1860 in Marbella angekommen

Kaltstart ins Trainingslager: Viel Regen und Schweiß

München/Marbella - Die Löwen sind in Marbella gelandet, wo das Wetter zum arbeitsintensiven Programm des Trainingslagers passt. Verteidiger Hertner flog nicht mit, er geht nach Aue.

Kurz vor dem Abflug an die Costa del Sol ist noch ein Löwe von Bord gegangen. Sebastian Hertner, 23, Vertrag bis 2016, stimmte einem Leihgeschäft mit Abstiegsrivale Erzgebirge Aue zu. Für den jungen Linksverteidiger, der beim TSV 1860 nie richtig landen konnte, heißt es bis zum Ende der Rückrunde: Spielpraxis sammeln im Erzgebirge. Und kurzfristig: Türkische Riviera statt Marbella. Während Hertner seinem neuen Team nach Antalya hinterherfliegt, brachen seine alten Spezln am Dienstag in die entgegengesetzte Ecke von Europa auf.

Um die Mittagszeit gab es einen Zwischenstopp auf Mallorca, wo sich die mit den Löwen reisenden DFL-Schiedsrichter verabschiedeten (auch Trainingslager). Landung in Malaga dann planmäßig, wobei: Gehören acht Grad und Dauerregen wirklich zum Plan, wenn man im Januar dem deutschen Winter zu entfliehen trachtet? Der Uruguayer Kagelmacher konnte die Wollmütze jedenfalls gleich aufbehalten. Zumindest bis zur Ankunft im Teamhotel, einem Resort aus der Fünf-Sterne-Klasse, das mit allem erdenklichen Wohlfühl-Komfort lockt.

Jedoch: Schon am ersten Abend hatte Trainer Markus von Ahlen ein deutliches Zeichen gesetzt: Von wegen Wellness! Nix Müßiggang. Stattdessen stand bereits um 19 Uhr, zwei Stunden nach der Ankunft, die erste Einheit auf dem Programm. Eine nächtliche Anti-Müdigkeitseinheit. Erst danach kam das Abendessen auf den Tisch.

Wo ist die Sonne? Der Spanier Ilie Sanchez dürfte seine Heimat wärmer in Erinnerung gehabt haben.

Ähnlich schweißtreibend soll es in den nächsten Tagen weitergehen. Geplant sind bis zu drei Einheiten am Tag – und mindestens zwei Testspiele. Für den ersten Formcheck steht am Samstag Dynamo Kiew (18 Uhr) bereit. Am 29. Januar, dem Tag vor dem Heimflug, geht es dann gegen den ungarischen Klub FC Videoton. Nach Lage der Dinge wird Teammanager Florian Waitz aber noch ein weiteres Mal in Verhandlungen treten. Potenzielle Gegner gibt es in Marbella genug. Zur Auswahl stehen: Mainz, Ingolstadt, Union Berlin, Karlsruhe. Oder falls noch ein internationaler Gegner gewünscht wird: Auch der FC Basel mit Trainer Markus Babbel ist zeitgleich vor Ort (sogar im selben Hotel). Auch mit Marin Tomasov könnte es ein Wiedersehen geben. Der HNK Rijeka, neuer Klub des kroatischen Dribblers, hat ebenfalls in Andalusien seine Zelte aufgeschlagen.

TSV 1860: Bilder von der Ankunft im Trainingslager

TSV 1860: Bilder von der Ankunft im Trainingslager

Tomasov zählt wie Hertner und Grzegorz Wojtkowiak (Legia Danzig) zur Fraktion der Fahnenflüchtigen. Stellt sich die Frage: Kommt noch jemand, um den Löwen im Abstiegskampf zu helfen und eine der frei gewordenen Planstellen zu besetzen? Seit Wochenbeginn ist ja Andreas Voglsammer im Gespräch, der hochbegabte Hachinger Stürmer. Auf das begehrte Talent angesprochen, gab es am Dienstag nur Allgemeinauskünfte. Interessanter Spieler, kickt vor der Haustür, diese Art von Floskeln. Favorisiertes Wechselziel von Spieler und Spielvereinigung soll bekanntlich der 1. FC Heidenheim sein, der mehr Ablöse zu zahlen bereit ist. Grundsätzlich sagte Sportchef Gerhard Poschner am Dienstag: „Wir haben drei Spieler abgegeben. Jetzt wird es natürlich Zeit, dass wir in die andere Richtung was machen. Es ist durchaus vorstellbar, dass diese Woche noch jemand kommt.“

Auftauchen in Poschners Wahlheimat wird in jedem Fall noch der ein oder andere Löwen-Funktionär. Poschner und Aufsichtsrat Noor Basha begleiten das Camp vom ersten Tag an. Angesagt haben sich zudem Geschäftsführer Markus Rejek und Präsident Gerhard Mayrhofer. Schöne Nachricht für die beiden Nachzügler: Das Wetter soll laut den gängigen Apps mit jedem Tag besser werden.

Live-Ticker zum 1860-Trainingslager

von Uli Kellner

Rubriklistenbild: © sampics / Stefan Matzke

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