kreativität. Ich vertraue darauf, dass der Biero weiß, was zu tun ist und dass er die finanziellen Mittel bekommt, um seine Pläne auch umsetzen zu können.“

Das hofft auch Karsten Wettberg. Der „König von Giesing“, der am Freitag seinen 77. Geburtstag feiert, sieht nicht nur im Kreativbereich Bedarf, sondern auch in der Spitze, „um mal das System wechseln zu können“. Gebharts Ausfall sei bislang mit der Fitness der Mannschaft und ihrer Stärke bei Standards kompensiert worden. Wettberg: „Wenn die finanziellen Möglichkeiten da sind, muss im Winter auch was daraus gemacht werden.“

Mauersberger sorgt mit Facebook-Post für Mega-Lacher

„Wenn Sascha Mölders ausfällt, muss man reagieren können“

Allesfahrer Franz Hell kann da nur zustimmen. „1860 muss alles ausschöpfen, um Daniel Bierofka eine aufstiegsfähige Mannschaft zur Verfügung zu stellen.“ Ein rechter Verteidiger, ein offensiver Mittelfeldspieler und ein Stürmer mit Drittliga-Erfahrung wären wünschenswert. „Wenn Sascha Mölders ausfällt, muss man reagieren können“, sagt Hell. In einer möglichen Relegation würde Fitness alleine nicht reichen. „Man hat’s ja gesehen, wie schwer wir uns gegen die zweiten Mannschaften von Ingolstadt, Augsburg, Bayern, Fürth und auch Nürnberg getan haben, die unter Profibedingungen trainieren. So ein Kaliber wird in der Relegation mindestens kommen.“ Um den Teamgeist macht sich Hell weniger Sorgen: „Da vertraue ich auf Bierofka. Der wird keine Spieler dazu holen, die charakterlich nicht passen.“

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