Kann er die Löwen „wiederbeleben“?

Pereira im Januar zu 1860 - nur Unterschrift fehlt noch

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Soll die Löwen hochbringen: Vitor Pereira.

München - Die Trainersuche beim TSV 1860 ist beendet, die Löwen werden mit Vitor Pereira in die Rückrunde starten. Es fehlt eigentlich nur noch die Vertragsunterschrift.

Der TSV 1860 hat einen neuen Trainer. Der Portugiese Vitor Pereira tritt im Januar 2017 seinen Dienst an der Grünwalder Straße an. Die Löwen sind sich mit dem 48-Jährigen einig, es fehlen nur noch die Unterschriften. Vor gut einer Woche haben Investor Hasan Ismaik und Präsident Peter Cassalette den Deal mit Pereira bei einem Treffen in Mailand perfekt gemacht. Eine offizielle Stellungnahme vom Verein war dazu natürlich nicht zu bekommen. Der Medienboykott besteht weiter.

Wer ist dieser Pereira? Als Spieler kann der in Espinho geborene Portugiese keine großen Erfolge vorwiesen, ähnlich wie sein berühmter Landsmann José Mourinho. Was die beiden noch vereint: Als Trainer machten sie sich beim FC Porto einen Namen. Mourinho gewann mit dem Renomier-Klub 2004 die Champions League, und Pereira, der 2011 den Cheftrainerposten in Porto übernommen hatte, wurde auf Anhieb zweimal Meister (2012 und 2013). Er war Nachfolger von André Villas-Boas, der zum FC Chelsea wechselte. Pereira war ein Jahr als Assistent von Villas-Boas tätig gewesen.

Im Sommer 2013 nahm Pereira ein sicherlich hochwertiges Angebot des saudischen Klubs Al-Ali Dschidda an, den er aber nach einem Jahr bereits wieder verließ.

Olympiakos Piräus hieß die nächste Station. Beim griechischen Rekordmeister blieb er allerdings nur ein halbes Jahr (Januar 2015 bis Sommer 2015), danach ging’s ab in die Türkei. Pereira unterschrieb für zwei Jahre bei Fenerbahce Istanbul. Der Vertrag wurde allerdings im August 2016 bereits wieder aufgelöst, weil Fenerbahce in der türkischen Meisterschaft nur den zweiten Platz belegt hatte, im Pokal ausgeschieden war und in der Europa League im Achtelfinale Endstation war. Als dann auch die Qualifikation für die Champions League in die Hose ging, war das Thema erledigt.

Hasan Ismaik hatte den neuen Mann, ohne einen Namen zu nennen, ja bereits euphorisch angekündigt. „Auf unseren neuen Trainer könnt ihr euch schon jetzt freuen: Wir haben gemeinsam eine sehr gute Wahl getroffen“, schrieb der Jordanier auf Facebook. Er sei eine sehr starke Persönlichkeit und verfüge über ein gutes Auge für die vielen Talente der Sechziger: „Ich bin sicher, dass er genau der Richtige ist, um unseren Verein wiederzubeleben.“

