Das Kleeblatt der Hoffnung

Vier Fakten: Darum gewinnt 1860 in Fürth

München - Die Löwen stehen mit dem Rücken zur Wand und brauchen am Freitag im Bayern-Derby unbedingt einen Dreier. Wir nennen vier Fakten, die in Fürth für 1860 sprechen - quasi ein Kleeblatt der Hoffnung.

"Unsere Fans haben es verdient, dass wir in der Zweiten Liga bleiben“, sagt 1860-Trainer Torsten Fröhling. „Die Stadt München braucht zwei Vereine in den Bundesligen.“ Fröhlings zuletzt bester Feldspieler und Doppel-Torschütze beim 2:3 gegen Sandhausen, Gary Kagelmacher, gibt für Freitag ein klares Ziel vor: „Wir müssen in Fürth minimal einen Punkt holen!“

Kein hoffnungsloses Unterfangen. Betrachtet man die jüngere und jüngste Vergangenheit, spricht sogar mehr für einen Löwen-Erfolg als für einen Sieg der Mittelfranken. Ausnahmsweise ist der blaue Optimismus mehr als nur ein Mangel an Informationen. Voilà, das Kleeblatt der Hoffnung:

Fakt 1 – der Lieblingsgegner: Die letzten drei Duelle zwischen Fürth und Sechzig gingen allesamt an die Giesinger. 1:0 hieß es am 25. November 2013 unter Friedhelm Funkel (Tor: Dominik Stahl), mit dem 2:1 (Osako, Bülow) im Ronhof am 25. April 2014 nahmen die Löwen der SpVgg die letzten Hoffnungen auf den Aufstieg. Das jüngste 2:0 am 26. September vergangenen Jahres (Okotie, Sanchez) bescherte Markus von Ahlen einen perfekten Einstand (dem bekanntlich nicht mehr allzu viele Punkte folgten). Ob die Siegesserie hält?

Fakt 2 – die blaue Auswärtsstärke: Während die Löwen in der Heimtabelle auf dem letzten Platz liegen (neun Punkte), sind sie im Auswärtstableau immerhin Achter. Drei Siege gab’s in dieser Saison bislang auf fremden Plätzen (2:1 in St. Pauli, 3:0 in Bochum, 4:1 bei Union Berlin). Da eine der wenigen Stärken der Mannschaft das Konterspiel ist, müssen sich die Fans vor dem Freitag weniger fürchten als vor den beiden Heimspielen danach gegen Aalen und Aue.

Fakt 3 – die Fürther Heimmisere: Nach dem grandiosen Auftakt beim 5:1 gegen Nürnberg besiegten die Fürther vor eigenem Publikum auch St. Pauli (3:0), Lautern (2:1) und Aue (2:0). Die Wende zum Schlechten markierte das 2:5 gegen den FSV Frankfurt, seitdem gab’s daheim nichts mehr zu feiern. „Fakt ist, dass wir seit dem 3. Oktober letzten Jahres (Aue) kein Spiel im Ronhof mehr haben gewinnen können“, sagt Präsident Helmut Hack. „Das ist beinahe die Bilanz eines Absteigers.“

Fakt 4 – Fürths schwache Offensive: In den jüngsten 13 Spielen gelangen der SpVgg ganze sieben Tore, aus dem Spiel heraus fiel der letzte Treffer Ende November beim 3:3 gegen Düsseldorf. Auch unter dem „neuen“ Trainer Mike Büskens hat sich an der fränkischen Abschlussschwäche nichts geändert. „Ich bin ja nicht auf dem Baum oder im Wald geboren. Ich wusste nach den Gesprächen, was auf mich zukommt“, sagt der Coach, der in dieser Woche verstärkt auf Torschusstraining gesetzt hat.

1860-Trainer Fröhling hält sich mit Kampfansagen zurück. Auf die Frage, wie die Chancen stünden, Fürth bei derzeit sechs Punkten Abstand noch mit in den Abstiegskampf hineinzuziehen, musste er sich zunächst auf die Lippen beißen. „Erst wenn wir in Fürth drei Punkte holen, können wir sagen, dass wir in Reichweite sind.“ Nur nicht den Gegner motivieren…

lk

Rubriklistenbild: © dpa

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