Zu viele Fans

Bestätigt: Erster Verein wechselt wegen 1860 das Stadion

Dass 1860 München kein gewöhnlicher Regionalligist ist, zeigt sich auch an der großen Anzahl der Fans. Jetzt hat ein erster Verein reagiert und sein Heimspiel in ein größeres Stadion verlegt.

Eichstätt - Die neue Regionalliga-Saison hat noch gar nicht begonnen, trotzdem sorgt der TSV 1860 München bei vielen Ligakonkurrenten bereits im Vorfeld für Kopfzerbrechen. Was tun beim Heimspiel gegen die Münchener Löwen? 

Das Problem: Der Zweitliga-Absteiger wird nicht nur zu seinen Heimspielen (wahrscheinlich nicht mehr in der Allianz Arena, sondern im Stadion an der Grünwalder Straße), sondern auch zu seinen Auswärtsspielen tausende Anhänger mobilisieren. Für viele Vereine ein echtes Problem. Die meisten Stadien in der Regionalliga Bayern sind für einen solchen Besucherandrang nicht gewappnet.

Als erster Verein trägt jetzt der Regionalliga-Aufsteiger VfB Eichstätt den außergewöhnlichen Umständen Rechnung. Die 2100 Plätze im eigenen Liqui-Moly-Stadion sind nicht genug. Für das Heimspiel am 3. Oktober gegen die Sechzger wird der Klub ins rund 30 Kilometer entfernte Ingolstadt umziehen. Das bestätigte der Spielleiter des Bayerischen Fußballverbandes, Josef Janker, am Mittwoch. 

„Mehrere tausend Löwenfans werden es schon sein“ 

„Mehrere tausend Löwenfans werden es schon sein“, wird Janker über den Zuschauermagneten aus München auf donaukurier.de zitiert. In Ingolstadt sollen die Eichstätter aber nicht im Audi Sportpark, wo der Zweitligist FC Ingolstadt seine Heimspiele austragen wird, sondern im ESV-Stadion auflaufen. 

„Das passen 10.000 Besucher rein“, sagte Thomas Hein, erster Vorsitzender des VfB Eichstätt. Am Donnerstag soll der Deal mit den Betreibern des ESV-Stadions endgültig eingetütet werden.

Damit wird 1860 in der nächsten Saison zwei Spiele im Ingolstädter ESV-Stadion bestreiten. Hier trägt auch die zweite Mannschaft des FC Ingolstadt ihre Heimspiele aus. 

Nicht auszuschließen ist, das auch noch andere Vereine mit kleineren Stadien dem Beispiel aus Eichstätt folgen werden. Die ersten beiden Auswärtsspiele werden die Löwen aber in den „richtigen“ Stadien der Gegner stattfinden. Sowohl der FC Memmingen (13. Juli) als auch der TSV Buchbach (26. Juli) werden in der heimischen Spielstätte auflaufen. 

tlo 

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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