cm, lk 

Absturz! Diese Vereine spielten einst in der 1. Bundesliga

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1. FC Saarbrücken: Insgesamt fünf Spielzeiten (1963/64, 1976–78, 1985/86, 1992/93) waren die Saarländer in der 1. Bundesliga vertreten. Aktuell spielt der FCS nur noch in der Regionalliga (4. Liga). © dpa
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Alemannia Aachen: Erstklassige Fans, erstklassiges Stadion - und die Mannschaft kickt aktuell nur noch in der Regionalliga (4. Liga). Vier Jahre war die Alemannia Mitglied der 1. Liga (1967–70, 2006/07). © dpa
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Arminia Bielefeld: 16 Spielzeiten erstklassig! Und heute? Die Ostwestfalen pendeln zwischen 2. und 3. Liga, aktuell spielt man mal wieder in ersterer. © dpa
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Borussia Neunkirchen: Die Erstliga-Zeiten der Saarländer sind schon lange her. Insgesamt in drei Spielzeiten trat die Borussia in Liga eins an (1964–66, 1967/68). Aktuell spielt man in der Oberliga (5. Liga). © dpa
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FC Energie Cottbus: Zweimal für jeweils drei Jahre (2000–03, 2006–09) wurde in der Lausitz erstklassig gespielt. Im Sommer 2014 stürzte der FCE erstmals nach 14 Jahren wieder in die Drittklassigkeit ab, mittlerweile spielt Cottbus sogar nur noch viertklassig. © dpa
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FC 08 Homburg: Ende der 80er Jahre erlebte der FCH seine größten Jahre. Von 1986 bis 88, sowie 1989/90 kickte der heutige Regionalligist (4. Liga) in der höchsten Spielklasse. © dpa
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FC Hansa Rostock: Großer Name, tiefer Sturz! Zwölf Jahre lang war der FCH das Fußball-Aushängeschild des Ostens, doch jetzt pendelt der krisengebeutelte Verein zwischen 2. und 3. Liga (aktuell Liga drei). © dpa
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SC Fortuna Köln: Ein Jahr wurde in der Kölner Südstadt Erstliga-Fußball gespielt (1973/1974). Nach dem Absturz bis in Liga fünf spielt die Fortuna jetzt zumindest wieder in der 3. Liga. © dpa
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KFC Uerdingen 05: Der DFB-Pokalsieger von 1985 absolvierte 14 Jahre in der 1. Liga (zuletzt 1996), kickt mittlerweile aber nur noch in Liga fünf (Oberliga Niederrhein). © dpa
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Kickers Offenbach: 1968/69, 1970/71, 1972–76 und 1983/84 war der Bieberer Berg Erstliga-Spielort. 1970 gewann der OFC sogar den DFB-Pokal. Heute spielt Offenbach in der viertklassigen Regionalliga. © dpa
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MSV Duisburg: Der Lizenzentzug 2013 ließ den traditionsreichen Ruhrpottclub in die 3. Liga stürzen. Insgesamt spielten die Meidericher 28 Jahre in der Bundesliga (zuletzt 2008). © dpa
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Preußen Münster: Der SCP war Gründungsmitglied der Fußball-Bundesliga 1963, danach verschwanden die Preußen in den unteren Ligen. Heute kämpft man in der 3. Liga um den Aufstieg. © dpa
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Rot-Weiss Essen: Der deutsche Meister von 1955 spielte sieben Jahre erstklassig (1966/67, 1969–71, 1973–77) und kickt heute im neuen Stadion in der Regionalliga (4. Liga). © dpa
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Rot-Weiß Oberhausen: Von 1969 bis 1973 war RWO ein Erstliga-Verein, doch der Underdog kam anschließend nicht über Liga zwei hinaus. Heute spielt man in der 4. Liga, der Regionalliga West. © dpa
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SG Wattenscheid 09: Von 1990 bis 1994 war der Bochumer Verein Bundesligist. Der Lokalrivale des VfL ist momentan meilenweit von neuen Derbys entfernt, spielt in der 4. Liga. © dpa
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SpVgg Unterhaching: Unvergessen, wie die Münchner Vorstädter anno 2000 Bayer Leverkusen die Meisterschaft vermiesten. Nach zwei Jahren in der Bundesliga ging es wieder runter, aktuell kämpft  Haching um den Aufsteig in die 3. Liga. © dpa
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SSV Ulm 1846: Sensationell stiegen die Spatzen 1999 in die 1. Liga auf, um direkt wieder abzusteigen. Nur ein Jahr später folgte der Absturz per Lizenzentzug in die 6. Die Fußball-Abteilung spaltete sich 2009 vom Verein ab und spielt momentan als SSV Ulm 1846 Fußball in der Regionalliga Südwest (4. Liga) an. © dpa
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Stuttgarter Kickers: Ja, auch die Schwabenmetropole hatte schon Erstliga-Derbys (1988/89, 1991/92). Doch momentan gibt es nur die Duelle des VfB II gegen die Kickers in der 4. Liga. © dpa
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Tennis Borussia Berlin: TeBe war 1974/1975 und 1976/77 Bundesligist. Heute spielt die Borussia nur noch in der 5. Liga (Oberliga Nordost). © dpa
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SV Waldhof Mannheim: Ein klangvoller Name, der von 1983 bis 1990 ununterbrochen in der 1. Liga vertreten war. Dann kam der Absturz, Waldhof spielt heute in der Regionalliga Südwest (4. Liga). © dpa
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Wuppertaler SV: Drei Jahre lang war die Stadt mit der Schwebebahn ein Erstliga-Standort (1972–75). Sogar im UEFA-Pokal trat der WSV einmal an (1973/1974). Heute spielt der Verein in der Regionalliga West (4. Liga). © dpa

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